Totschnig: Ressortforschung bringt Wissen dorthin, wo es gebraucht wird
Tag der Ressortforschung 2026 im Zeichen von Wissenschaftskommunikation und angewandter Forschung für Praxis, Politik und Gesellschaft
„Forschung schafft Wissen. Damit aus Wissen auch Wirkung wird, muss es dort ankommen, wo es gebraucht wird. Forschung wirkt, wenn sie Menschen erreicht, verstanden wird und in Entscheidungen einfließt. In einer Zeit, in der täglich unzählige Informationen um Aufmerksamkeit konkurrieren, kommt der Wissenschaftskommunikation eine Schlüsselrolle zu“, betonte Bundesminister Norbert Totschnig anlässlich des Tages der Ressortforschung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK).
Im Mittelpunkt der Veranstaltung unter dem Motto „Forschung, die ankommt“ stand die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse noch wirksamer in Praxis, Verwaltung und politische Entscheidungen einfließen können.
Dafür stellt das BMLUK auch Geld bereit und unterstützt innovative Kommunikationsformate sowie Coachings für Forschende. Um komplexe Inhalte auf zeitgemäße Weise breitenwirksam zu vermitteln, stehen insgesamt 200.000 Euro aus dem Budget der Auftragsforschung bereit – bis zu 25.000 Euro pro Projekt. Die Einreichung ist ab sofort möglich und läuft bis Mitte September über die Plattform dafne.at.
Das BMLUK leistet bereits jetzt Pionierarbeit im Bereich der Wissenschaftskommunikation, wie erfolgreiche Beispiele aus dem Ressort zeigen: Die Podcast-Serie „Agrar Science – Wissen kompakt“ der HBLFA Raumberg-Gumpenstein informiert in mehr als 180 Beiträgen über aktuelle Forschungsthemen, insbesondere zur Anpassung an den Klimawandel. Bisher vorgestellt wurden etwa Forschungsarbeiten zu klimafitten Sorten und Anbaumethoden, Bodenschutz, Wassermanagement oder Klimawandelanpassung in der Tierhaltung. Ein konkretes Beispiel ist die SatGrass-App, die Bäuerinnen und Bauern dabei unterstützt das Futter zum optimalen Zeitpunkt zu ernten.
Mit der Plattform Genblue wird Wissen rund ums Wasser für junge Zielgruppen aufbereitet. Mitmach-Initiativen fördern Engagement und Verantwortung im Umgang mit der lebenswichtigen Ressource Wasser.
Dialog zwischen Wissenschaft, Verwaltung, Praxis und Gesellschaft
Die Bedeutung der Wissenschaftskommunikation wurde bei der Veranstaltung von verschiedenen Seiten beleuchtet:
Heinz Faßmann, ehemaliger Wissenschaftsminister und Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften: „Es gibt einen erheblichen Kommunikationsbedarf, deshalb investieren die Institutionen in diesen Bereich. Für die Wissenschaftskommunikation gelten klare Regel: Forschungsergebnisse vereinfachen, auf den Punkt bringen und personalisieren. Dafür müssen wir möglichst unterschiedliche Kanäle nutzen, wir setzen etwa auf die Akademie im Klassenzimmer.“
BMLUK-Generalsekretär Johannes Abentung: „Der Dialog zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit ist das entscheidende Werkzeug, um Vertrauen in die Wissenschaft zu stärken und Falschinformationen wirksam zu begegnen. Wir müssen die Informationen, die wir gewinnen, zugänglich machen. Deshalb fördern wir die Wissenschaftskommunikation ganz bewusst.“
Hannah Schmid-Petri, Professorin für Wissenschaftskommunikation, Universität Passau: „Effiziente Wissenschaftskommunikation bedeutet, stärker auf dialogorientierte Ansätze zu setzen. Gerade in der Klimakommunikation zeigt sich, dass nachhaltige Wirkung weniger durch massenhafte Reichweite als durch intensive Interaktion entsteht. Formate, in denen Forschende mit Bürgerinnen und Bürgern, Interessengruppen oder politischen Akteuren ins Gespräch kommen, ermöglichen nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch das Verstehen von Perspektiven, Sorgen und Interessenkonflikten.“
Petra Siegele, Bereichsleiterin Public Science, OeAD: „Die Frage ist nicht mehr, ob Wissenschaftskommunikation wichtig ist, sondern wie wir sie dauerhaft im Wissenschaftssystem verankern. Österreich steht an einem Wendepunkt: Jetzt braucht es Evaluation, nachhaltige Strukturen und klare Anreize, damit aus Einzelprojekten eine langfristige Kultur des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft entsteht.“
Neben Projektpräsentationen standen Best-Practice-Beispiele zur Wissensvermittlung sowie eine Gesprächsrunde zu Wissenstransfer und Innovation auf dem Programm. Diskutiert wurde, wie Forschung noch besser verständlich gemacht, vermittelt und in die Praxis gebracht werden kann.
Blickpunkt Forschung
Besonders sichtbar wird die Forschung im Magazin „Blickpunkt Forschung“ das beim Tag der Ressortforschung vorgestellt wurde und online verfügbar ist sowie beim BMLUK unter forschung@bmluk.gv.at bestellt werden kann. Die Publikation gibt Einblick in die vielfältigen Aktivitäten, Strukturen und Wirkungen der BMLUK-Forschung. Sie zeigt, wie aus Wissen Fortschritt wird und wie Forschung dazu beiträgt, Österreich nachhaltig, sicher und lebenswert zu gestalten.
Forschung im BMLUK
Ressortforschung liefert wissenschaftliche Grundlagen für faktenbasierte Entscheidungen, stärkt Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit und unterstützt den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Wissenschafts- und Klimakommunikation ist das zentrale Handlungsfeld des Programms für Forschung und Entwicklung 2026–2030. Dieses fokussiert auf die Themen Künstliche Intelligenz und Automatisierung, Zielkonflikte und Synergien sowie Kommunikation und Wissenstransfer. Ergänzt wird es durch acht thematische Schwerpunkte – von Klima, Biodiversität und Bioökonomie über Landwirtschaft, Wasser und Boden bis hin zu Naturgefahren und regionaler Entwicklung.
Forschung - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Blickpunkt Forschung - Angewandte Forschung für Praxis und Gesellschaft - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (Schluss)
Im Mittelpunkt der Veranstaltung unter dem Motto „Forschung, die ankommt“ stand die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse noch wirksamer in Praxis, Verwaltung und politische Entscheidungen einfließen können.
Dafür stellt das BMLUK auch Geld bereit und unterstützt innovative Kommunikationsformate sowie Coachings für Forschende. Um komplexe Inhalte auf zeitgemäße Weise breitenwirksam zu vermitteln, stehen insgesamt 200.000 Euro aus dem Budget der Auftragsforschung bereit – bis zu 25.000 Euro pro Projekt. Die Einreichung ist ab sofort möglich und läuft bis Mitte September über die Plattform dafne.at.
Das BMLUK leistet bereits jetzt Pionierarbeit im Bereich der Wissenschaftskommunikation, wie erfolgreiche Beispiele aus dem Ressort zeigen: Die Podcast-Serie „Agrar Science – Wissen kompakt“ der HBLFA Raumberg-Gumpenstein informiert in mehr als 180 Beiträgen über aktuelle Forschungsthemen, insbesondere zur Anpassung an den Klimawandel. Bisher vorgestellt wurden etwa Forschungsarbeiten zu klimafitten Sorten und Anbaumethoden, Bodenschutz, Wassermanagement oder Klimawandelanpassung in der Tierhaltung. Ein konkretes Beispiel ist die SatGrass-App, die Bäuerinnen und Bauern dabei unterstützt das Futter zum optimalen Zeitpunkt zu ernten.
Mit der Plattform Genblue wird Wissen rund ums Wasser für junge Zielgruppen aufbereitet. Mitmach-Initiativen fördern Engagement und Verantwortung im Umgang mit der lebenswichtigen Ressource Wasser.
Dialog zwischen Wissenschaft, Verwaltung, Praxis und Gesellschaft
Die Bedeutung der Wissenschaftskommunikation wurde bei der Veranstaltung von verschiedenen Seiten beleuchtet:
Heinz Faßmann, ehemaliger Wissenschaftsminister und Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften: „Es gibt einen erheblichen Kommunikationsbedarf, deshalb investieren die Institutionen in diesen Bereich. Für die Wissenschaftskommunikation gelten klare Regel: Forschungsergebnisse vereinfachen, auf den Punkt bringen und personalisieren. Dafür müssen wir möglichst unterschiedliche Kanäle nutzen, wir setzen etwa auf die Akademie im Klassenzimmer.“
BMLUK-Generalsekretär Johannes Abentung: „Der Dialog zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit ist das entscheidende Werkzeug, um Vertrauen in die Wissenschaft zu stärken und Falschinformationen wirksam zu begegnen. Wir müssen die Informationen, die wir gewinnen, zugänglich machen. Deshalb fördern wir die Wissenschaftskommunikation ganz bewusst.“
Hannah Schmid-Petri, Professorin für Wissenschaftskommunikation, Universität Passau: „Effiziente Wissenschaftskommunikation bedeutet, stärker auf dialogorientierte Ansätze zu setzen. Gerade in der Klimakommunikation zeigt sich, dass nachhaltige Wirkung weniger durch massenhafte Reichweite als durch intensive Interaktion entsteht. Formate, in denen Forschende mit Bürgerinnen und Bürgern, Interessengruppen oder politischen Akteuren ins Gespräch kommen, ermöglichen nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch das Verstehen von Perspektiven, Sorgen und Interessenkonflikten.“
Petra Siegele, Bereichsleiterin Public Science, OeAD: „Die Frage ist nicht mehr, ob Wissenschaftskommunikation wichtig ist, sondern wie wir sie dauerhaft im Wissenschaftssystem verankern. Österreich steht an einem Wendepunkt: Jetzt braucht es Evaluation, nachhaltige Strukturen und klare Anreize, damit aus Einzelprojekten eine langfristige Kultur des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft entsteht.“
Neben Projektpräsentationen standen Best-Practice-Beispiele zur Wissensvermittlung sowie eine Gesprächsrunde zu Wissenstransfer und Innovation auf dem Programm. Diskutiert wurde, wie Forschung noch besser verständlich gemacht, vermittelt und in die Praxis gebracht werden kann.
Blickpunkt Forschung
Besonders sichtbar wird die Forschung im Magazin „Blickpunkt Forschung“ das beim Tag der Ressortforschung vorgestellt wurde und online verfügbar ist sowie beim BMLUK unter forschung@bmluk.gv.at bestellt werden kann. Die Publikation gibt Einblick in die vielfältigen Aktivitäten, Strukturen und Wirkungen der BMLUK-Forschung. Sie zeigt, wie aus Wissen Fortschritt wird und wie Forschung dazu beiträgt, Österreich nachhaltig, sicher und lebenswert zu gestalten.
Forschung im BMLUK
Ressortforschung liefert wissenschaftliche Grundlagen für faktenbasierte Entscheidungen, stärkt Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit und unterstützt den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Wissenschafts- und Klimakommunikation ist das zentrale Handlungsfeld des Programms für Forschung und Entwicklung 2026–2030. Dieses fokussiert auf die Themen Künstliche Intelligenz und Automatisierung, Zielkonflikte und Synergien sowie Kommunikation und Wissenstransfer. Ergänzt wird es durch acht thematische Schwerpunkte – von Klima, Biodiversität und Bioökonomie über Landwirtschaft, Wasser und Boden bis hin zu Naturgefahren und regionaler Entwicklung.
Forschung - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Blickpunkt Forschung - Angewandte Forschung für Praxis und Gesellschaft - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (Schluss)
6.191 Anschläge
-
Empfehlen
-
Drucken
-
PDF downloaden
-
RTF downloaden