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Wien, 30. Juni 2026 (aiz.info)

Jede zweite Milchziege wird biologisch gehalten

Einer der höchsten Bio-Anteile innerhalb der heimischen Nutztierhaltung

Die biologische Wirtschaftsweise hat sich in der österreichischen Milchziegenhaltung stark etabliert: Rund 50% der Milchziegen werden bereits nach Bio-Richtlinien gehalten. Damit weist die Milchziegenhaltung einen der höchsten Bio-Anteile innerhalb der Nutztierhaltung auf. Insgesamt werden in Österreich rund 39.700 Milchziegen gehalten.

Bio-Betriebe setzen auf Weidegang beziehungsweise Auslauf, mehr Platz, eingestreute Liegeflächen sowie eine Fütterung mit Bio-Futtermitteln. Gleichzeitig leisten auch konventionell wirtschaftende Betriebe einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit regionalen Ziegenmilchprodukten und erfüllen hohe gesetzliche Standards.

„Die Milchziegenhaltung steht für Qualität, Regionalität und großes Engagement der Bäuerinnen und Bauern. Zahlen zeigen, dass die Nachfrage nach Ziegenmilchprodukten seit Jahren kontinuierlich leicht wächst. Lange galt Ziegenmilch als Nischenprodukt mit einer besonders starken Verankerung in der biologischen Landwirtschaft. Die wachsende Beliebtheit von Ziegenmilch und Ziegenmilchprodukten führt nun dazu, dass auch immer mehr konventionelle Betriebe auf diesen Produktionszweig setzen. Hier bieten das AMA-Biosiegel und das AMA-Gütesiegel eine verlässliche Orientierung und stehen für Qualität, Herkunftssicherung und unabhängige Kontrollen“, sagt Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing.

Nachfrage wächst kontinuierlich

Die durchschnittliche Milchleistung einer Milchziege beträgt 664 Kilogramm pro Jahr. Die gewonnene Milch wird überwiegend zu Lebensmitteln wie Trinkmilch, Joghurt, Frischkäse oder Käse verarbeitet. Die steigende Beliebtheit von Ziegenmilchprodukten spiegelt sich auch in den Verbrauchszahlen wider. Die Inlandsverwendung von Ziegenmilch hat sich in den vergangenen 30 Jahren nahezu verdoppelt: von 13.741 Tonnen 1995 auf 26.445 Tonnen 2024. Damit zählt Ziegenmilch zu jenen Produktsegmenten, die über einen langen Zeitraum hinweg ein kontinuierliches Wachstum verzeichnen konnten.

Qualitätsstandards schaffen Vertrauen

Für Konsumentinnen und Konsumenten spielen nachvollziehbare Qualitätskriterien eine wichtige Rolle. Orientierung bieten dabei die Richtlinien für das AMA-Gütesiegel für Ziegenmilch sowie das AMA-Biosiegel für Ziegenmilch. Die Qualitätsprogramme der AMA-Marketing definieren klare Anforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Haltung der Tiere über die Verarbeitung der Milch bis ins Regal. (Schluss)
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