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Wien, 11. August 2026 (aiz.info)

EU-Schlachtrindermarkt: Trockenheit sorgt für starke regionale Preisunterschiede

Futternot und Notverkäufe führen in Nieder- und Oberösterreich zu Preisabschlägen bei Schlachtkühen.

Derzeit herrscht EU-weit eine sehr differenzierte Entwicklung in der Schlachtrindervermarktung. In Ländern, die mit Trockenheit und Futterknappheit zu kämpfen haben, herrscht ein Preisdruck, während sich der Markt in anderen Ländern ausgeglichen bzw. positiv entwickelt.

Auch in Deutschland herrscht ein Nord-Süd-Gefälle. Während im Norden von steigenden Preisen berichtet wird, zeigt sich im Süden im Jungstierbereich ein stabiler bis leicht steigender Markt. Bei den Schlachtkühen werden regional im Süden vermehrt Tiere angeboten, wodurch die Preise etwas unter Druck geraten. 

In Österreich ist der Jungstiermarkt derzeit relativ ausgeglichen. Es ist ein etwas höheres Angebot als in der Vorwoche bei einer stabilen Nachfrage Richtung Lebensmitteleinzel- und Großhandel gegeben. Die aktuell geschlachtete und produzierte Ware wird teilweise erst im September vermarktet, wo eine verbesserte Nachfrage erwartet wird. Die Notierungspreise sind nochmals leicht nach oben gegangen. 

Anders stellt sich der Markt für Schlachtkühe dar. Hier herrscht ein Unterschied zwischen Westösterreich sowie dem Norden und dem Westen und dem Osten von Österreich. Besonders betroffen sind die Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich, wo die Anmeldungen bis zu dreimal so hoch sind, wie normal um diese Jahreszeit. Aufgrund der Futterknappheit werden Tiere vorzeitig abgegeben. Nachdem sich die Situation in den kommenden Wochen in diesen Bundesländern aus jetziger Sicht nicht entspannen wird, stehen auch die Schlachthöfe vor der Herausforderung, die Kühe zu schlachten. Aufgrund dieser Situation gab die Notierung noch einmal nach unten nach. Dieser Preis wurde jetzt bis Ende August fixiert, um die Märkte zu stabilisieren und den Betrieben die Sicherheit zu geben, dass kein weiterer Preisverfall stattfindet, auch wenn die Kühe erst nächste oder übernächste Woche abgeholt werden. 
Kalbinnen notieren stabil zur Vorwoche, wobei O-Kalbinnen und magere Tiere auch in der Notierung nach unten gegangen sind. 

Schlachtkälber notieren gleich zur Vorwoche. 

Preiserwartungen für Woche 33/2026 (10.08. – 16.08.2026)
Jungstier HK R2/3 ausgesetzt 
Kalbin HK R3 € 5,78
Kuh HK R2/3 ausgesetzt 
Schlachtkälber HK R2/3 € 8,55 (Schluss)
2.256 Anschläge
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