EU-Indien-Freihandelsabkommen: Copa und Cogeca begrüßen Abschluss
Ein ausgewogenes Ergebnis für EU-Landwirte und Agrargenossenschaften
Copa und Cogeca begrüßen den Abschluss des EU-Indien-Freihandelsabkommens als einen bedeutenden und sorgfältig ausgewogenen Fortschritt für den Agrar- und Lebensmittelhandel. Das Abkommen verbessert den Zugang zu einem wichtigen Wachstumsmarkt und erkennt zugleich klar die Notwendigkeit an, die sensibelsten Bereiche der europäischen Landwirtschaft und ihres Produktionsmodells zu schützen, so die Copa in einer Aussendung.
Indien stellt mit 1,45 Milliarden Verbraucherinnen und Verbrauchern einen Markt mit erheblichem, bislang ungenutztem Potenzial für EU-Agrarexporte dar. Durch die deutliche Senkung oder Abschaffung zuvor prohibitiver Zölle auf eine gezielte Auswahl von Produkten - darunter verarbeitete Lebensmittel, Olivenöl, Fruchtsäfte, Wein und Spirituosen - schafft das Abkommen neue, substanzielle Exportmöglichkeiten für wettbewerbsfähige EU-Landwirte und Agrargenossenschaften.
Copa und Cogeca kennen die Bemühungen der Kommission an, sicherzustellen, dass die Marktöffnung nicht zulasten der Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft geht. Der Ausschluss der sensibelsten Produkte von der Liberalisierung - darunter Rindfleisch, Zucker, Reis, Geflügel und Honig - zeugt von einem pragmatischen und verantwortungsvollen Ansatz.
Copa und Cogeca betonen außerdem die Bedeutung der Wahrung hoher Standards in den Bereichen Lebensmittelsicherheit und Produktion sowie der weiteren Stärkung der Zusammenarbeit in sanitären und phytosanitären Fragen sowie bei nachhaltigen Lebensmittelsystemen, wie sie in den SPS- und SFS-Kapiteln dieses Abkommens vorgesehen sind. In diesem Zusammenhang muss die wirksame Umsetzung des Abkommens die Gegenseitigkeit der Produktionsstandards für Agrar- und Lebensmittelprodukte gewährleisten, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, um einen fairen Wettbewerb für EU-Landwirte sicherzustellen und das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher zu erhalten.
Die laufenden Verhandlungen über ein Abkommen zu geografischen Angaben sollten das Ergebnis dieses Abkommens zügig weiter stärken, indem sie unsere wertschöpfungsintensiven landwirtschaftlichen Erzeugnisse unterstützen und die europäischen Qualitätssysteme auf dem indischen Markt schützen.
In einem herausfordernden globalen Handelsumfeld zeigt das EU-Indien-Abkommen, dass eine ambitionierte Handelspolitik mit dem Schutz zentraler agrarpolitischer Sensibilitäten vereinbar sein kann. Copa und Cogeca werden den Prozess weiterhin aufmerksam begleiten und die Veröffentlichung der Vertragstexte sowie weitere Schritte hin zu Ratifizierung und Umsetzung verfolgen, um sicherzustellen, dass die Chancen genutzt werden, während die Interessen der EU-Landwirte und Genossenschaften umfassend gewahrt bleiben. (Schluss)
Indien stellt mit 1,45 Milliarden Verbraucherinnen und Verbrauchern einen Markt mit erheblichem, bislang ungenutztem Potenzial für EU-Agrarexporte dar. Durch die deutliche Senkung oder Abschaffung zuvor prohibitiver Zölle auf eine gezielte Auswahl von Produkten - darunter verarbeitete Lebensmittel, Olivenöl, Fruchtsäfte, Wein und Spirituosen - schafft das Abkommen neue, substanzielle Exportmöglichkeiten für wettbewerbsfähige EU-Landwirte und Agrargenossenschaften.
Copa und Cogeca kennen die Bemühungen der Kommission an, sicherzustellen, dass die Marktöffnung nicht zulasten der Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft geht. Der Ausschluss der sensibelsten Produkte von der Liberalisierung - darunter Rindfleisch, Zucker, Reis, Geflügel und Honig - zeugt von einem pragmatischen und verantwortungsvollen Ansatz.
Copa und Cogeca betonen außerdem die Bedeutung der Wahrung hoher Standards in den Bereichen Lebensmittelsicherheit und Produktion sowie der weiteren Stärkung der Zusammenarbeit in sanitären und phytosanitären Fragen sowie bei nachhaltigen Lebensmittelsystemen, wie sie in den SPS- und SFS-Kapiteln dieses Abkommens vorgesehen sind. In diesem Zusammenhang muss die wirksame Umsetzung des Abkommens die Gegenseitigkeit der Produktionsstandards für Agrar- und Lebensmittelprodukte gewährleisten, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, um einen fairen Wettbewerb für EU-Landwirte sicherzustellen und das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher zu erhalten.
Die laufenden Verhandlungen über ein Abkommen zu geografischen Angaben sollten das Ergebnis dieses Abkommens zügig weiter stärken, indem sie unsere wertschöpfungsintensiven landwirtschaftlichen Erzeugnisse unterstützen und die europäischen Qualitätssysteme auf dem indischen Markt schützen.
In einem herausfordernden globalen Handelsumfeld zeigt das EU-Indien-Abkommen, dass eine ambitionierte Handelspolitik mit dem Schutz zentraler agrarpolitischer Sensibilitäten vereinbar sein kann. Copa und Cogeca werden den Prozess weiterhin aufmerksam begleiten und die Veröffentlichung der Vertragstexte sowie weitere Schritte hin zu Ratifizierung und Umsetzung verfolgen, um sicherzustellen, dass die Chancen genutzt werden, während die Interessen der EU-Landwirte und Genossenschaften umfassend gewahrt bleiben. (Schluss)
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