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Wien, 24. Juni 2026 (aiz.info)

Zahlen für 2025 zeigen: Nachfrage nach Kartoffeln in einem Jahr um 9,7% gestiegen

Die Nachfrage nach Heurigen im Lebensmitteleinzelhandel wird mit regionalen Kartoffeln gedeckt

Die Heurigensaison hat begonnen, und damit sind die beliebten Früherdäpfel aus regionalem Anbau wieder in den Regalen und auf den Tellern zu finden. Laut Branche werden dieses Jahr im Lebensmitteleinzelhandel Heurige ausschließlich aus der Region angeboten.

Die Kartoffel zählt zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln in Österreich. Laut der Versorgungsbilanz von Statistik Austria liegt der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch bei 54 Kilogramm und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 9,7 % gestiegen. Um die Nachfrage zu decken, werden derzeit auf 20.686 Hektar Kartoffeln angebaut, davon 16.713 Hektar konventionell und 3.973 Hektar biologisch bewirtschaftet. Bio gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung. „Gerade bei Lebensmitteln des täglichen Bedarfs wünschen sich Konsumentinnen und Konsumenten Orientierung und Verlässlichkeit. Das bieten Produkte mit AMA-Gütesiegel oder dem AMA-Biosiegel. Die Kartoffel zeigt beispielhaft, wie Qualität und Herkunft entlang der gesamten Wertschöpfungskette an Bedeutung gewinnen und Kaufentscheidungen beeinflussen“, sagt Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing.

Rekordernte 2025

Nach einer zweijährigen Phase der Flächenausweitung und günstigen klimatischen Bedingungen im Vorjahr konnte Österreich eine Rekordernte von über 800.000 Tonnen verbuchen. Aufgrund der erfolgreichen Ernte werden noch Lagerkartoffeln aus regionaler Ernte angeboten. Der Verkauf der Lagerwage erfolgt aufgrund des Schulterschlusses zwischen den Teilnehmenden entlang der Wertschöpfungskette von der Ur-Produktion bis in den Handel.

Die frisch geernteten Heurigen punkten mit ihrer dünnen Schale und dem besonders feinen Geschmack. Diese sogenannte „Losschaligkeit“ macht sie zu einem kulinarischen Highlight.

Dass die ersten Heurigen bereits wieder in den Regalen liegen, ist das Ergebnis monatelanger Arbeit auf den Feldern. Von der Sortenwahl über die Bodenbearbeitung bis hin zur Ernte sind Know-how, Erfahrung und ein sorgfältiger Umgang mit den natürlichen Gegebenheiten gefragt. „Hinter jeder Ernte stehen viel Erfahrung, hoher Arbeitseinsatz und die Fähigkeit, sich laufend an klimatische Bedingungen anzupassen. Wir Bäuerinnen und Bauern investieren kontinuierlich in Qualität und bieten dadurch Versorgungssicherheit – Leistungen, die oft erst sichtbar werden, wenn die Produkte im Regal liegen“, sagt Lorenz Mayr, Kartoffelbauer und Aufsichtsratsvorsitzender der AMA-Marketing.

Über die Heurigen

Die Erntezeit für Frühkartoffeln dauert noch bis Mitte August. Die wichtigsten Sorten sind Colomba, Arielle und Actrice. Die Hauptanbaugebiete liegen in Niederösterreich (54 % der Fläche), dem Burgenland (26 %) und der Steiermark (9,5 %). (Schluss)
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