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Wien, 7. Mai 2026 (aiz.info)

Totschnig: Jeder zehnte Euro wird mit Holz erwirtschaftet

Studie zeigt: Forst- und Holzwirtschaft ist wichtiger Bestandteil der heimischen Wirtschaft

Die Studie des Forschungsinstituts Econmove macht die umfangreiche Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft für die österreichische Wirtschaft eindrucksvoll sichtbar. Im gesamten Wertschöpfungsnetzwerk der Forst- und Holzwirtschaft wird, inklusive vor- und nachgelagerten Branchen, eine Wertschöpfung von 43,1 Mrd. Euro pro Jahr erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 10% an der Wirtschaftsleistung des Landes: Jeder zehnte in Österreich erwirtschaftete Euro hängt folglich unmittelbar oder mittelbar am Rohstoff Holz. Zudem sind 444.000 Arbeitsplätze, also jeder elfte, auf die Forst- und Holzwirtschaft zurückzuführen.
 
Bundesminister Norbert Totschnig: “Österreich ist ein Wald- und Holzland mit Tradition. Die Forst- und Holzwirtschaft ist fixer Teil der heimischen Wirtschaft und sichert Wertschöpfung sowie Arbeitsplätze in ganz Österreich. Der Sektor ist innovativ, nachhaltig und international wettbewerbsfähig - auf diese Leistung können wir stolz sein. Damit die Branche auch in Zukunft erfolgreich ist, müssen wir den bereits begonnenen Waldumbau konsequent fortsetzen. Es geht darum, unsere Wälder klimafit zu machen, ihre wichtige Funktion als CO₂-Speicher zu stärken und gleichzeitig die nachhaltige Verwendung des Rohstoffs Holz weiter voranzutreiben."
 
Anna Kleissner, Autorin der Studie und geschäftsführende Gesellschafterin der Econmove GmbH: “Die Studie zeigt, dass die Forst- und Holzwirtschaft bereits heute ein zentraler Bestandteil der österreichischen Wirtschaft ist. Dabei hat die Wertschöpfungskette Holz noch viel Potenzial: als Werkstoff für ressourcenschonende Konstruktionen, Leichtbauanwendungen und innovative Kreislaufwirtschaftskonzepte kann Holz zu einem der Schlüsselmaterialien der nachhaltigen Industrie von morgen werden. Wenn die Weichen richtig gestellt werden, wird Holz künftig noch stärker zu Wirtschaftswachstum und Klimaschutz beitragen.“
 
Konrad Mylius, Vorsitzender der Kooperationsplattform Forst Holz Papier (FHP): “Die Grundlagen für diese beeindruckende Wertschöpfungskette wachsen in unseren Wäldern. Holz ist der strategische Rohstoff Österreichs, der Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und wirtschaftliche Stabilität verbindet. Wenn wir die wirtschaftliche Souveränität unseres Landes stärken wollen, müssen wir die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder und damit die Nutzung der heimischen Ressource Holz langfristig absichern. Dazu zählt auch die wirksame Dotierung des Waldfonds zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel.“
 
Markus Schmölzer, Vorsitzender der Österreichischen Sägeindustrie: “Forst- und Holzwirtschaft verbinden Klimaschutz und Nachhaltigkeit mit Wirtschaftswachstum. Unsere Wertschöpfungskette bietet großes Potenzial für klimafreundliches Wirtschaftswachstum. Um dieses voll auszuschöpfen, brauchen wir die richtigen Rahmenbedingungen: ein klares Bekenntnis zur aktiven Waldbewirtschaftung, wettbewerbsfähige Standortbedingungen, insbesondere bei den Kosten für Arbeit, Energie und Logistik, sowie einen spürbaren Bürokratieabbau.“
 
Wald ist Verbündeter beim Klimaschutz

Darüber hinaus leistet die Forst- und Holzwirtschaft einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. Seit 1990 haben nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holznutzung die Atmosphäre um rund 900 Mio. t fossiles CO₂‑Äquivalent entlastet. Gleichzeitig ist der Holzvorrat in den heimischen Wäldern um beeindruckende 255 Mio. Vorratsfestmeter gewachsen, und mehr als 100 Mio. Vorratsfestmeter Biotopholz wurden gezielt für die Förderung der Biodiversität bereitgestellt. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll: Wirtschaftliche Wertschöpfung, ökologische Verantwortung und wirksamer Klimaschutz gehen in der Wertschöpfungskette Forst–Holz–Papier Hand in Hand.
 
Zur Studie “Die volks- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft in Österreich“
 
Die wirtschaftliche Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft wird häufig unterschätzt. Denn die Forst- und Holzwirtschaft ist eine Querschnittsmaterie, die auf verschiedene Sektoren verteilt ist: Das gesamte Wertschöpfungsnetzwerk Holz, das vom Rohstoff bis hin zu weiterverarbeiteten, höherwertigen Zwischen- und Endprodukten reicht und eine Vielzahl von Dienstleistungen umfasst, ist komplex und weit verzweigt. Somit ist der wirtschaftliche Beitrag der Holzwirtschaft aus den Zahlen der amtlichen Statistik nicht unmittelbar ableitbar.
 
Berechnet wird die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft daher mittels eines sogenannten Satellitenkontos, wie es auch für andere Querschnittsmaterien (z.B. Tourismus oder Sport) erstellt wird.
 
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

- In der Forst- und Holzwirtschaft wurden im Jahr 2023 Umsätze in Höhe von 122 Mrd. Euro generiert.

- Die Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft erwirtschaften eine direkte Bruttowertschöpfung von bis zu 26,5 Mrd. Euro und stehen damit für einen Anteil von 6,23% der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung.

- Im gesamten Wertschöpfungsnetzwerk der Forst- und Holzwirtschaft, das auch die vor- und nachgelagerten Sektoren umfasst, wird eine Wertschöpfung von 43,1 Mrd. Euro erzielt. Das entspricht einem Anteil von 10,15%. Anders ausgedrückt: Jeder zehnte in Österreich erwirtschaftete Euro hängt unmittelbar oder mittelbar am Rohstoff Holz.

- In der Forst- und Holzwirtschaft sind rund 245.000 Personen tätig.

- Entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden insgesamt fast 444.000 Arbeitsplätze gesichert.

- Jeder elfte Arbeitsplatz ist auf die Forst- und Holzwirtschaft zurückzuführen.

- Die Branche leistet auch einen wichtigen Beitrag zu den Staatseinnahmen: 29,2 Mrd. Euro an Steuern und Abgaben werden unmittelbar und mittelbar generiert. Dies entspricht einem Anteil von 12% der Staatseinnahmen (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungsträger). (Schluss)
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