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Wien, 7. Mai 2026 (aiz.info)

EU Schweinemarkt: Märkte unter Druck

Deutliche Preisrücknahmen in der EU zwingen Österreich in die Knie

In der laufenden Woche wird aus den meisten europäischen Ländern von stabilen Preisen berichtet, wobei durchaus auch Anpassungen in beide Richtungen möglich sind. Einerseits ist das Angebot an schlachtreifen Schweinen mehrheitlich klein, andererseits ist auch die Fleischnachfrage eher verhalten. Feiertage schränken die Schlachtungen zusätzlich ein.
 
In Deutschland hat der Druck auf den Schlachtschweinemarkt zuletzt deutlich zugenommen. Dabei stellt insbesondere der Fleischmarkt eine Herausforderung dar, die kleinen Impulse um den 1. Mai änderten daran wenig. Die Schlachtunternehmen reagieren entsprechend mit Mengenkürzungen, die Vermarktung schlachtreifer Schweine bleibt schwierig. Regional wird zwar noch von einem ausgeglichenen Markt berichtet, die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften reagierte aber dennoch mit einem deutlichen Rückgang.
 
In Spanien fällt das Angebot an Schlachtschweinen nach wie vor knapp aus. Die Schlachtunternehmen suchen Tiere, die Mäster hoffen seit Wochen auf festere Preise. Dennoch nimmt der Optimismus auch dort ab. Einerseits mehren immer neue ASP-Fälle die Befürchtung einer weiteren Ausbreitung, andererseits belastet der Preisdruck im europäischen Umland den Export. Die weitere Preisentwicklung dürfte dementsprechend in erster Linie von den Nachbarländern abhängen.
 
In Italien macht sich die ruhige Fleischnachfrage zunehmend bemerkbar. Die Schlachtunternehmen drosseln ihre Aktivitäten, gleichzeitig wird von negativen Margen berichtet. Entsprechend nimmt auch der Druck weiter zu, vorerst werden leicht schwächere Preise erwartet.
 
Ö-Markt: Deutliche Preisrücknahmen in der EU zwingen Österreich in die Knie
 
Trotz eines niedrigen Angebotes und einem grillfreundlichen Wetter kann sich Österreich den massiven Marktdruck von EU-Staaten (ausgehend von D mit -10 Cent) leider nicht ganz entziehen. Ein weiterer Grund für diesen massiven Marktdruck sind auch die derzeit nahezu ausgeschöpften Lagerkapazitäten der Gefrierlager mit österreichischem Fleisch. Dieses wartet auch weiter auf einen zeitnahen Absatz. Weiters sind die Karreerosen aus Spanien aufgrund niedrigster Preise ein Bestseller beim Fleischgroßhandel. Da der österreichische Schweinepreis einer der höchsten in Europa ist, musste man auf diese Situation reagieren. Trotz höher geforderten Preissenkungen seitens einiger Schlachthöfe, wurde der Preis für Schlachtschweine um -4 Cent seitens der Ö-Schweinebörse festgelegt.
 
Diese Situation ist auch für die Schweinefleischproduzenten sehr herausfordernd, da die derzeit niedrigen Deckungsbeiträge bzw. die weiter gestiegenen Kosten auch weiterhin nicht kostendeckend sind.
 
Mastschweine-Basispreis: EUR 1,62 (- 0,04)
Zuchten-Basispreis: EUR 0,89 (+/- 0,00). (Schluss)
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