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Linz, 18. Juni 2026 (aiz.info)

Start für Hochwasserschutz Uttendorf

15 Mio. Euro für mehr Sicherheit im Innviertel

Mit dem Hochwasserschutzprojekt Uttendorf setzt der Wasserverband Mattig gemeinsam mit der Marktgemeinde Helpfau-Uttendorf, dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) und dem Land Oberösterreich einen wichtigen Schritt für den Schutz der Bevölkerung im Innviertel. Künftig werden rund 1.500 Einwohner/innen sowie 367 Gebäude vor den Folgen von Hochwässern der Mattig und des Schwemmbachs geschützt. Das Projekt verbindet modernen Hochwasserschutz mit naturnaher Gestaltung und nachhaltiger Entwicklung der Gewässerlandschaft.
 
Die Marktgemeinde Helpfau-Uttendorf war in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt von Hochwasserereignissen betroffen. Nun erfolgt seit dem Baustart im Herbst 2025 die Umsetzung eines umfassenden Schutzprojekts, das die Sicherheit der Bevölkerung erhöht und gleichzeitig ökologische Verbesserungen entlang der Mattig schafft.
 
Umweltminister Norbert Totschnig: “Der verbesserte Schutz der Bevölkerung vor Naturgefahren wie Hochwasser ist mir ein großes Anliegen. Daher investieren wir als zuständiges Ministerium österreichweit laufend in bauliche Maßnahmen und ökologische Verbesserungen, die Mensch und Natur gleichermaßen zugutekommen. Für das Projekt Hochwasserschutz Mattig/Schwemmbach in der Gemeinde Uttendorf stellen wir rund 5,3 Mio. Euro bereit. Jeder Euro, den wir in den Hochwasserschutz investieren, ist eine Investition in mehr Sicherheit, in eine intakte Umwelt und in unsere Zukunft“.
 
“Jeder Euro, den wir heute in den Hochwasserschutz unserer Regionen investieren, schützt morgen Häuser, Betriebe und Existenzen. Besonders freut mich, dass der Hochwasserschutz in Uttendorf so gestaltet wird, dass eine landwirtschaftliche Nutzung der Flächen weiterhin möglich bleibt. Damit fügt sich das Projekt an Mattig und Schwemmbach gut in die Kulturlandschaft ein und zeigt, wie moderner Hochwasserschutz mit naturnaher Gestaltung funktionieren kann“, betont Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.
 
Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder verweist auf die zunehmenden Herausforderungen durch die Klimakrise: “Starkregenereignisse und Hochwasser werden auch in Oberösterreich häufiger und intensiver. Deshalb braucht es vorausschauende Maßnahmen, die den Schutz der Bevölkerung mit ökologischer Aufwertung verbinden. Mit dem Hochwasserschutz Uttendorf setzen wir ein wichtiges Vorzeigeprojekt für Klimawandelanpassung, naturnahe Gestaltung und nachhaltigen Hochwasserschutz um. Das Land Oberösterreich stellt dafür rund 6 Millionen Euro bereit.“
 
Der Obmann des Wasserverbandes Mattig und Bürgermeister der Marktgemeinde Helpfau-Uttendorf Johannes Manglberger hebt die Bedeutung des Projektes hervor: “Nach vielen Jahrzehnten des Bangens und Hoffens bei großen Niederschlagsereignissen, dürfen wir endlich dieses „Jahrhundertprojekt für Uttendorf“ umsetzen. Herzlichen Dank an alle Fördergeber, Grundbesitzer und beteiligten Personen und Firmen für die Planungs- und Umsetzungsarbeiten!“
 
Zentrale Maßnahmen
 
Kernstück des Projekts ist die Errichtung eines rund 9.200 Meter langen Damm- und Muldensystems entlang der Mattig und des Schwemmbachs. Die Schutzdämme werden bewusst flach gestaltet und können weiterhin als Wiesenflächen genutzt werden. Damit verbindet das Projekt technischen Hochwasserschutz mit einer möglichst naturnahen Einbindung in die Landschaft.
 
Technische Grundlagen
 
Das Projekt dient dem Schutz vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis der Mattig und des Schwemmbachs. Bereits seit den 1990er-Jahren wurden unterschiedliche Varianten geprüft und weiterentwickelt. Nicht vermeidbare Verluste an Rückhaltevolumen wurden bereits im Vorfeld durch die Erweiterung der Hochwasserrückhalteanlage Teichstätt vollständig kompensiert.
 
Nutzen für Bevölkerung
 
Nach Fertigstellung der Schutzmaßnahmen profitieren rund 1.500 Einwohner/innen sowie 367 Gebäude von einem deutlich verbesserten Hochwasserschutz. Das Projekt stärkt damit die Sicherheit, die Lebensqualität und die Zukunftsperspektiven der Region nachhaltig.
 
Ökologische Verbesserung
 
Im Zuge des Projekts wird zusätzlich die Durchgängigkeit einer bestehenden Wehranlage wiederhergestellt und ein Abschnitt der Mattig ökologisch aufgewertet. Damit leistet das Vorhaben auch einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Gewässerökologie und zur Förderung der Biodiversität.

Nachhaltige Entwicklung
 
Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 15 Mio. Euro. Die Finanzierung erfolgt gemeinsam durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, Land Oberösterreich und den Wasserverband Mattig. Der Finanzierungsschlüssel setzt sich aus 35% BMLUK, 40% Land Oberösterreich und 25% Wasserverband Mattig zusammen. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis des Projekts beträgt 1,08.
 
Eine Fertigstellung ist für das Jahr 2027 vorgesehen. (Schluss)
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