Schule am Bauernhof: Gemeinsam für eine gesunde Zukunft
Neues Angebot macht das Zusammenspiel von Mensch, Tier und Umwelt erlebbar
Woher kommt unser Essen? Warum sind gesunde Tiere wichtig? Und welchen Einfluss hat unser Einkauf auf Gesundheit und Umwelt? Antworten auf diese Fragen finden Kinder und Jugendliche dort, wo sie unmittelbar erfahrbar werden: am Bauernhof. Mit dem Bildungsangebot „Schule am Bauernhof“ werden landwirtschaftliche Betriebe zu lebendigen Lernorten. Kinder und Jugendliche entdecken mit allen Sinnen, wie Lebensmittel entstehen, welche Bedeutung nachhaltige Landwirtschaft hat und warum ein verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Ressourcen für unsere gemeinsame Zukunft entscheidend ist. Der neue Schule am Bauernhof-Schwerpunkt „Gemeinsam gesund: Mensch – Tier – Umwelt“ macht diese Zusammenhänge besonders praxisnah erlebbar und ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, ihr Gesundheits-, Ernährungs- und Konsumverhalten bewusst zu reflektieren. In Oberösterreich gibt es das neue Angebot bereits auf der Hälfte der 126 Schule am Bauernhof-Betriebe.
Entwickelt wurde das Programm von der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) und dem Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) der Landwirtschaftskammer. Die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik brachte ihre Expertise in die Konzeption ein. Es entstand ein Bildungsangebot, das Gesundheitsförderung, Ernährungsbildung und Umweltbewusstsein miteinander verbindet und nachhaltiges Lernen am Bauernhof ermöglicht. Um möglichst vielen Kindern und Jugendliche den Zugang zu ermöglichen, werden die Lehrausgänge durch die Landesgesundheitsfonds gefördert. Das Angebot richtet sich an Kinder von 8 bis 13 Jahren – von der 2. Klasse Volksschule bis zur Mittelschule oder AHS-Unterstufe -– und kann sowohl von Schulen als auch von Horten, Sommerschulen und der schulischen Nachmittagsbetreuung in Anspruch genommen werden.
„Bäuerinnen und Bauern leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und zum Erhalt der Kulturlandschaft. Gleichzeitig sind landwirtschaftliche Betriebe wertvolle Lernorte, an denen Kinder und Jugendliche die Zusammenhänge von Ernährung, Landwirtschaft, Umwelt und Gesundheit unmittelbar erleben können. Beim Bildungsangebot ,Schule am Bauernhof‘ erleben die Kinder vor Ort die Arbeit auf einem Hof. So werden Zusammenhänge verständlich und die Wertschätzung für die heimische Landwirtschaft gestärkt“, ist Franz Waldenberger, Präsident der LK OÖ und Obmann Stellvertreter der SVS, überzeugt.
Mensch, Tier und Umwelt gemeinsam denken
Mit dem neuen Schwerpunkt „Gemeinsam gesund: Mensch – Tier – Umwelt“ wird Schule am Bauernhof um eine wichtige Perspektive erweitert. Kinder und Jugendliche erleben praxisnah, wie eng die Gesundheit von Menschen mit einer verantwortungsvollen Tierhaltung sowie dem sorgsamen Umgang mit Natur und Ressourcen verbunden ist.
Dabei werden aktuelle Herausforderungen greifbar: So beeinflussen längere Trockenperioden oder Starkregenereignisse die Verfügbarkeit von Futterpflanzen und die Bewirtschaftung der Flächen. Die Kinder erfahren, warum gesunde Böden Wasser speichern können, Grünflächen das Klima positiv beeinflussen und gesunde Tiere auf hochwertiges Futter und ausreichend Wasser angewiesen sind. Dadurch wird verständlich, wie eng Klima, Umwelt, Landwirtschaft und Gesundheit miteinander verknüpft sind.
„Als Landwirtschaftskammer ist es uns ein besonderes Anliegen, jungen Menschen einen authentischen Einblick in die heimische Landwirtschaft zu ermöglichen. ‚Schule am Bauernhof‘ schafft dafür ideale Voraussetzungen“, betont Waldenberger.
Wie groß das Interesse an diesem Bildungsangebot ist, zeigten die Zahlen des Schuljahres 2025/26: In Oberösterreich nahmen 1.120 Gruppen mit über 18.000 Kindern und Jugendlichen an „Schule am Bauernhof“ teil und erlebten die heimische Land- und Forstwirtschaft hautnah.
Bewusstsein für die Zukunft stärken
Durch unmittelbare Erfahrungen am Bauernhof entwickeln Kinder und Jugendliche ein besseres Verständnis für nachhaltiges Handeln und einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln und natürlichen Ressourcen. Sie lernen, welchen Beitrag sie selbst leisten können, beispielsweise durch den Einkauf regionaler und saisonaler Lebensmittel, die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung oder durch einen achtsamen Umgang mit Wasser und Energie.
„Wer versteht, wie viel Arbeit, Wissen und natürliche Ressourcen in unseren Lebensmitteln stecken, entwickelt Wertschätzung für Lebensmittel und trifft bewusstere Konsumentscheidungen. So stärkt das Programm Gesundheits-, Ernährungs- und Umweltkompetenz und schafft wichtige Grundlagen für eine gesunde und nachhaltige Zukunft“, ist Waldenberger überzeugt.
Erfolgreicher Start in Oberösterreich
Das neue Programm ‚Gemeinsam gesund: Mensch – Tier – Umwelt‘ wurde im Schuljahr 2025/26 bereits in sieben Bundesländern – Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, Wien, Burgenland, Kärnten und Tirol – erfolgreich umgesetzt. Ziel ist es, das Angebot künftig bundesweit auf Schule am Bauernhof-Betrieben zu etablieren.
In Oberösterreich ist das Interesse sowohl bei den landwirtschaftlichen Betrieben als auch bei den Schulen besonders groß. Von den derzeit 126 Schule am Bauernhof-Betrieben bieten bereits rund die Hälfte den neuen Schwerpunkt an. Damit konnte innerhalb kurzer Zeit eine flächendeckende Angebotsstruktur aufgebaut werden. Allein im vergangenen Schuljahr nutzten über 150 Gruppen mit mehr als 2.200 Kindern und Jugendlichen das Angebot ‚Gemeinsam gesund: Mensch – Tier – Umwelt‘.
Jetzt Termine für Lehrausgänge fixieren
Buchungsanfragen für das Schuljahr 2026/27 können bereits jetzt direkt an die Schule am Bauernhof-Anbieter gestellt werden. Alle Informationen und Buchungsmöglichkeiten finden Sie unter: www.schuleambauernhof.at/gemeinsam-gesund-mensch-tier-und-umwelt
„Gemeinsam gesund: Mensch-Tier-Umwelt“ fördert das Naturbewusstsein
70 Prozent der 10-jährigen haben bereits ein eigenes Smartphone. Nahezu alle 12-jährigen besitzen ein Smartphone. Die Screentime der 12-Jährigen beträgt durchschnittlich drei Stunden. Sie verbringen täglich drei Stunden mit ihrem Smartphone. Parallel dazu nimmt die Zeit, die Kinden draußen, im Freien verbringen radikal ab. Das hat – wie wir alle wissen – eine Vielzahl von Folgen. Eine davon ist, dass der Bezug zur Natur zurückgeht.
Gemeinsam gesund: Mensch-Tier-Umwelt wirkt hier aktiv entgegen. Es wird das Naturbewusstsein der Kinder und Jugendlichen gefördert. Die Kinder und Jugendlichen erhalten Einblicke in die Landwirtschaft und erleben, wo Lebensmittel herkommen und wie sie entstehen, wie wichtig Tiergesundheit ist, welche Rolle Natur und Umwelt spielen.
Das Projekt ist ein Naturerlebnis mit Wissensvermittlung. Es ist aktive Gesundheitsförderung.
Warum macht das die SVS?
Die SVS ist der Vorreiter in der Prävention. Und Prävention hat viele Dimensionen: das fängt beim Impfen an – als eine der effizientesten und erfolgreichsten Vorsorgemaßnahmen, die uns zur Verfügung steht. Das geht über Vorsorge-Untersuchungen: Hier hat die SVS mit dem Gesundheitscheck Junior ein besonderes Angebot: Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren haben damit die Möglichkeit einer individuellen Vorsorgeuntersuchung. Die dritte Säule der Prävention ist der gesunde Lebensstil. Dieser setzt sich vor allem aus zwei Komponenten zusammen: Bewegung und Ernährung.
Wir sind davon überzeugt, dass man mit einem gesunden Lebensstil am besten in früher Kindheit anfängt, damit sich keine schlechten Angewohnheiten einschleichen, die im Erwachsenenalter schwer zu ändern sind. Aus gesunden Kindern werden gesunde Erwachsene.
Deswegen fördern wir Gesundheitskompetenz von Anfang an. „Gemeinsam gesund: Mensch-Tier-Umwelt“ ist ein Baustein für diese entscheidende Gesundheitskompetenz.
Kinder lernen dabei, wie ihr eigenes Wohlbefinden mit Umwelt und Ernährung zusammenhängt und Gesundheit ganzheitlich zu betrachten.
SVS-Obmann Peter Lehner: „'Gemeinsam gesund: Mensch-Tier-Umwelt' fördert das Naturbewusstsein. Kinder und Jugendliche erhalten Einblicke in die Landwirtschaft und erleben, wie Lebensmittel entstehen, sehen die Bedeutung von Tiergesundheit und lernen die Rolle von Natur und Umwelt besser verstehen. Das Projekt ist damit ein wichtiger Baustein für die Gesundheitskompetenz der jungen Menschen“, sagt SVS-Obmann Peter Lehner und beschreibt die Initiative als „Naturerlebnis mit Wissensvermittlung“. „Ausreichend Bewegung und gesunde, ausgewogene und am besten regionale Ernährung sind Eckpfeiler einer umfassenden Prävention. Aus gesunden Kindern werden gesunde Erwachsene“, betont Lehner.
Vom Feld auf den Teller
Was hat Landwirtschaft mit mir zu tun? Kinder wollen verstehen, wie die Welt funktioniert. Sie möchten wissen, wo Lebensmittel herkommen, wie Tiere leben und was jeder Einzelne für Umwelt und Klimaschutz beitragen kann. Auf dem Hof von Tanja Gaßner in Bad Kreuzen im Bezirk Perg finden sie Antworten auf viele dieser Fragen.
Auf dem biologisch geführten Familienbetrieb „Oberfrankenberger“ leben drei Generationen. Neben Mutterkühen und Mastschweinen werden auch verschiedene Kleintiere versorgt. In der Mostschänke „Speckalm“ und im Hofladen bieten die Gaßners ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse sowie Produkte aus der Region an.
„Als Biobäuerin erlebe ich täglich, wie eng die Gesundheit von Mensch und Tier sowie die Umwelt miteinander verbunden sind. Diese Erfahrungen möchte ich bei Workshops in Schulen und direkt bei uns am Hof an junge Menschen weitergeben. Sie sollen erkennen, dass bewusste Entscheidungen in Bezug auf Ernährung und Einkauf einen Unterschied machen, und zwar sowohl für die eigene Gesundheit als auch für unsere Umwelt. Vieles, was im Unterricht vermittelt wird, wird am Bauernhof greifbar: Was wächst auf unseren Feldern, wie werden Tiere gehalten und wie gelangen Lebensmittel vom Hof auf unseren Teller? Wenn Kinder diese Zusammenhänge selbst entdecken, wird aus Wissen echtes Verstehen. Diese Erfahrungen bleiben oft ein Leben lang in Erinnerung“, ist Tanja Gaßner überzeugt.
Auch wichtige Themen wie Biodiversität und Klimaschutz werden mit Schule am Bauernhof erlebbar. Gemeinsam gehen wir spannenden Fragen nach: Warum brauchen wir fruchtbare Böden? Welche Rolle spielen Insekten? Was geschieht mit einem Kuhfladen auf der Wiese? Und warum ist Kompost ein wichtiger Bestandteil natürlicher Kreisläufe? Die Kinder entdecken, dass selbst ein Kuhfladen Lebensraum für zahlreiche Insekten ist, die wiederum zur Bodenfruchtbarkeit beitragen. Sie erfahren, warum gesunde Böden Wasser speichern können und damit sowohl Trockenzeiten als auch Starkregen besser bewältigen. So wird verständlich, wie Klima, Artenvielfalt, Landwirtschaft und unsere Lebensmittelversorgung miteinander zusammenhängen.
Herzlich willkommen auf unserem Hof
„Als Schule am Bauernhof-Anbieterin und Seminarbäuerin freue ich mich darauf, gemeinsam mit Kindern und Pädagoginnen und Pädagogen zu entdecken, zu staunen und zu lernen. Denn die besten Lernerfahrungen entstehen dort, wo man selbst aktiv werden darf. Ich freue mich über Besucherinnen und Besucher“, betont Gaßner.
Kontakt
Familie Tanja Gaßner, Speckalm, Lehen 15, 4362 Bad Kreuzen, Tel.: 0676/821 252 184, E-Mail: mostschenke@speck-alm.at,
https://www.schuleambauernhof.at/betrieb/gassner-tanja/, https://www.speck-alm.at (Schluss)
Entwickelt wurde das Programm von der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) und dem Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) der Landwirtschaftskammer. Die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik brachte ihre Expertise in die Konzeption ein. Es entstand ein Bildungsangebot, das Gesundheitsförderung, Ernährungsbildung und Umweltbewusstsein miteinander verbindet und nachhaltiges Lernen am Bauernhof ermöglicht. Um möglichst vielen Kindern und Jugendliche den Zugang zu ermöglichen, werden die Lehrausgänge durch die Landesgesundheitsfonds gefördert. Das Angebot richtet sich an Kinder von 8 bis 13 Jahren – von der 2. Klasse Volksschule bis zur Mittelschule oder AHS-Unterstufe -– und kann sowohl von Schulen als auch von Horten, Sommerschulen und der schulischen Nachmittagsbetreuung in Anspruch genommen werden.
„Bäuerinnen und Bauern leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und zum Erhalt der Kulturlandschaft. Gleichzeitig sind landwirtschaftliche Betriebe wertvolle Lernorte, an denen Kinder und Jugendliche die Zusammenhänge von Ernährung, Landwirtschaft, Umwelt und Gesundheit unmittelbar erleben können. Beim Bildungsangebot ,Schule am Bauernhof‘ erleben die Kinder vor Ort die Arbeit auf einem Hof. So werden Zusammenhänge verständlich und die Wertschätzung für die heimische Landwirtschaft gestärkt“, ist Franz Waldenberger, Präsident der LK OÖ und Obmann Stellvertreter der SVS, überzeugt.
Mensch, Tier und Umwelt gemeinsam denken
Mit dem neuen Schwerpunkt „Gemeinsam gesund: Mensch – Tier – Umwelt“ wird Schule am Bauernhof um eine wichtige Perspektive erweitert. Kinder und Jugendliche erleben praxisnah, wie eng die Gesundheit von Menschen mit einer verantwortungsvollen Tierhaltung sowie dem sorgsamen Umgang mit Natur und Ressourcen verbunden ist.
Dabei werden aktuelle Herausforderungen greifbar: So beeinflussen längere Trockenperioden oder Starkregenereignisse die Verfügbarkeit von Futterpflanzen und die Bewirtschaftung der Flächen. Die Kinder erfahren, warum gesunde Böden Wasser speichern können, Grünflächen das Klima positiv beeinflussen und gesunde Tiere auf hochwertiges Futter und ausreichend Wasser angewiesen sind. Dadurch wird verständlich, wie eng Klima, Umwelt, Landwirtschaft und Gesundheit miteinander verknüpft sind.
„Als Landwirtschaftskammer ist es uns ein besonderes Anliegen, jungen Menschen einen authentischen Einblick in die heimische Landwirtschaft zu ermöglichen. ‚Schule am Bauernhof‘ schafft dafür ideale Voraussetzungen“, betont Waldenberger.
Wie groß das Interesse an diesem Bildungsangebot ist, zeigten die Zahlen des Schuljahres 2025/26: In Oberösterreich nahmen 1.120 Gruppen mit über 18.000 Kindern und Jugendlichen an „Schule am Bauernhof“ teil und erlebten die heimische Land- und Forstwirtschaft hautnah.
Bewusstsein für die Zukunft stärken
Durch unmittelbare Erfahrungen am Bauernhof entwickeln Kinder und Jugendliche ein besseres Verständnis für nachhaltiges Handeln und einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln und natürlichen Ressourcen. Sie lernen, welchen Beitrag sie selbst leisten können, beispielsweise durch den Einkauf regionaler und saisonaler Lebensmittel, die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung oder durch einen achtsamen Umgang mit Wasser und Energie.
„Wer versteht, wie viel Arbeit, Wissen und natürliche Ressourcen in unseren Lebensmitteln stecken, entwickelt Wertschätzung für Lebensmittel und trifft bewusstere Konsumentscheidungen. So stärkt das Programm Gesundheits-, Ernährungs- und Umweltkompetenz und schafft wichtige Grundlagen für eine gesunde und nachhaltige Zukunft“, ist Waldenberger überzeugt.
Erfolgreicher Start in Oberösterreich
Das neue Programm ‚Gemeinsam gesund: Mensch – Tier – Umwelt‘ wurde im Schuljahr 2025/26 bereits in sieben Bundesländern – Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, Wien, Burgenland, Kärnten und Tirol – erfolgreich umgesetzt. Ziel ist es, das Angebot künftig bundesweit auf Schule am Bauernhof-Betrieben zu etablieren.
In Oberösterreich ist das Interesse sowohl bei den landwirtschaftlichen Betrieben als auch bei den Schulen besonders groß. Von den derzeit 126 Schule am Bauernhof-Betrieben bieten bereits rund die Hälfte den neuen Schwerpunkt an. Damit konnte innerhalb kurzer Zeit eine flächendeckende Angebotsstruktur aufgebaut werden. Allein im vergangenen Schuljahr nutzten über 150 Gruppen mit mehr als 2.200 Kindern und Jugendlichen das Angebot ‚Gemeinsam gesund: Mensch – Tier – Umwelt‘.
Jetzt Termine für Lehrausgänge fixieren
Buchungsanfragen für das Schuljahr 2026/27 können bereits jetzt direkt an die Schule am Bauernhof-Anbieter gestellt werden. Alle Informationen und Buchungsmöglichkeiten finden Sie unter: www.schuleambauernhof.at/gemeinsam-gesund-mensch-tier-und-umwelt
„Gemeinsam gesund: Mensch-Tier-Umwelt“ fördert das Naturbewusstsein
70 Prozent der 10-jährigen haben bereits ein eigenes Smartphone. Nahezu alle 12-jährigen besitzen ein Smartphone. Die Screentime der 12-Jährigen beträgt durchschnittlich drei Stunden. Sie verbringen täglich drei Stunden mit ihrem Smartphone. Parallel dazu nimmt die Zeit, die Kinden draußen, im Freien verbringen radikal ab. Das hat – wie wir alle wissen – eine Vielzahl von Folgen. Eine davon ist, dass der Bezug zur Natur zurückgeht.
Gemeinsam gesund: Mensch-Tier-Umwelt wirkt hier aktiv entgegen. Es wird das Naturbewusstsein der Kinder und Jugendlichen gefördert. Die Kinder und Jugendlichen erhalten Einblicke in die Landwirtschaft und erleben, wo Lebensmittel herkommen und wie sie entstehen, wie wichtig Tiergesundheit ist, welche Rolle Natur und Umwelt spielen.
Das Projekt ist ein Naturerlebnis mit Wissensvermittlung. Es ist aktive Gesundheitsförderung.
Warum macht das die SVS?
Die SVS ist der Vorreiter in der Prävention. Und Prävention hat viele Dimensionen: das fängt beim Impfen an – als eine der effizientesten und erfolgreichsten Vorsorgemaßnahmen, die uns zur Verfügung steht. Das geht über Vorsorge-Untersuchungen: Hier hat die SVS mit dem Gesundheitscheck Junior ein besonderes Angebot: Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren haben damit die Möglichkeit einer individuellen Vorsorgeuntersuchung. Die dritte Säule der Prävention ist der gesunde Lebensstil. Dieser setzt sich vor allem aus zwei Komponenten zusammen: Bewegung und Ernährung.
Wir sind davon überzeugt, dass man mit einem gesunden Lebensstil am besten in früher Kindheit anfängt, damit sich keine schlechten Angewohnheiten einschleichen, die im Erwachsenenalter schwer zu ändern sind. Aus gesunden Kindern werden gesunde Erwachsene.
Deswegen fördern wir Gesundheitskompetenz von Anfang an. „Gemeinsam gesund: Mensch-Tier-Umwelt“ ist ein Baustein für diese entscheidende Gesundheitskompetenz.
Kinder lernen dabei, wie ihr eigenes Wohlbefinden mit Umwelt und Ernährung zusammenhängt und Gesundheit ganzheitlich zu betrachten.
SVS-Obmann Peter Lehner: „'Gemeinsam gesund: Mensch-Tier-Umwelt' fördert das Naturbewusstsein. Kinder und Jugendliche erhalten Einblicke in die Landwirtschaft und erleben, wie Lebensmittel entstehen, sehen die Bedeutung von Tiergesundheit und lernen die Rolle von Natur und Umwelt besser verstehen. Das Projekt ist damit ein wichtiger Baustein für die Gesundheitskompetenz der jungen Menschen“, sagt SVS-Obmann Peter Lehner und beschreibt die Initiative als „Naturerlebnis mit Wissensvermittlung“. „Ausreichend Bewegung und gesunde, ausgewogene und am besten regionale Ernährung sind Eckpfeiler einer umfassenden Prävention. Aus gesunden Kindern werden gesunde Erwachsene“, betont Lehner.
Vom Feld auf den Teller
Was hat Landwirtschaft mit mir zu tun? Kinder wollen verstehen, wie die Welt funktioniert. Sie möchten wissen, wo Lebensmittel herkommen, wie Tiere leben und was jeder Einzelne für Umwelt und Klimaschutz beitragen kann. Auf dem Hof von Tanja Gaßner in Bad Kreuzen im Bezirk Perg finden sie Antworten auf viele dieser Fragen.
Auf dem biologisch geführten Familienbetrieb „Oberfrankenberger“ leben drei Generationen. Neben Mutterkühen und Mastschweinen werden auch verschiedene Kleintiere versorgt. In der Mostschänke „Speckalm“ und im Hofladen bieten die Gaßners ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse sowie Produkte aus der Region an.
„Als Biobäuerin erlebe ich täglich, wie eng die Gesundheit von Mensch und Tier sowie die Umwelt miteinander verbunden sind. Diese Erfahrungen möchte ich bei Workshops in Schulen und direkt bei uns am Hof an junge Menschen weitergeben. Sie sollen erkennen, dass bewusste Entscheidungen in Bezug auf Ernährung und Einkauf einen Unterschied machen, und zwar sowohl für die eigene Gesundheit als auch für unsere Umwelt. Vieles, was im Unterricht vermittelt wird, wird am Bauernhof greifbar: Was wächst auf unseren Feldern, wie werden Tiere gehalten und wie gelangen Lebensmittel vom Hof auf unseren Teller? Wenn Kinder diese Zusammenhänge selbst entdecken, wird aus Wissen echtes Verstehen. Diese Erfahrungen bleiben oft ein Leben lang in Erinnerung“, ist Tanja Gaßner überzeugt.
Auch wichtige Themen wie Biodiversität und Klimaschutz werden mit Schule am Bauernhof erlebbar. Gemeinsam gehen wir spannenden Fragen nach: Warum brauchen wir fruchtbare Böden? Welche Rolle spielen Insekten? Was geschieht mit einem Kuhfladen auf der Wiese? Und warum ist Kompost ein wichtiger Bestandteil natürlicher Kreisläufe? Die Kinder entdecken, dass selbst ein Kuhfladen Lebensraum für zahlreiche Insekten ist, die wiederum zur Bodenfruchtbarkeit beitragen. Sie erfahren, warum gesunde Böden Wasser speichern können und damit sowohl Trockenzeiten als auch Starkregen besser bewältigen. So wird verständlich, wie Klima, Artenvielfalt, Landwirtschaft und unsere Lebensmittelversorgung miteinander zusammenhängen.
Herzlich willkommen auf unserem Hof
„Als Schule am Bauernhof-Anbieterin und Seminarbäuerin freue ich mich darauf, gemeinsam mit Kindern und Pädagoginnen und Pädagogen zu entdecken, zu staunen und zu lernen. Denn die besten Lernerfahrungen entstehen dort, wo man selbst aktiv werden darf. Ich freue mich über Besucherinnen und Besucher“, betont Gaßner.
Kontakt
Familie Tanja Gaßner, Speckalm, Lehen 15, 4362 Bad Kreuzen, Tel.: 0676/821 252 184, E-Mail: mostschenke@speck-alm.at,
https://www.schuleambauernhof.at/betrieb/gassner-tanja/, https://www.speck-alm.at (Schluss)
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