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Graz, 2. September 2026 (aiz.info)

Renaturierung: Steirische Agrarvertreter kritisieren massives "Goldplating"

FPÖ-Naturschutzlandesrat fordert eine 3,5-mal größere Fläche als vom Ministerium geplant – Kammer und Forstbetriebe warnen vor unfinanzierbaren Belastungen für die Bauern.

Wer zusätzliche Renaturierung bestellt, muss sie auch bezahlen. Die Finanzierung der Renaturierungsmaßnahmen ist zudem völlig offen. Weder Bund, Land noch die EU haben dafür entsprechende Budgetansätze. LK Steiermark-Präsident Andreas Steinegger und Carl Prinz von Croy, Obmann der Land&Forst Betriebe Steiermark, betonen: „Die heimischen Bäuerinnen, Bauern und Waldbewirtschafter sind für den freiwilligen Naturschutz, dessen Zusatzkosten und Bewirtschaftungseinschränkungen auch entsprechend abgegolten werden müssen. Wer zusätzliche Renaturierung bestellt, muss sie auch bezahlen.“ Und weiter: „Es ist nicht einzusehen, dass Bäuerinnen, Bauern und Waldbewirtschafter gesellschaftlich verursachte Lasten alleine stemmen sollen. Daher ist Freiwilligkeit und eine Abgeltung der Kosten unverzichtbar – die Gelder dafür dürfen nicht aus dem Agrarbudget kommen.“ 

Vorschlag mehrerer Naturschutzlandesräte ist absurd – Goldplating.

Für Steinegger und Croy ist es verstörend, dass einige Naturschutzlandesräte in den Bundesländern – unter anderem auch aus der Steiermark – entgegen der ausdrücklichen Empfehlung von Landwirtschaftskammer, Land&Forst Betriebe sowie Agrarressort des Landes Steiermark Goldplating betreiben wollen. So sollen 3,5-mal mehr Fläche renaturiert werden als von Bundesministerium vorgeschlagen. Statt bundesweit rund 133 km2 sollen sogar 454 km2 renaturiert werden. Steinegger und Croy: „Der freiheitliche Naturschutzlandesrat hängt damit den Bauern und Waldbewirtschaftern einen schweren Rucksack um.“ Für die Bäuerinnen, Bauern und Waldbewirtschafter ist dieses Goldplating inakzeptabel – für sie bedeutet das vor allem noch mehr Bürokratie, noch mehr Kosten und vermeidbarer Aufwand. 

Totschnig-Vorschlag ist realistisch – seit Jahrzehnten leisten heimische Bäuerinnen, Bauern und Waldbewirtschafter wichtigen Beitrag zur Renaturierung.

Bundesminister Norbert Totschnig hat den österreichischen Vorschlag zur Renaturierung nach Brüssel geschickt. „Dieser Vorschlag ist für die heimischen Bäuerinnen, Bauern und Waldbewirtschafter realistisch und auch in der Praxis mit Augenmaß umsetzbar“, betonen Landwirtschaftskammer Steiermark-Präsident Andreas Steinegger und Carl Prinz von Croy, Obmann der Land&Forst Betriebe Steiermark. Konkret berücksichtigt der von Bundesminister Totschnig eingebrachte Entwurf bestehende Leistungen, die Klimawandelanpassung wird gestärkt und die Maßnahmen basieren auf Freiwilligkeit. Schon seit Jahrzehnten leisten die steirischen Bäuerinnen, Bauern und Waldbewirtschafter einen wichtigen Beitrag zur Renaturierung – sie setzen freiwillig mit dem Österreichischen Umweltprogramm (ÖPUL) Umwelt-, Bodenschutz-, Biodiversitäts- und Klimaschutzleistungen sowie nachhaltige Forstwirtschaft um und sind hier auch Vorreiter in der EU. (Schluss) APA OTS 2026-09-02/09:04
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