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Linz, 2. Februar 2026 (aiz.info)

OÖ Bauernbund: EU-Agrarpolitik im Fokus

Spitzenfunktionäre im Austausch mit Bauernbund EU-Abgeordneten Alexander Bernhuber.

Bei der Spitzenfunktionäretagung des OÖ Bauernbundes mit EU-Abgeordneten Alexander Bernhuber standen zentrale aktuelle Herausforderungen für die heimische Land- und Forstwirtschaft im Mittelpunkt. Themen wie die Umsetzung einer EU-Herkunftskennzeichnung, das Mercosur-Abkommen, die Industrieemissionsrichtlinie, die EU-Entwaldungsverordnung sowie die Renaturierungsverordnung wurden intensiv diskutiert. Auch führende Vertreter des Bauernbundes aus den Bezirken nutzten die Gelegenheit, um Bernhuber ihre konkreten Forderungen und Anliegen für die weitere Arbeit auf EU-Ebene mitzugeben. 
  
Faire Rahmenbedingungen und EU-Herkunftskennzeichnung

„Unsere Bäuerinnen und Bauern leisten tagtäglich einen enormen Beitrag zur Versorgungssicherheit, zum Umwelt- und Klimaschutz. Sie produzieren Lebensmittel zu extrem hohen Standards. Daher müssen auch für Importe in die EU gleiche Standards gelten – alles andere ist ein unfairer Wettbewerb. Jetzt ist es endlich auch an der Zeit eine EU-weite Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Lebensmittel und für die Gastronomie, umzusetzen. Die Konsumenten sollen wissen, woher ihr Essen kommt – das schafft wahre Transparenz“, so Bernhuber. 
  
Bauernbund: Praxisnähe statt Überregulierung 

OÖ Bauernbund-Landesobfrau Landesrätin Michaela Langer-Weninger unterstrich die Bedeutung eines geschlossenen Auftretens gegenüber Brüssel: „Unsere Bäuerinnen und Bauern erwarten sich von der EU-Politik Lösungen, die in der Praxis funktionieren. Regelungen wie die EU-Industrieemissionsrichtlinie dürfen nicht an der Realität der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe vorbeigehen“, betonte Langer-Weninger und fordert, dass bäuerliche Familienbetriebe davon ausgenommen sowie die Schwellenwerte erhöht werden und damit die heimische kleinstrukturierte Landwirtschaft nicht zu Industrieanlagen umgemünzt werden. 
  
Besonders wichtig sei es, die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Landwirtschaft zu sichern: „Wir bekennen uns klar zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz – aber mit Augenmaß. Wer immer neue Auflagen schafft, ohne Alternativen oder Ausgleich, gefährdet unsere Bäuerinnen und Bauern und auch die regionale Lebensmittelproduktion. Darum fordern wir ausreichende Mittel für ein künftiges starkes und eigenständiges EU-Agrarbudget“, so die Landesobfrau. 
  
Klare Botschaften für Brüssel
 
Die anwesenden Bauernbund-Spitzenfunktionäre gaben dem EU-Abgeordneten klare Forderungen mit auf den Weg: weniger Bürokratie, mehr Planungssicherheit und eine stärkere Berücksichtigung der bäuerlichen Praxis. Alexander Bernhuber sicherte zu, diese Anliegen weiterhin mit Nachdruck in Brüssel zu vertreten: „Ich nehme die Forderungen sehr ernst. Mein Ziel ist es, der Stimme unserer Bäuerinnen und Bauern auf EU-Ebene permanent Gehör zu verschaffen und für gute Rahmenbedingungen zu kämpfen“, so Bernhuber abschließend. (Schluss)
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