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St. Pölten, 12. März 2026 (aiz.info)

NÖ Bauernbund warnt vor leeren Supermarktregalen

Nemecek: "Versorgungssicherheit gibt es nicht zum Nulltarif"

Morgen, am Freitag, dem 13. März, wurde 2020 in Österreich der erste Lockdown zu Beginn der Coronapandemie angekündigt. Viele Menschen erinnern sich noch gut an die Bilder: übervolle Einkaufswägen, Hamsterkäufe von Nudeln, Mehl und Toilettenpapier, leere Regale und große Unsicherheit darüber, wie stabil unsere Lebensmittelversorgung wirklich ist.

Anlässlich dieses „Tages der leeren Regale“ mahnt der NÖ Bauernbund, die notwendigen Lehren aus dieser ereignisreichen Zeit zu ziehen. Die Aufrechterhaltung der sicheren Versorgung mit Lebensmitteln ist für Direktor Paul Nemecek heute aktueller denn je: „Diese Zeit hat uns gezeigt, wie verwundbar und abhängig unsere globalisierte Welt geworden ist. Doch während vieles stillstand, haben unsere Bauern damals weitergearbeitet und die Menschen sicher versorgt.“
Aus der Vergangenheit lernen

Traurige Bestätigung der Bauernbund-Linie ist einmal mehr die Eskalation im Iran. Steigende Energiepreise, unsichere Handelsrouten und angespannte Märkte wirken sich unmittelbar auf die Lieferketten aus. Gerade diese geopolitisch unsichere Zeit zeigt uns deutlich: „Abhängigkeiten, wie bei Öl und Gas, können rasch teuer und gefährlich werden. Bei der Versorgung mit Lebensmitteln darf dieser Fehler nicht passieren“, so der niederösterreichische Bauernvertreter.

Versorgungssicherheit darf nicht verschleudert werden

Die heimische Landwirtschaft ist für Nemecek weit mehr als ein Wirtschaftssektor: „Landwirtschaft ist strategische Infrastruktur. Wenn wir unsere Lebensmittelproduktion und damit die sichere Versorgung mit Lebensmitteln verlieren, machen wir uns abhängig von Importen. Versorgungssicherheit gibt es aber nicht zum Nulltarif. Österreich und Europa brauchen starke Bauern. Dazu gehört auch, dass unseren bäuerlichen Familien faire Preise bezahlt werden. Mit Schleuderpreisen wird man die Versorgungssicherheit nicht aufrechterhalten können.“

Konkrete Forderungen dazu werden laut Nemecek derzeit, auch anlässlich des 120-jährigen Bestands des NÖ Bauernbundes, im direkten Kontakt mit der Basis erarbeitet, denn das sei „die Art, wie im Bauernbund Politik gemacht wird.“ (Schluss)
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