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Wien, 12. März 2026 (aiz.info)

Iran-Krieg verteuert Stadtlandwirtschaft: Mit Steuersenkung gegensteuern

Norbert Walter: Nun rasch handeln - Frühjahrsarbeit besonders Energie-intensiv

„Der Iran-Krieg verteuert die Energieproduktion für die Wiener Stadtlandwirtschaft enorm. Dieser Kostendruck kommt zudem noch zu einer Zeit, in der die besonders Energie-intensive Frühjahrsproduktion - vor allem im Gartenbau - und der Frühjahrsanbau und die Pflegemaßnahmen im Ackerbau anfallen. Hier muss ohne Zeitverzögerung gehandelt werden. Steuern sind kein Selbstzweck und können nun verwendet werden, um gegenzusteuern: Dabei ist eine temporäre Aussetzung der CO2-Abgabe und die Senkung der Energieabgaben ebenso denkbar wie die Streichung der Umsatzsteuer für Agrardiesel. Allein diese Maßnahmen könnten den Preis für Diesel um rund 25 Prozent senken. Das EU-Land Kroatien hat in dieser Situation ihrer Landwirtschaft mit der Einführung eines „Blauen Diesels“ zu niedrigeren Preisen geholfen. Das Frühjahr ist bereits da, die Natur wartet nicht. Gartenbau-, Gemüsebau- und Landwirtschaftsbetriebe müssen jetzt ihre Arbeiten erledigen. Instrumente zur Entlastung der Stadtlandwirtschaft gibt es, wie man sieht, mehrere, die Regierung ist nun aufgefordert, diese auch unverzüglich anzuwenden“, verlangte LK Wien-Präsident Norbert Walter.

„Gerade im Garten- und im Gemüsebau ist die Energie der mit Abstand größte Kostenanteil. Energie wird gebraucht für Heizung, Kühlung, Bewässerung, Transport und die gesamte Logistik. Daher treffen Krisen, wie der russische Überfall auf die Ukraine oder jetzt der Iran-Krieg, die zu einer Verteuerung der Energie führen, diese Betriebszweige besonders stark. Wenn Steuern dazu dienen, gewisse Entwicklungen zu steuern, so müssen sie nun dafür eingesetzt werden, den Kostendruck, der die Stadtlandwirtschaft grundlegend gefährdet, dadurch zu mindern, dass man Steuern und Abgaben senkt oder für eine gewisse Zeit gänzlich aussetzt. An die Stadt Wien appellierte Walter, das Erdwärmeprojekt beschleunigt voranzutreiben, um in Zukunft unabhängiger von importierter Energie und internationalen Krisensituationen zu sein. Glaubwürdige Politik erkennt man nicht daran, dass sie sich in guten Zeiten wortreich zur heimischen und regionalen Produktion bekennt, sondern dass sie in Krisenzeiten eben dieser Produktion rasch und unbürokratisch Hilfe gewährt. Und diese Nagelprobe steht nun an“, so der LK Wien-Präsident. (Schluss)
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