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Wien, 26. Juni 2026 (aiz.info)

Moosbrugger für mehr Herkunftstransparenz in der Gastronomie

Gemeinsames Projekt von Landwirtschafts- und Wirtschaftskammer soll Basis schaffen

"Landwirtschaftskammer und Wirtschaftskammer haben seit dem Frühjahr ein gemeinsames Projekt initiiert, um fachliche Grundlagen einer einfachen, praxistauglichen, transparenten und flächendeckenden Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie zu erarbeiten“, betont Landwirtschaftskammer Österreich-Präsident Josef Moosbrugger zur heutigen Erklärung der Regierung in Sachen Herkunftskennzeichnung. „Zuvor wurde immer nur öffentlich thematisiert, was nicht geht, aber nie im Detail untersucht, wie ein System konkret funktionieren könnte. Das soll sich nun ändern“, zeigt sich Moosbrugger optimistisch.

„Alles, was mehr Herkunftstransparenz auf unseren Speisekarten und Tellern bringt, wird von uns befürwortet“, so der LKÖ-Präsident - im Sinne von Bäuerinnen und Bauern, Konsumentinnen und Konsumenten.

„Ziel ist ein einfaches, automatisiertes System, das für die Gastronomie praktikabel und unbürokratisch ist, aber unzweifelhaft Auskunft gibt, woher die tierischen Primärzutaten Milch, Fleisch und Eier kommen. Mit dem LKÖ-Projekt ‚Gut zu Wissen‘, das eine ausgezeichnete Basis für die bereits verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung darstellt, haben wir hier erhebliche Vorarbeit geleistet und sind auch für Weiterentwicklungen gut gerüstet“, so Moosbrugger zuversichtlich.

„Unser Ziel als Landwirtschaft ist klar: Wir wollen mehr Transparenz auf den Tellern und den Verbraucherinnen und Verbrauchern ein rot-weiß-rotes Konsumbekenntnis ermöglichen. Unzählige Wirtschaftsbereiche, allen voran Tourismus und Gastronomie, profitieren von den vielfältigen bäuerlichen Leistungen - vom Boden- bis zum Neusiedlersee. Das muss auch umgekehrt der Fall sein“, hebt der LKÖ-Präsident hervor.

„Klar ist aber auch, dass ein solcher Schritt nicht von heute auf morgen passieren kann, viel Detailarbeit erfordert und für alle Beteiligten praktikabel umsetzbar sein muss. Durchgängige Transparenz wird nur funktionieren, wenn sie auch durchgängige Akzeptanz findet. Alles andere wäre zum Scheitern verurteilt. Wir befürworten daher ein Stufensystem und stehen gerne mit unserem Knowhow zur Verfügung“, so Moosbrugger.

Im Rahmen des von der LKÖ initiierten Projekts „Gut zu Wissen“ werden mittlerweile 94,5 Mio. Essensportionen bei 1.280 teilnehmenden Unternehmen bzw. Standorten der Gemeinschaftsverpflegung, Hotellerie und Gastronomie mit einer transparenten Herkunftskennzeichnung bei Milch, Fleisch und Eiern versehen. (Schluss) APA OTS 2026-06-26/11:55
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