Milchpreis im Sinkflug: Steirische Bauern unter massivem Druck
Minus von über 18% innerhalb weniger Monate
Der Steirische Bauernbund schlägt angesichts der aktuellen Entwicklungen am Milchmarkt Alarm: Der Milchpreis für heimische Bauern ist dramatisch eingebrochen und bringt viele Betriebe zunehmend an den Rand ihrer wirtschaftlichen Existenz. Während der Bruttomilchpreis im November 2025 noch bei 60,30 Cent pro Kilogramm lag, beträgt er mit März 2026 nur noch 49,31 Cent pro Kilogramm. Das entspricht einem Rückgang von rund 18,2 Prozent in kürzester Zeit.
Diese Entwicklung trifft die steirischen Milchbäuerinnen und Milchbauern besonders hart, da gleichzeitig die Kosten durch den Irankrieg weiter steigen. Energie, Treibstoff und Betriebsmittelpreise belasten die Betriebe zunehmend, während die Erlöse immer weiter sinken. Die wirtschaftliche Schere geht damit immer weiter auseinander – und gefährdet zunehmend die Zukunft der heimischen Milchproduktion.
Preiskampf im Handel entwertet heimische Qualität
Zusätzlich verschärft wird die Situation durch den anhaltenden Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel. Milch und Milchprodukte werden immer häufiger zu Lockartikeln gemacht und zu Schleuderpreisen angeboten. Aktuell wird in einem großen Diskonter etwa hochwertige AMA-Milch um 0,95 Euro pro Liter statt 1,69 Euro verkauft, auch AMA-Butter wird mit 1,59 Euro für ein Viertelkilo statt 2,69 Euro massiv verbilligt. In einem anderen Diskonter gibt es ausländische Butter schon um € 0,99 das Viertelkilo. Solche Aktionen entwerten hochwertige heimische Lebensmittel und erhöhen den Druck entlang der gesamten Wertschöpfungskette – letztlich auf Kosten der bäuerlichen Familienbetriebe.
„Wir arbeiten jeden Tag mit höchstem Einsatz, investieren in Tierwohl, Qualität und Nachhaltigkeit – und am Ende bleibt immer weniger übrig. So kann es einfach nicht weitergehen. Wir wollen weiterhin die Versorgungssicherheit mit bester Qualität sicherstellen, doch ohne ausreichenden Deckungsbeitrag wird das auf lange Sicht unmöglich“, bringt Milchbauer Richard Judmaier die Situation auf den Punkt.
Auch Bauernbund-Direktor Bernd Brodtrager warnt eindringlich: „Der massive Preiseinbruch bei gleichzeitig steigenden Kosten bringt viele Betriebe an ihre Grenzen. Wenn beste heimische Milch im Handel zur Lockware wird, dann gerät das gesamte System unter Druck – am Ende zahlen die Bäuerinnen und Bauern die Rechnung.“
Schleuderpreise stoppen – jetzt handeln
Der Steirische Bauernbund unterstützt ausdrücklich die „Schleuderpreise stoppen“-Kampagne des Österreichischer Bauernbund und fordert ein klares Umdenken im Umgang mit heimischen Lebensmitteln. Es braucht faire Erzeugerpreise, die sich an den tatsächlichen Produktionskosten orientieren, ein Ende der Schleuderaktionen bei Milch und Milchprodukten sowie mehr Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Gleichzeitig muss der Lebensmitteleinzelhandel seiner Verantwortung gerecht werden und sicherstellen, dass ein fairer Anteil der Wertschöpfung bei den bäuerlichen Betrieben ankommt, während regionale Produkte gezielt gestärkt werden.
„Heimische Milch steht für Qualität, Regionalität und höchste Standards – sie darf nicht zur Billigware verkommen. Wer die steirische Landwirtschaft erhalten will, muss auch bereit sein, faire Preise zu akzeptieren. Ohne ein rasches Umdenken ist die Zukunft der Milchbauern ernsthaft gefährdet“, so Brodtrager und Judmaier.
Kampagne „Schleuderpreise stoppen“
Der Österreichische Bauernbund setzt sich mit der Kampagne „Schleuderpreise stoppen“ für einen fairen Anteil an der Wertschöpfung für bäuerliche Familienbetriebe ein. Unterstützen kann man die Kampagne durch die Unterzeichnung der Petition unter schleuderpreise-stoppen.at. (Schluss)
Diese Entwicklung trifft die steirischen Milchbäuerinnen und Milchbauern besonders hart, da gleichzeitig die Kosten durch den Irankrieg weiter steigen. Energie, Treibstoff und Betriebsmittelpreise belasten die Betriebe zunehmend, während die Erlöse immer weiter sinken. Die wirtschaftliche Schere geht damit immer weiter auseinander – und gefährdet zunehmend die Zukunft der heimischen Milchproduktion.
Preiskampf im Handel entwertet heimische Qualität
Zusätzlich verschärft wird die Situation durch den anhaltenden Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel. Milch und Milchprodukte werden immer häufiger zu Lockartikeln gemacht und zu Schleuderpreisen angeboten. Aktuell wird in einem großen Diskonter etwa hochwertige AMA-Milch um 0,95 Euro pro Liter statt 1,69 Euro verkauft, auch AMA-Butter wird mit 1,59 Euro für ein Viertelkilo statt 2,69 Euro massiv verbilligt. In einem anderen Diskonter gibt es ausländische Butter schon um € 0,99 das Viertelkilo. Solche Aktionen entwerten hochwertige heimische Lebensmittel und erhöhen den Druck entlang der gesamten Wertschöpfungskette – letztlich auf Kosten der bäuerlichen Familienbetriebe.
„Wir arbeiten jeden Tag mit höchstem Einsatz, investieren in Tierwohl, Qualität und Nachhaltigkeit – und am Ende bleibt immer weniger übrig. So kann es einfach nicht weitergehen. Wir wollen weiterhin die Versorgungssicherheit mit bester Qualität sicherstellen, doch ohne ausreichenden Deckungsbeitrag wird das auf lange Sicht unmöglich“, bringt Milchbauer Richard Judmaier die Situation auf den Punkt.
Auch Bauernbund-Direktor Bernd Brodtrager warnt eindringlich: „Der massive Preiseinbruch bei gleichzeitig steigenden Kosten bringt viele Betriebe an ihre Grenzen. Wenn beste heimische Milch im Handel zur Lockware wird, dann gerät das gesamte System unter Druck – am Ende zahlen die Bäuerinnen und Bauern die Rechnung.“
Schleuderpreise stoppen – jetzt handeln
Der Steirische Bauernbund unterstützt ausdrücklich die „Schleuderpreise stoppen“-Kampagne des Österreichischer Bauernbund und fordert ein klares Umdenken im Umgang mit heimischen Lebensmitteln. Es braucht faire Erzeugerpreise, die sich an den tatsächlichen Produktionskosten orientieren, ein Ende der Schleuderaktionen bei Milch und Milchprodukten sowie mehr Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Gleichzeitig muss der Lebensmitteleinzelhandel seiner Verantwortung gerecht werden und sicherstellen, dass ein fairer Anteil der Wertschöpfung bei den bäuerlichen Betrieben ankommt, während regionale Produkte gezielt gestärkt werden.
„Heimische Milch steht für Qualität, Regionalität und höchste Standards – sie darf nicht zur Billigware verkommen. Wer die steirische Landwirtschaft erhalten will, muss auch bereit sein, faire Preise zu akzeptieren. Ohne ein rasches Umdenken ist die Zukunft der Milchbauern ernsthaft gefährdet“, so Brodtrager und Judmaier.
Kampagne „Schleuderpreise stoppen“
Der Österreichische Bauernbund setzt sich mit der Kampagne „Schleuderpreise stoppen“ für einen fairen Anteil an der Wertschöpfung für bäuerliche Familienbetriebe ein. Unterstützen kann man die Kampagne durch die Unterzeichnung der Petition unter schleuderpreise-stoppen.at. (Schluss)
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