Landwirtschaft entlasten - stabile Lebensmittelpreise sichern
LRin Langer-Weninger: "Regionale Landwirtschaft ist Verantwortung - und wer uns ernährt, verdient unseren Rückhalt."
Unsere Bäuerinnen und Bauern sorgen täglich für unsere Lebensgrundlage. Gleichzeitig leisten sie einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer Natur. Davon profitieren wir alle: gesunde Ernährung, prägende Kulturlandschaften und hohe Lebensqualität am Land. Doch die heimische Landwirtschaft steht erneut unter enormen Druck. Sinkende Erzeugerpreise treffen auf explodierende Produktionskosten, zunehmender Wettbewerbsdruck verschärft die Lage und rasant steigende Energiepreise drängen viele bäuerliche Familienbetriebe in die Ecke. Besonders spürbar sind die Kosten für Treibstoffe und Düngemittel: Letztere machen inzwischen bis zu 30 Prozent der Produktionskosten aus und zählen damit zu den größten Preistreibern in der Produktion. Diese Entwicklung bedroht nicht nur einzelne Höfe, sondern gefährdet die Zukunft des ländlichen Raumes als Ganzes.
„Die Statistik Austria zeigt: In Österreich sind die Lebensmittelpreise im EU-Vergleich noch moderat, und der Anteil der Ausgaben für Lebensmittel ist in den letzten Jahren auf 11,6 Prozent gesunken. Unsere Bäuerinnen und Bauern sorgen tagtäglich für beste Qualität auf den Tellern der Menschen. Doch die aktuellen Achterbahnfahrten im Agrarsektor – steigende Produktionskosten, Energiepreise und Düngemittelpreise – schnüren ihnen zunehmend die Luft ab. Deshalb brauchen wir jetzt gezielte Entlastungen für unsere bäuerlichen Familienbetriebe: Das sichert unsere Ernährungssouveränität, schafft faire Rahmenbedingungen für die heimische Landwirtschaft und entlastet die Geldtaschen der Menschen in unserem Land“, betont Oberösterreichs Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.
Düngemittel: EU-Maßnahmen nachschärfen
Der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) ist ein neues Instrument der EU aus dem Klimapaket „Fit for 55“. Er soll dafür sorgen, dass Produkte aus dem Ausland ähnliche CO₂-Kosten haben wie Produkte, die in der EU hergestellt werden. Für die Landwirtschaft hat das jedoch eine Nebenwirkung: Düngemittel werden dadurch teurer. Diese höheren Kosten geben die Hersteller an die Landwirte weiter, sodass Betriebe mehr für Dünger bezahlen müssen. Zusätzlich verschärfen bestehende Zölle die Situation auf dem Weltmarkt. Dadurch kann die Versorgung schwieriger werden und die Preise steigen weiter.
LRin Michaela Langer-Weninger unterstützt daher das von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig eingebrachte Maßnahmenpaket, das beim vergangenen EU-Agrarministerrat auch von zwölf weiteren Mitgliedstaaten getragen wurde.
Gefordert werden:
• Vorübergehende Aussetzung des CO₂-Grenzausgleichs (CBAM) für Düngemittel, bis die Funktionsfähigkeit sichergestellt ist.
• Fairer Ausgleich für Wettbewerbsnachteile: Während CBAM die europäische Düngemittelindustrie richtigerweise schützt, werden die zusätzlichen Kosten direkt auf die Landwirtinnen und Landwirte abgewälzt. Daher ist ein Mechanismus notwendig, der die Landwirtschaft für diesen Wettbewerbsnachteil entschädigt.
• Mehr Transparenz am Düngemittelmarkt: Österreich fordert eine gemeinsame EU-Strategie zur Sicherung der Düngemittelversorgung, zur Verbesserung der Markttransparenz und zur Gewährleistung eines fairen Wettbewerbs.
• Verpflichtende Folgenabschätzung für die Landwirtschaft: Künftige EU-Maßnahmen müssen im Hinblick auf die Auswirkungen für die Landwirtschaft geprüft werden.
• Vorübergehende Aussetzung von Zöllen: Neben dem CO₂-Grenzausgleich verschärfen auch Meistbegünstigungs- sowie Antidumpingzölle den Preisdruck. Diese Zölle sollen vorübergehend ausgesetzt werden.
Bodenbewirtschaftungsbeitrag: Verlängerung notwendig
Mit der ökosozialen Steuerreform wurde eine CO₂-Bepreisung für fossile Energieträger eingeführt. Für die Landwirtschaft wurde gleichzeitig eine Rückvergütung der CO₂-Kosten für Agrardiesel sowie eine temporäre zusätzliche Agrardieselvergütung beschlossen – Maßnahmen, die Ende 2025 ausgelaufen sind. Ohne diese Unterstützungen drohen den landwirtschaftlichen Betrieben deutlich steigende Produktionskosten, da praxistaugliche Diesel-Alternativen bisher nicht verfügbar sind.
LRin Langer-Weninger richtet daher eine Forderung an das Finanzministerium:
• Fortführung bzw. dauerhafte Verankerung eines Bodenbewirtschaftungsbeitrages in Form einer CO₂-Rückvergütung
• Umsetzung der Zusagen im Regierungsprogramm für mehr Planungssicherheit
„Unsere Landsleute sollen weiterhin von unserer familiengeführten Landwirtschaft profitieren. Deshalb müssen wir ihnen das Wirtschaften weiterhin ermöglichen. Nur mit fairen Rahmenbedingungen können unsere Bäuerinnen und Bauern weiterhin die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln sichern und stabile Preise für die Bevölkerung gewährleisten. Denn Heimat braucht: Weitblick, Ursprung und Sicherheit – damit Zukunft dort möglich bleibt, wo heute schon so viel geleistet wird“, so Langer-Weninger abschließend. (Schluss)
„Die Statistik Austria zeigt: In Österreich sind die Lebensmittelpreise im EU-Vergleich noch moderat, und der Anteil der Ausgaben für Lebensmittel ist in den letzten Jahren auf 11,6 Prozent gesunken. Unsere Bäuerinnen und Bauern sorgen tagtäglich für beste Qualität auf den Tellern der Menschen. Doch die aktuellen Achterbahnfahrten im Agrarsektor – steigende Produktionskosten, Energiepreise und Düngemittelpreise – schnüren ihnen zunehmend die Luft ab. Deshalb brauchen wir jetzt gezielte Entlastungen für unsere bäuerlichen Familienbetriebe: Das sichert unsere Ernährungssouveränität, schafft faire Rahmenbedingungen für die heimische Landwirtschaft und entlastet die Geldtaschen der Menschen in unserem Land“, betont Oberösterreichs Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.
Düngemittel: EU-Maßnahmen nachschärfen
Der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) ist ein neues Instrument der EU aus dem Klimapaket „Fit for 55“. Er soll dafür sorgen, dass Produkte aus dem Ausland ähnliche CO₂-Kosten haben wie Produkte, die in der EU hergestellt werden. Für die Landwirtschaft hat das jedoch eine Nebenwirkung: Düngemittel werden dadurch teurer. Diese höheren Kosten geben die Hersteller an die Landwirte weiter, sodass Betriebe mehr für Dünger bezahlen müssen. Zusätzlich verschärfen bestehende Zölle die Situation auf dem Weltmarkt. Dadurch kann die Versorgung schwieriger werden und die Preise steigen weiter.
LRin Michaela Langer-Weninger unterstützt daher das von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig eingebrachte Maßnahmenpaket, das beim vergangenen EU-Agrarministerrat auch von zwölf weiteren Mitgliedstaaten getragen wurde.
Gefordert werden:
• Vorübergehende Aussetzung des CO₂-Grenzausgleichs (CBAM) für Düngemittel, bis die Funktionsfähigkeit sichergestellt ist.
• Fairer Ausgleich für Wettbewerbsnachteile: Während CBAM die europäische Düngemittelindustrie richtigerweise schützt, werden die zusätzlichen Kosten direkt auf die Landwirtinnen und Landwirte abgewälzt. Daher ist ein Mechanismus notwendig, der die Landwirtschaft für diesen Wettbewerbsnachteil entschädigt.
• Mehr Transparenz am Düngemittelmarkt: Österreich fordert eine gemeinsame EU-Strategie zur Sicherung der Düngemittelversorgung, zur Verbesserung der Markttransparenz und zur Gewährleistung eines fairen Wettbewerbs.
• Verpflichtende Folgenabschätzung für die Landwirtschaft: Künftige EU-Maßnahmen müssen im Hinblick auf die Auswirkungen für die Landwirtschaft geprüft werden.
• Vorübergehende Aussetzung von Zöllen: Neben dem CO₂-Grenzausgleich verschärfen auch Meistbegünstigungs- sowie Antidumpingzölle den Preisdruck. Diese Zölle sollen vorübergehend ausgesetzt werden.
Bodenbewirtschaftungsbeitrag: Verlängerung notwendig
Mit der ökosozialen Steuerreform wurde eine CO₂-Bepreisung für fossile Energieträger eingeführt. Für die Landwirtschaft wurde gleichzeitig eine Rückvergütung der CO₂-Kosten für Agrardiesel sowie eine temporäre zusätzliche Agrardieselvergütung beschlossen – Maßnahmen, die Ende 2025 ausgelaufen sind. Ohne diese Unterstützungen drohen den landwirtschaftlichen Betrieben deutlich steigende Produktionskosten, da praxistaugliche Diesel-Alternativen bisher nicht verfügbar sind.
LRin Langer-Weninger richtet daher eine Forderung an das Finanzministerium:
• Fortführung bzw. dauerhafte Verankerung eines Bodenbewirtschaftungsbeitrages in Form einer CO₂-Rückvergütung
• Umsetzung der Zusagen im Regierungsprogramm für mehr Planungssicherheit
„Unsere Landsleute sollen weiterhin von unserer familiengeführten Landwirtschaft profitieren. Deshalb müssen wir ihnen das Wirtschaften weiterhin ermöglichen. Nur mit fairen Rahmenbedingungen können unsere Bäuerinnen und Bauern weiterhin die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln sichern und stabile Preise für die Bevölkerung gewährleisten. Denn Heimat braucht: Weitblick, Ursprung und Sicherheit – damit Zukunft dort möglich bleibt, wo heute schon so viel geleistet wird“, so Langer-Weninger abschließend. (Schluss)
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