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Wien, 3. September 2026 (aiz.info)

Kinder mit dem Wald vertraut machen: Internationaler Waldpädagogikkongress gestartet

Vom 31. August bis 3. September 2026 findet am Waldcampus Traunkirchen der 20. Internationale Waldpädagogikkongress statt.

Rund 75 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 17 Nationen tauschen sich zum Thema Waldpädagogik, Forschung und Biodiversität intensiv aus. Neben Vorträgen, Workshops und Exkursionen fördert der Kongress wertvolle Diskussionen zu Wald- und Umweltbildung.

Bundesminister Norbert Totschnig: „Der Wald ist Lebensraum, Klimaschützer, Erholungsraum und Wirtschaftsfaktor zugleich. Deshalb ist es mir wichtig, dass jedes Schulkind in Österreich zumindest einmal während seiner Schulzeit die Möglichkeit bekommt, den Wald nicht nur aus dem Klassenzimmer, sondern direkt vor Ort zu erleben. Waldpädagoginnen und Waldpädagogen vermitteln dabei Wissen, schaffen Verständnis für nachhaltige Bewirtschaftung und zeigen, welche zentrale Bedeutung unsere Wälder für die gesamte Gesellschaft haben. Dieses Angebot unterstützen wir seit mehr als 25 Jahren gezielt und erfolgreich. Mit rund einer Million Euro pro Jahr fördern wir jährlich etwa 6.000 waldpädagogische Ausgänge. Damit investieren wir ganz bewusst in Wissen, Naturverständnis und in die nächste Generation.“

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft unterstützt die Waldpädagogik in Österreich mit rund einer Million Euro pro Jahr. Damit können jährlich bis zu 6.000 waldpädagogische Ausgänge gefördert werden. Ziel ist es, insbesondere Kindern und Jugendlichen einen direkten Zugang zum Ökosystem Wald zu ermöglichen.

Bewährtes Konzept und internationaler Wissensaustausch

In der Traunsee-Region wurde die Waldpädagogik in Österreich im Jahre 1990, unterstützt durch das damalige Landwirtschaftsministerium, aus der Taufe gehoben. 1994 startete an der Forstlichen Ausbildungsstätte Ort der erste vierzigstündige Waldpädagogikkurs. Seit 2004 wird an den Österreichischen Forstlichen Ausbildungsstätten der Modulare Zertifikatslehrgang Waldpädagogik angeboten. Das Besondere an dieser Ausbildung ist, dass diese für alle Personen offen ist.

Die Forstsektion des Bundesministeriums war im Jahre 2006 gemeinsam mit Deutschland maßgeblich an der Gründung des Europanetzwerkes Waldpädagogik beteiligt. Seit 2008 ist dieses Netzwerk eine Unterarbeitsgruppe der Forstlichen Öffentlichkeitsarbeiter Europas (UN ECE FAO Forest Communicators Network - Sub Group Forest Pedagogics). So wird das Fachwissen an Interessierte in ganz Europa weitergegeben.

BMLUK unterstützt waldbezogene Bildung

Im Rahmen des internationalen Kongresses, der bereits zum zweiten Mal in Österreich stattfindet, verwies das Bundesministerium auf die Wichtigkeit der Wald- und Umweltbildung für Kinder und Jugendliche sowie die Stärkung der Verbindung zum Wald.

48 % der Fläche Österreichs ist von Wald bedeckt, davon sind 80 % Privatwälder. Aus diesem Grund gibt es zahlreiche private Initiativen von Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern im Bereich der forstlichen Bildung in den Regionen.
Derzeit gibt es in Österreich rund 800 aktive zertifizierte Waldpädagoginnen und Waldpädagogen, die Schulklassen zu verschiedenen Jahreszeiten mit dem Wald vertraut machen.

Das BMLUK unterstützt auch weiterhin die waldbezogene Bildung in Österreich und Europa und arbeitet gemeinsam mit den Netzwerken stetig an verbesserten Ausbildungsstandards, Weiterbildungen sowie an der Qualitätssicherung im Unterricht. (Schluss)
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