Zum Content springen
Neue Suche

Absender

Empfänger

Leverkusen, 3. September 2026 (aiz.info)

Bayer bestätigt Spartenziele

Bringt neue Agrar-Hoffnungsträger auf den Markt

Der deutsche Pharma- und Agrarkonzern Bayer treibt die Neuausrichtung seiner Agrarsparte voran und bringt die ersten von zehn geplanten Blockbuster-Produkten auf den Markt. Ein neues Insektizid sei in Kolumbien eingeführt worden, während ein Anbausystem für niedrig wachsenden Mais in diesem Jahr in Argentinien an den Start gehe, teilte der Leverkusener Konzern anlässlich eines Investorentages mit, wie die APA berichtet.

Im kommenden Jahr folge in den USA und Kanada die Markteinführung von neuem Sojasaatgut, das unempfindlich gegen bestimmte Unkrautvernichter ist. Zusammen mit einer weiteren, für die Anbausaison 2027/2028 in Brasilien geplanten Soja-Variante traut Bayer allein diesen neuen Soja-Produkten einen jährlichen Spitzenumsatz von mehr als drei Milliarden Euro zu. "Wir liefern, was wir versprochen haben", sagte Crop-Science-Chef Rodrigo Santos.

Die Markteinführungen sind Teil eines im Frühjahr 2025 aufgelegten Fünfjahresplans für die Agrarsparte Crop Science. Bisher seien knapp 400 Millionen Euro eingespart und die Lagerbestände um 500 Millionen Euro abgebaut worden. Zudem habe sich Bayer von fünf Wirkstoffen getrennt und mehr als 100 Pflanzenschutzmittel aus dem Angebot genommen. Gleichzeitig bekräftigte der Vorstand die im vergangenen Jahr ausgegebenen mittelfristigen Finanzziele für die Sparte.

Umsatz soll bis 2030 um 3,5 Mrd. Euro steigen

Demnach soll der Umsatz bis zum Ende des Jahrzehnts über dem Marktniveau wachsen und währungsbereinigt um mehr als 3,5 Milliarden Euro zulegen. Zudem soll das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) um eine Milliarde Euro verbessert und eine bereinigte EBITDA-Marge im mittleren 20-Prozent-Bereich erreicht werden. Der freie operative Cashflow der Sparte soll bis 2029 wie geplant auf mehr als drei Milliarden Euro steigen.

Um das künftige Wachstum abzusichern, setzt das Leverkusener Unternehmen in der Forschung verstärkt auf Künstliche Intelligenz und die Genomeditierung, also gezielte Eingriffe in das Erbgut der Pflanzen. So entwickelt das Unternehmen etwa ertragreichere Sojabohnen mit einer robusteren Struktur, damit die Pflanzen trotz ihrer Größe nicht mehr so leicht abknicken. Zudem befänden sich mithilfe einer neuen Forschungsplattform derzeit mehr als 15 neuartige Ansätze für Wirkstoffe in der Erprobung. Ein neues Mittel gegen Pilzbefall bei Sojabohnen habe inzwischen die zweite Phase der Entwicklungspipeline erreicht. (Schluss)
2.539 Anschläge
  • Empfehlen
  • Drucken
  • PDF downloaden
  • RTF downloaden