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Auckland, 5. Juni 2026 (aiz.info)

Internationaler Milchmarkt: GDT-Auktion verbucht leichten Dämpfer

Leichte Preisrückgänge bei Milchpulver belasten den Index - Fettprodukte bleiben gefragt

Nach mehreren Auktionsrunden mit überwiegend steigenden Erlösen hat die jüngste Auktion der neuseeländischen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) Anfang Juni einen leichten Rücksetzer hinnehmen müssen. Der GDT-Preisindex gab gegenüber der vorangegangenen Auktion um 0,6 Prozent nach, wie der Verband der Milcherzeuger Bayern laut MBI mitteilte. Der durchschnittliche Zuschlagspreis aller gehandelten Produkte belief sich auf 4.021 US-Dollar je Tonne. Trotz des moderaten Rückgangs bewegt sich das Preisniveau weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. An der Auktion beteiligten sich 147 Bieter, von denen 97 erfolgreich Zuschläge erhielten. Insgesamt wurden 14.364 t Milchprodukte gehandelt.
 
Die aktuelle Auktion war von einer uneinheitlichen Entwicklung innerhalb der einzelnen Produktsegmente geprägt. Während einige Fettprodukte und Cheddar zulegen konnten, standen insbesondere die Milchpulver sowie Mozzarella unter Druck.
 
Bei Magermilchpulver (SMP) kam es nach den deutlichen Kurssteigerungen der vergangenen Monate zu einer leichten Korrektur. Auch Vollmilchpulver (WMP), das den größten Anteil am Handelsvolumen der GDT stellt, verzeichnete rückläufige Erlöse und belastete damit maßgeblich das Gesamtergebnis der Auktion. Demgegenüber konnten die Preise für Butter und wasserfreies Milchfett (AMF) erneut zulegen. Die anhaltend feste Nachfrage nach Milchfettkomponenten stützte die Kursentwicklung und verhinderte einen stärkeren Rückgang des Gesamtindex.
 
Positiv entwickelte sich ebenfalls der Handel mit Cheddar. Nach mehreren schwächeren Auktionen konnten die Verkaufserlöse wieder anziehen. Mozzarella hingegen gab nach den zuletzt deutlichen Preissteigerungen wieder nach und gehörte zu den schwächeren Produktgruppen des aktuellen Events.
 
Insgesamt deutet das Auktionsergebnis dem Bericht zufolge weniger auf eine Trendwende als vielmehr auf eine technische Korrektur innerhalb eines weiterhin vergleichsweise festen internationalen Milchmarktes hin. Die Nachfrage zeigt sich trotz der leichten Abschläge weiterhin robust, während die Preisniveaus vieler Standardmilchprodukte deutlich über den Durchschnittswerten der vergangenen Jahre liegen. (Schluss)
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