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Wien, 17. August 2026 (aiz.info)

Holzmarkt: Industrierundholz nach wie vor rege nachgefragt

Flaue Bauwirtschaft bremst Sägerundholzmarkt

Die österreichische Wirtschaft stagniert. Der Iran-Krieg hat die leichte Erholung unterbrochen. Die Bauwirtschaft bleibt schwach, hohe Kosten und eine verhaltene Investitions- und Wohnbaunachfrage belasten die Branche. Kurzfristig ist keine nachhaltige Trendwende erkennbar.

Die Standorte der österreichischen Sägeindustrie sind sehr unterschiedlich mit Nadelsägerundholz bevorratet. Die Meldungen reichen von leer über aufnahmefähig bis voll. Die teilweise absatzbedingten, längeren Revisionsstillstände sind größtenteils beendet. Aktuell trifft eine schwache Nachfrage auf ein verhaltenes Angebot. Ernte- und Frachtkapazitäten sind ausreichend vorhanden. Bisher vorhandene Waldlager in den Schadgebieten sind abgebaut. Derzeit noch in geringem Ausmaß anfallende Käferholzmengen werden rasch abtransportiert und übernommen. Die Preise haben sich gefestigt. Lärche wird bei stabil hohem Preisniveau nach wie vor rege nachgefragt.

Die Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie sind unterschiedlich mit Industrierundholz bevorratet. Während sich die Plattenindustrie mit der Bevorratung zufrieden zeigt, sind die Holzlager der Papier- und Zellstoffindustrie nur unterdurchschnittlich gefüllt. In geringen Mengen anfallende Sägenebenprodukte, aufgrund des reduzierten Einschnitts, sowie jahreszeitlich bedingtes geringes Angebot an Industrierundholz führen zu einer regen Nachfrage. Frachtkapazitäten sind ausreichend vorhanden, bereitgestellte Sortimente werden ebenfalls rasch abtransportiert. Buchenfaserholz wird zu stabilen Preisen nachgefragt. 

Der Energieholzmarkt entwickelt sich der Jahreszeit entsprechend. Die Standorte bauen mittlerweile wieder ihre Lagerstände für die kommende Heizsaison auf. Einzelne Preissteigerungen sind auf gestiegene Bereitstellungskosten zurückzuführen.

Der Anfall an Käferholz war wahrscheinlich hitzebedingt bisher geringer als zu befürchten war. Die Bestände sind aber aufgrund der regional extremen Niederschlagsdefizite sehr anfällig und sollten weiterhin regelmäßig kontrolliert und befallene Bäume rasch entnommen und aus dem Wald entfernt werden. Dabei ist auch auf die anhaltend hohe Waldbrandgefahr Acht zu geben.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Geschäftsfälle im Zeitraum Juli – Anfang August 2026 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind bei Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden. Abweichungen und Änderungen vorbehalten. (Schluss)
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