Funktionierende Kreislaufwirtschaft für Kunststoff-Abfälle aus der Landwirtschaft
Neue gemeinsame Lösung sichert Abgabemöglichkeit in OÖ Altstoffsammelzentren
Oberösterreichs Bäuerinnen und Bauern erhalten ab sofort noch klarere, praxisnahe und einheitliche Rahmenbedingungen für die Abgabe von landwirtschaftlichen Produktionsabfällen in den regionalen Altstoffsammelzentren (ASZ). Die Landwirtschaftskammer OÖ und die Umweltprofis der kommunalen Abfallwirtschaft OÖ haben dazu gemeinsam ein neues Servicepaket entwickelt, das die Entsorgung von Big Bags, Silofolien und Pflanzenschutzmittelgebinden deutlich erleichtert.
„In der landwirtschaftlichen Produktion fallen zwangsläufig bestimmte Produktionsabfälle an. Unsere Bäuerinnen und Bauern gehen verantwortungsvoll damit um und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz. Mit den nun vereinheitlichten Vorgaben stellen wir sicher, dass für diese Materialien eine verlässliche und praxistaugliche Verwertungsmöglichkeit in den ASZ zur Verfügung steht“, betont Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.
Auch die Umweltprofis der kommunalen Abfallwirtschaft sehen in der Kooperation einen klaren Vorteil: „Die Harmonisierung der Abläufe schafft Transparenz und sorgt dafür, dass landwirtschaftliche Kunststoffe und Verpackungen fachgerecht recycelt oder entsorgt werden. Das ist ein wichtiger Schritt für die regionale Kreislaufwirtschaft“, erklärt Roland Wohlmuth, Vorsitzender des Landesabfallverbandes.
Vorteile für Bäuerinnen und Bauern
Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand, sind sich Waldenberger und Wohlmuth einig:
Nutzung der bestehenden und etablierten Infrastruktur der regionalen ASZ mit niederschwelligen Entsorgungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe
Möglichst geringer Aufwand und praxisnahe Regelungen für beide Seiten
klare und einheitliche Regeln bei der Entsorgung
Verbesserung der Recyclingqualität durch saubere Trennung und Sortierung – Beitrag zur regionalen Kreislaufwirtschaft
Vorgaben im Detail
Big Bags
Der Pilotversuch für die kostenlose, getrennte ASZ-Sammlung von Big Bags aus der Landwirtschaft, der mit 1. Mai 2025 gestartet wurde und bis 31. Dezember 2025 befristet war, wird im Einvernehmen mit den Sammel- und Verwertungssystemen bis auf Weiteres fortgeführt.
Annahmekriterien:
Big Bags vollständig entleeren (staub- und rieselfrei)
Die Innenfolie muss entfernt werden, kann aber separat im ASZ entsorgt werden
Die Big Bags sind lose abzugeben
Details und weitere Qualitätskriterien laut Stoffblatt im Downloadbereich
Restentleerte und gereinigte Pflanzenschutzmittel-Gebinde
Betriebe mit einem Pflanzenschutz-Sachkundenachweis können seit 1. Jänner 2026 leere und ordnungsgemäß gereinigte Pflanzenschutzmittel-Gebinde kostenlos in den oö. ASZ abgeben. Dies gilt nun auch für Gebinde mit dem Gefahrenzeichen „ernste Gesundheitsgefahr“, da diese bis 25 Liter Gebindegröße von der „Schwarzen Liste“ ausgenommen wurden. Daher müssen diese durch die Hersteller bei einem der fünf Sammel- und Verwertungssysteme lizenziert werden.
Annahmekriterien:
Die Verpackung wurde bei einem Sammel- und Verwertungssystem entpflichtet. Das bedeutet, dass für diese Verpackungen die Entsorgungsgebühr bereits beim Kaufpreis integriert ist.
Nur Kunststoffflaschen und -kanister bis einschließlich 25 Liter Fassungsvermögen
Gebinde nicht verschließen, Verschlüsse separat abgeben
Restmengen vollständig entleeren, dreimal ausspülen, austropfen und trocknen lassen – anschließend Sichtkontrolle auf Reinheit und Sauberkeit durchführen
Nach dem Reinigungsprozess sind etwaige Gefahrensymbole selbstständig zu entfernen oder unkenntlich zu machen. Empfehlung: Übersprühen mit einem Lackspray.
Die Entsorgung über den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne ist nicht zulässig. Gebinde mit dem Gefahrensymbol „giftig“ (Totenkopf) sind weiterhin von der kostenlosen Abgabe ausgeschlossen.
Zusätzlich zur Abgabemöglichkeit im ASZ besteht für entsprechend gereinigte Gebinde auch die Möglichkeit zur kostenlosen Abgabe bei einer gewerblichen Sammelstelle. Hierzu ist allerdings vorab eine Registrierung im Anfallstellenregister unter www.wirtschaft-sammelt.at erforderlich. Eine Liste mit den gewerblichen Übergabestellen ist im Downloadbereich zu finden.
Nicht restentleerte Pflanzenschutzmittel-Gebinde
Die Entsorgung von Pflanzenschutzmittelresten sowie nicht restentleerten PSM-Gebinden wird ab 01. Mai 2026 in den ASZ kostenpflichtig (keine Freimengen).
PSM-Reste (Restinhalt > 100ml): Inkassopreis 2,80 €/kg inkl. MwSt.
PSM-Gebinde (Restinhalt < 100 ml): Inkassopreis 1,50 €/kg inkl. MwSt.
Silofolien sowie Netze und Schnüre
Saubere, trockene Folien – frei von Netzen und Schnüren – werden gesammelt und einer stofflichen Verwertung zugeführt. Wichtig ist, dass sämtliche Agrarfolien sauber, besenrein und frei von Fremdkörpern sind. Netze und Schnüre müssen separat entsorgt werden. Teilweise werden von den Bezirksabfallverbänden Hauptsammlungen (Frühjahr und Herbst) für größere Mengen organisiert – regional unterschiedlich können teilweise kleinere Mengen auch unterjährig in den ASZ abgegeben werden.
Nähere Informationen zu den jeweiligen Abgabemodalitäten gibt es auf den Homepages der entsprechenden Bezirksabfallverbände unter www.umweltprofis.at.
„Mit dieser Initiative setzen wir ein klares Zeichen für eine moderne, nachhaltige Landwirtschaft und eine effiziente Abfallwirtschaft in Oberösterreich. Wir danken allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit“, erklären Waldenberger und Wohlmuth abschließend. (Schluss)
„In der landwirtschaftlichen Produktion fallen zwangsläufig bestimmte Produktionsabfälle an. Unsere Bäuerinnen und Bauern gehen verantwortungsvoll damit um und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz. Mit den nun vereinheitlichten Vorgaben stellen wir sicher, dass für diese Materialien eine verlässliche und praxistaugliche Verwertungsmöglichkeit in den ASZ zur Verfügung steht“, betont Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.
Auch die Umweltprofis der kommunalen Abfallwirtschaft sehen in der Kooperation einen klaren Vorteil: „Die Harmonisierung der Abläufe schafft Transparenz und sorgt dafür, dass landwirtschaftliche Kunststoffe und Verpackungen fachgerecht recycelt oder entsorgt werden. Das ist ein wichtiger Schritt für die regionale Kreislaufwirtschaft“, erklärt Roland Wohlmuth, Vorsitzender des Landesabfallverbandes.
Vorteile für Bäuerinnen und Bauern
Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand, sind sich Waldenberger und Wohlmuth einig:
Nutzung der bestehenden und etablierten Infrastruktur der regionalen ASZ mit niederschwelligen Entsorgungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe
Möglichst geringer Aufwand und praxisnahe Regelungen für beide Seiten
klare und einheitliche Regeln bei der Entsorgung
Verbesserung der Recyclingqualität durch saubere Trennung und Sortierung – Beitrag zur regionalen Kreislaufwirtschaft
Vorgaben im Detail
Big Bags
Der Pilotversuch für die kostenlose, getrennte ASZ-Sammlung von Big Bags aus der Landwirtschaft, der mit 1. Mai 2025 gestartet wurde und bis 31. Dezember 2025 befristet war, wird im Einvernehmen mit den Sammel- und Verwertungssystemen bis auf Weiteres fortgeführt.
Annahmekriterien:
Big Bags vollständig entleeren (staub- und rieselfrei)
Die Innenfolie muss entfernt werden, kann aber separat im ASZ entsorgt werden
Die Big Bags sind lose abzugeben
Details und weitere Qualitätskriterien laut Stoffblatt im Downloadbereich
Restentleerte und gereinigte Pflanzenschutzmittel-Gebinde
Betriebe mit einem Pflanzenschutz-Sachkundenachweis können seit 1. Jänner 2026 leere und ordnungsgemäß gereinigte Pflanzenschutzmittel-Gebinde kostenlos in den oö. ASZ abgeben. Dies gilt nun auch für Gebinde mit dem Gefahrenzeichen „ernste Gesundheitsgefahr“, da diese bis 25 Liter Gebindegröße von der „Schwarzen Liste“ ausgenommen wurden. Daher müssen diese durch die Hersteller bei einem der fünf Sammel- und Verwertungssysteme lizenziert werden.
Annahmekriterien:
Die Verpackung wurde bei einem Sammel- und Verwertungssystem entpflichtet. Das bedeutet, dass für diese Verpackungen die Entsorgungsgebühr bereits beim Kaufpreis integriert ist.
Nur Kunststoffflaschen und -kanister bis einschließlich 25 Liter Fassungsvermögen
Gebinde nicht verschließen, Verschlüsse separat abgeben
Restmengen vollständig entleeren, dreimal ausspülen, austropfen und trocknen lassen – anschließend Sichtkontrolle auf Reinheit und Sauberkeit durchführen
Nach dem Reinigungsprozess sind etwaige Gefahrensymbole selbstständig zu entfernen oder unkenntlich zu machen. Empfehlung: Übersprühen mit einem Lackspray.
Die Entsorgung über den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne ist nicht zulässig. Gebinde mit dem Gefahrensymbol „giftig“ (Totenkopf) sind weiterhin von der kostenlosen Abgabe ausgeschlossen.
Zusätzlich zur Abgabemöglichkeit im ASZ besteht für entsprechend gereinigte Gebinde auch die Möglichkeit zur kostenlosen Abgabe bei einer gewerblichen Sammelstelle. Hierzu ist allerdings vorab eine Registrierung im Anfallstellenregister unter www.wirtschaft-sammelt.at erforderlich. Eine Liste mit den gewerblichen Übergabestellen ist im Downloadbereich zu finden.
Nicht restentleerte Pflanzenschutzmittel-Gebinde
Die Entsorgung von Pflanzenschutzmittelresten sowie nicht restentleerten PSM-Gebinden wird ab 01. Mai 2026 in den ASZ kostenpflichtig (keine Freimengen).
PSM-Reste (Restinhalt > 100ml): Inkassopreis 2,80 €/kg inkl. MwSt.
PSM-Gebinde (Restinhalt < 100 ml): Inkassopreis 1,50 €/kg inkl. MwSt.
Silofolien sowie Netze und Schnüre
Saubere, trockene Folien – frei von Netzen und Schnüren – werden gesammelt und einer stofflichen Verwertung zugeführt. Wichtig ist, dass sämtliche Agrarfolien sauber, besenrein und frei von Fremdkörpern sind. Netze und Schnüre müssen separat entsorgt werden. Teilweise werden von den Bezirksabfallverbänden Hauptsammlungen (Frühjahr und Herbst) für größere Mengen organisiert – regional unterschiedlich können teilweise kleinere Mengen auch unterjährig in den ASZ abgegeben werden.
Nähere Informationen zu den jeweiligen Abgabemodalitäten gibt es auf den Homepages der entsprechenden Bezirksabfallverbände unter www.umweltprofis.at.
„Mit dieser Initiative setzen wir ein klares Zeichen für eine moderne, nachhaltige Landwirtschaft und eine effiziente Abfallwirtschaft in Oberösterreich. Wir danken allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit“, erklären Waldenberger und Wohlmuth abschließend. (Schluss)
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