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Wien, 5. Juni 2026 (aiz.info)

EU-Schweinemarkt: Uneinheitliche Entwicklung bei anhaltendem Preisdruck

Österreich: Volle Kühlhäuser und stockender Absatz lassen weitere Preisrückgänge erwarten

Die Lage an den europäischen Schlachtschweinemärkten ist Anfang Juni uneinheitlich. Das Lebendangebot fällt häufig etwas geringer aus, dennoch wird vermehrt von Überhängen berichtet. Gleichzeitig bleibt der Handel mit Teilstücken schwierig, vielerorts klagen die Schlachtunternehmen über fehlende Margen. Für die kommenden Wochen werden zwar belebende Impulse erwartet, dennoch bleibt die Situation angespannt. Entsprechend entwickeln sich auch die Preise uneinheitlich.

Deutschland - Anfang Juni hat der Druck auf den Schlachtschweinemarkt zugenommen. Aufgrund der Feiertage gibt es vielerorts Überhänge, gleichzeitig gestalten sich sowohl der nationale Handel mit Fleisch als auch der Export schwierig. Von Seiten führender Schlachtunternehmen wurden entsprechend Preisabschläge gefordert, um die Stückzahlen nicht weiter kürzen zu müssen. Gleichzeitig gibt es auch Regionen, in denen sich der Markt eher ausgeglichen präsentiert. Obwohl der Druck anhaltend groß ausfällt und vorerst kaum ein Rückgang der Überhänge erwartet wird, bleibt der empfohlene Vereinigungspreis unverändert.

In Spanien fällt das Angebot an Schlachtschweinen zunehmend knapper aus. Das kleine Ferkelangebot zu Beginn des Jahres macht sich bemerkbar, die durchschnittlichen Schlachtgewichte sind zuletzt um rund 1 kg gefallen. Dennoch berichten die Schlachtunternehmen auch weiterhin von schwierigen Geschäften mit Teilstücken, selbst die Öffnung der Philippinen für den Export führt kaum zu einer Belebung im Teilstückhandel. Entsprechend werden weiterhin allenfalls kleine Preisaufschläge erwartet.

Der Schweinepreis in Frankreich ist weiterhin unverändert. Trotz der zuletzt reduzierten Schlachttage wird eher regional von Überhängen berichtet. Dabei wirken die sinkenden Schlachtgewichte und das rückläufige Angebot stützend. Dennoch wird auch aus Frankreich von schwierigen Fleischgeschäften berichtet, der Markt steht unter Druck.

Ö Markt zweigeteilt, Preisdruck ist enorm!

Während der Lebendmarkt nach wie vor nicht drückend ist, klagt der Fleischmarkt massiv darüber, dass Ware außerhalb von Grillartikel preislich nicht mehr zu vermarkten ist und im vollen Kühlhaus landet. Die Schlachthöfe fordern daher massive Preisanpassungen. Begründet wird dies durch den enormen europäischen Druck, ausgehend von Spanien und das sich der Weltschweinemarkt aufgrund der geopolitischen Lage überraschend ins Negative dreht. Da die EU der größte Schweinefleischexporteuer ist, wird sich die Lage in nächster Zeit trotz Grillsaison nicht entspannen und es ist mit weiteren schmerzhaften Preissenkungen zu rechnen.

Mastschweine-Basispreis: EUR 1,62  ( +/- 0,00)    
Zuchten-Basispreis: EUR 0,89  (+/-  0,00) (Schluss)
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