Erdbeer-Bauern litten heuer unter Folgen des Klimawandels
Store-Check zeigt aber: Heimische Erdbeeren besonders gefragt
Mit dem Ende der heimischen Freiland-Erdbeersaison zieht die österreichische Obstbranche Bilanz: Der Klimawandel hat heuer auch diesen Betrieben verstärkt zugesetzt und für Einbußen gesorgt. Gleichzeitig zeigt sich in den Supermarktregalen, dass heimische Qualität gefragt ist. Das bestätigt ein aktueller Store-Check des Österreichischen Branchenverbandes für Obst und Gemüse (ÖBOG).
Mengenmäßig unterdurchschnittliche Ernte erwartet
Die Freiland-Erdbeersaison ist in den meisten Regionen nun bereits abgeschlossen. Die Produktionsbedingungen waren heuer jedoch besonders schwierig: Lange Trockenphasen, starke Temperaturschwankungen und Spätfröste haben den Ertrag beeinträchtigt. Die Branche spricht deshalb von einer mengenmäßig eher unterdurchschnittlichen Ernte, die unter dem erfreulichen Vorjahreswert von 14.100 Tonnen liegen wird. Genaue Erntezahlen werden jedoch erst erhoben.
"Auf etwas mehr als 1.000 Hektar werden in Österreich Erdbeeren produziert, der überwiegende Teil davon im Freiland. Anbau, Pflege und Ernte sind dabei besonders arbeitsintensiv. Auch wenn die Qualität hervorragend ist, setzen Wetterextreme, hohe Lohnnebenkosten sowie steigende Ausgaben für Energie und Betriebsmittel die Obst- und Gemüsebetriebe zunehmend unter Druck. Da die Versorgung unserer Bevölkerung mit frischen Vitaminen wichtig ist, zählt die Stärkung dieses Sektors zu unseren zentralen Aufgaben für die Zukunft", betont LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger.
Investitionen in Bewässerung, Frostschutz und Klimaanpassung unverzichtbar
"Die Erträge im Erdbeeranbau schwanken naturgemäß von Jahr zu Jahr. Da sich extreme Wetterereignisse häufen, steigt jedoch das Produktionsrisiko deutlich an. Investitionen in Bewässerung, Frostschutz und andere klimaresiliente Produktionssysteme sind daher unverzichtbar. Dafür brauchen die Betriebe entsprechende Planungs- und Investitionssicherheit“, erklärt Manfred Kohlfürst, Obmann des Österreichischen Branchenverbandes für Obst und Gemüse (ÖBOG).
Store-Check: Heimische Erdbeeren dominieren in Hauptsaison
Wie stark die Nachfrage nach regionaler Ware ist, zeigt ein aktueller Store-Check des ÖBOG. In Wiener Filialen von Billa, Hofer, Spar und Lidl wurde zwischen 22. Mai und 2. Juli 2026 die Herkunft von insgesamt 40 Erdbeerangeboten erhoben. Während zu Saisonbeginn noch überwiegend Importware angeboten wurde, änderte sich das Bild mit dem Start der heimischen Haupternte deutlich: Im Zeitraum von 11. Juni bis 2. Juli stammten mehr als 80% der angebotenen Erdbeeren aus Österreich.
"Der Store-Check unterstreicht die große Bedeutung der heimischen Produktion für die Versorgung des Marktes. In diesem Jahr war das Angebot an Importerdbeeren aus Spanien und Italien aufgrund von Wetterextremen und der daraus resultierenden Ernteausfälle deutlich eingeschränkt. Da weniger Ware aus dem Ausland verfügbar war, konnten heimische Erdbeeren stärker im Lebensmitteleinzelhandel platziert werden. Für die Zukunft gilt: Bei entsprechender Verfügbarkeit sollte heimischer Ware im Supermarktregal stets der Vorzug gegenüber Importprodukten gegeben werden", unterstreicht Kohlfürst, der auch allen regionalitätsbewussten Konsumentinnen und Konsumenten dankt.
Wettbewerbsfähigkeit für Zukunft absichern
"Die Konsumentinnen und Konsumenten senden ein klares Signal: Sie wollen heimische Erdbeeren und schätzen deren Qualität, Frische und kurze Transportwege. Der Store-Check zeigt, dass österreichische Ware am Markt bestehen kann und in jeder Hinsicht überzeugt. Damit die heimische Produktion gesichert bleibt, braucht es jedoch praktikable Rahmenbedingungen, die mit den Herausforderungen am Feld Schritt halten", so Kohlfürst.
Dazu zählen insbesondere verlässliche Planungsperspektiven, Investitionsanreize für klimaresiliente Produktionssysteme sowie wettbewerbsfähige Lohn(neben)kosten. "Wer regionale Versorgungssicherheit will, muss die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Obstproduktion stärken. Nur so können österreichische Erdbeeren auch künftig in ausreichender Menge und höchster Qualität angeboten werden", betont der ÖBOG-Obmann. (Schluss) kra/cjl
Mengenmäßig unterdurchschnittliche Ernte erwartet
Die Freiland-Erdbeersaison ist in den meisten Regionen nun bereits abgeschlossen. Die Produktionsbedingungen waren heuer jedoch besonders schwierig: Lange Trockenphasen, starke Temperaturschwankungen und Spätfröste haben den Ertrag beeinträchtigt. Die Branche spricht deshalb von einer mengenmäßig eher unterdurchschnittlichen Ernte, die unter dem erfreulichen Vorjahreswert von 14.100 Tonnen liegen wird. Genaue Erntezahlen werden jedoch erst erhoben.
"Auf etwas mehr als 1.000 Hektar werden in Österreich Erdbeeren produziert, der überwiegende Teil davon im Freiland. Anbau, Pflege und Ernte sind dabei besonders arbeitsintensiv. Auch wenn die Qualität hervorragend ist, setzen Wetterextreme, hohe Lohnnebenkosten sowie steigende Ausgaben für Energie und Betriebsmittel die Obst- und Gemüsebetriebe zunehmend unter Druck. Da die Versorgung unserer Bevölkerung mit frischen Vitaminen wichtig ist, zählt die Stärkung dieses Sektors zu unseren zentralen Aufgaben für die Zukunft", betont LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger.
Investitionen in Bewässerung, Frostschutz und Klimaanpassung unverzichtbar
"Die Erträge im Erdbeeranbau schwanken naturgemäß von Jahr zu Jahr. Da sich extreme Wetterereignisse häufen, steigt jedoch das Produktionsrisiko deutlich an. Investitionen in Bewässerung, Frostschutz und andere klimaresiliente Produktionssysteme sind daher unverzichtbar. Dafür brauchen die Betriebe entsprechende Planungs- und Investitionssicherheit“, erklärt Manfred Kohlfürst, Obmann des Österreichischen Branchenverbandes für Obst und Gemüse (ÖBOG).
Store-Check: Heimische Erdbeeren dominieren in Hauptsaison
Wie stark die Nachfrage nach regionaler Ware ist, zeigt ein aktueller Store-Check des ÖBOG. In Wiener Filialen von Billa, Hofer, Spar und Lidl wurde zwischen 22. Mai und 2. Juli 2026 die Herkunft von insgesamt 40 Erdbeerangeboten erhoben. Während zu Saisonbeginn noch überwiegend Importware angeboten wurde, änderte sich das Bild mit dem Start der heimischen Haupternte deutlich: Im Zeitraum von 11. Juni bis 2. Juli stammten mehr als 80% der angebotenen Erdbeeren aus Österreich.
"Der Store-Check unterstreicht die große Bedeutung der heimischen Produktion für die Versorgung des Marktes. In diesem Jahr war das Angebot an Importerdbeeren aus Spanien und Italien aufgrund von Wetterextremen und der daraus resultierenden Ernteausfälle deutlich eingeschränkt. Da weniger Ware aus dem Ausland verfügbar war, konnten heimische Erdbeeren stärker im Lebensmitteleinzelhandel platziert werden. Für die Zukunft gilt: Bei entsprechender Verfügbarkeit sollte heimischer Ware im Supermarktregal stets der Vorzug gegenüber Importprodukten gegeben werden", unterstreicht Kohlfürst, der auch allen regionalitätsbewussten Konsumentinnen und Konsumenten dankt.
Wettbewerbsfähigkeit für Zukunft absichern
"Die Konsumentinnen und Konsumenten senden ein klares Signal: Sie wollen heimische Erdbeeren und schätzen deren Qualität, Frische und kurze Transportwege. Der Store-Check zeigt, dass österreichische Ware am Markt bestehen kann und in jeder Hinsicht überzeugt. Damit die heimische Produktion gesichert bleibt, braucht es jedoch praktikable Rahmenbedingungen, die mit den Herausforderungen am Feld Schritt halten", so Kohlfürst.
Dazu zählen insbesondere verlässliche Planungsperspektiven, Investitionsanreize für klimaresiliente Produktionssysteme sowie wettbewerbsfähige Lohn(neben)kosten. "Wer regionale Versorgungssicherheit will, muss die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Obstproduktion stärken. Nur so können österreichische Erdbeeren auch künftig in ausreichender Menge und höchster Qualität angeboten werden", betont der ÖBOG-Obmann. (Schluss) kra/cjl
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