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Wien, 29. August 2025 (aiz.info)

Der Elch ist los: Jagd Österreich bittet um Verständnis für die Natur des Wildtieres

Elch Emil hat bereits einen Feuerwehreinsatz losgelöst und bräuchte dabei nur eines: Seine Ruhe

Natürlich ist es auch für Österreichs Jägerinnen und Jäger eine Sensation, wenn ein Elch durch das Land streift. Schließlich ist dieser Vertreter der Hirschartigen der Größte seiner Art, kann schwimmen wie kein Anderer und ist gewöhnlich nur im hohen Norden anzutreffen. Und doch gilt für den Elch, was für alle anderen Wildtierarten gilt: Sie brauchen vor allem Raum und Ruhe.

Denn ein Wildtier ist vor allem eines: Wild. Das Emil benamst und nun als Attraktion durchs Land beobachtet wird mag eine klickbare Headline sein, den Elchbullen selbst freut es wahrscheinlich kaum. Er ist nämlich auf der Suche nach einem Zuhause, das seinen Bedürfnissen entspricht. Was ihm dabei weniger wichtig sein mag, sind Facebook Fangruppen und Paparazzi.

Franz Mayr Melnhof-Saurau, Präsident von Jagd Österreich, zeigt sich dennoch erfreut über das Interesse am Wildtier: „Wir Jägerinnen und Jäger freuen uns, wenn ein Wildtier unsere Nachrichten dominiert. Dennoch finden wir, dass die wirklich wichtigen Informationen auf der Strecke bleiben: Etwa, dass das Wildtier dringend in Ruhe gelassen werden muss. Es ist wichtig das Tier nicht zu bedrängen und dadurch in unnötigen Stress zu versetzen. Vor allem ist es nun wichtig, dass Autofahrer in der Umgebung langsam und aufmerksam fahren. Emil kennt die Umgebung nicht und weiß nicht hinter welcher Böschung die nächste Straße liegt“, so Mayr Melnhof-Saurau. 

Denn der Elch ist auf der Suche nach einem Revier und dabei ein einer Ausnahmesituation. So enttäuschend das für die hiesigen Elchfans sein mag. Ob Emil tatsächlich in Österreich bleiben wird, ist ungewiss. Franz Mayr Melnhof-Saurau: „Es ist schon öfter vorgekommen, dass Elche im Grenzgebiet zu Tschechien nach Österreich zu Besuch kommen und auch im benachbarten Deutschland gab es vereinzelt Sichtungen aus westlichen Bundesländern, aber das sind bisher Einzelereignisse. Unsere Kulturlandschaft bietet Emil genügend Nahrung, sodass er sich grundsätzlich in Österreich ansiedeln könnte. Es ist aber wahrscheinlicher, dass er zu Beginn der Paarungszeit Mitte September wieder die Nähe seiner Artgenossen aufsuchen wird“. (Schluss)
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