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Bregenz, 17. August 2026 (aiz.info)

Der Druck steigt: Ländle-Mostereien starten in die Saison

Trotz regionaler Unterschiede verspricht die Ernte gute Fruchtqualitäten für Saft und Most.

Die frühen Klaräpfel sind schon geerntet, und manche Birnen werden auch langsam reif. Damit steht der Start der Mostsaison bevor: Ab Mittwoch, 19. August, öffnen die ersten Mostereien in Vorarlberg wieder ihre Tore. Wer gerne frischen Süßmost trinkt, kommt also bald auf seine Kosten. Wer Obst abzugeben hat oder es zum eigenen Saft pressen lassen möchte, sollte rechtzeitig einen Termin vereinbaren.

Was tun mit eigenem Mostobst?

Pressen lassen: Man kann das Obst bei Mostereien anliefern und gegen eine geringe Gebühr pressen, abfüllen und evtl. haltbar machen lassen. Pro Liter Saft werden 1,3 bis 1,5 Kilogramm Obst gebraucht. Das Obst muss ausgereift, sauber, gesund und frei von Fremdstoffen wie Holz, Steinen etc. sein.

Verkaufen: Wer hochwertiges Mostobst hat, kann es an heimische Mostereien verkaufen, wo vor allem Äpfel gefragt sind.

Tauschen oder verschenken: Damit Obst nicht ungenutzt verdirbt, betreibt der Landesverband Obst- und Gartenkultur Vorarlberg (OGV) in vielen Ortschaften eine Obstbörse. Hier werden Obstbesitzer und Obstsuchende zusammengebracht. Näheres unter www.ogv.at/obstboerse.

Wo gibt es Mostereien und Obstpressen?

Eine Liste von Vorarlberger Mostereien kann bei der Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Obst/Garten & Direktvermarktung, unter 05574/400-232 oder obst-garten@lk-vbg.at angefordert werden. Die Liste steht auch auf der Homepage der Landwirtschaftskammer Vorarlberg zum Download: www.vbg.lko.at – Downloads – LK Vorarlberg. 

Kein Obst, aber gerne Süßmost, Gärmost, Cider?

Natürlich gibt es vielerorts auch den fertigen Süßmost, Gärmost, Cider, Apfelperlwein etc. zu kaufen. Über den Ländle-Einkaufsführer (www.laendle.at/einkaufsfuehrer) kann nach bäuerlichen Anbietern von Obstprodukten, Säften, Mosten etc. in Vorarlberg gesucht werden. Auch bei Obstbauern ab Hof oder auf Wochenmärkten gibt es in der Apfelzeit Süßmost. Eine Übersicht von prämierten Mosten gibt es in einer Broschüre unter www.laendle.at/aktuelles/landespraemierung2026 (ganz unten).

Solides Apfel- und Birnenjahr 2026

Insgesamt ist heuer ein gutes Obstjahr zu erwarten, wobei es standortbedingt zu großen Unterschieden kommen kann. Während Pilzkrankheiten aufgrund der Trockenheit kein Problem darstellten, darf der Befall durch Befall durch Schadinsekte wie z.B. den Wickler nicht unterschätzt werden. Die Fruchtqualität wird insgesamt sehr positiv eingeschätzt. Zusammenfassend fällt der Ausblick auf die Obsternte im Ländle positiv aus.

Obst nützen heißt Obst schützen

Vorarlberg ist ein echtes Obstland. In den letzten Jahren wurden zum Beispiel bei Pflanzaktionen sehr viele Obstbäume neu gesetzt. Aber nur wenn das Obst wirklich genutzt wird, kümmern sich die Leute auch um die Bäume und behalten sie – das zeigt die Erfahrung. (Schluss)
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