ÖFK-Branchentreff: Heimische Fleischwirtschaft im Spannungsfeld globaler Märkte
Rund 120 Teilnehmende aus der gesamten Wertschöpfungskette beschäftigten sich mit den Auswirkungen von Handelsabkommen, der Entwicklung der Absatzmärkte und dem Wert heimischer Qualität.
Wie kann sich Österreichs Fleischwirtschaft im internationalen Wettbewerb behaupten? Zu dieser Frage brachte die Österreichische Fleischkontrolle GmbH (ÖFK) am 7. Oktober 2026 Stakeholder aus der gesamten Fleischbranche zusammen. In der „Wolke 19“ im Wiener Ares Tower ging es um die Auswirkungen des internationalen Handels, die Bedeutung des Exports und Strategien für heimische Wertschöpfung.
„Heimische Herkunft und Qualität brauchen verlässliche Absatzmärkte. Mit dem Branchentreff bringen wir Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel zusammen, um Chancen im internationalen Wettbewerb auszuloten und gemeinsame Lösungsansätze zu diskutieren“, betont ÖFK-Geschäftsführer Andreas Moser.
„Als Dienstleister und Schnittstelle zwischen den verschiedenen Stufen der Produktion freut es uns besonders, dass wir mit der Themenwahl für unseren dritten Branchentreff einen zentralen Entwicklungsschwerpunkt der Unternehmen aufgegriffen und damit erneut zahlreiche Gäste erreicht haben“, resümiert Stefan Mader, ebenfalls Geschäftsführer der ÖFK.
Hochkarätige Vorträge aus Wissenschaft und allen Wertschöpfungsstufen
Franz Sinabell vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) ordnete Zölle, Handelsströme und die Wettbewerbsbedingungen der heimischen Agrar- und Lebensmittelwirtschaft ein. Werner Habermann von der ARGE Rind beleuchtete die Folgen internationaler Handelsabkommen, im Speziellen Mercosur, für den Rindfleischmarkt. Rainer Will vom Handelsverband Österreich zeigte aus Sicht des Handels, welche Rolle Herkunft, Kennzeichnung und veränderte Konsumgewohnheiten für die Vermarktung spielen. Kontroversiell wurde die Rolle von Aktionen im Lebensmittelhandel diskutiert. Durch die Bank waren sich die Teilnehmenden hingegen einig, dass die konstruktive Zusammenarbeit innerhalb der Kette ein zentraler Erfolgsfaktor für Wertschöpfung ist, politisch motivierte Preisdebatten am „Point of sale“ hingegen für alle Partner der Wertschöpfungsstufen schädlich sind.
Wie rasch sich Marktbedingungen im Betriebsalltag bemerkbar machen, erläuterte Josef Grünanger, Geschäftsführer der Rudolf Großfurtner GmbH. Er beschrieb die Auswirkungen kurzfristiger Angebotsschwankungen auf Schlachtbetriebe und Absatzmärkte. Die Konzentration auf verschiedene Märkte kann aus seiner Sicht helfen, Risiken zu streuen.
Knud Buhl vom Danish Bacon and Meat Council richtete den Blick auf die internationale Schweinewirtschaft. Seine Präsentation verdeutlichte: Eine wachsende weltweite Fleischnachfrage bedeutet nicht automatisch bessere Absatzchancen für europäische Betriebe, wirkt aber insgesamt langfristig hoffentlich stabilisierend. Entscheidend bleiben Kosten und der Zugang zu den jeweiligen Märkten.
ÖFK-Geschäftsführer Stefan Mader zeigte anhand von Schlacht- und Klassifizierungsdaten, wie sich das Tierangebot angesichts der dramatischen Dürresituation 2026 entwickelt hat. Außerdem stellte er KI-Anwendungen und Entwicklungsprojekte der gemeinsam mit der SLA gegründeten FOODFAIR GmbH vor – von der automatisierten Schlachtnummernerkennung bis zum Pilotprojekt zur Rinderklassifizierung.
ÖFK-Beiratsvorsitzender Otto Auer würdigte in seinem Statement die Arbeit und das Engagement der österreichischen Fleischbranche. Gerade angesichts der zunehmenden internationalen Verflechtungen, des steigenden Wettbewerbsdrucks und sich verändernder Rahmenbedingungen sei es entscheidend, entlang der gesamten Wertschöpfungskette gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen zu arbeiten. Dabei hob er die Bedeutung des Austauschs innerhalb der Branche hervor. Demnach wird die ÖFK auch künftig neben ihren Kernaufgaben die Vernetzung der Branche mittels entsprechender Angebote vorantreiben und freut sich, innerhalb der Wertschöpfungskette „Fleisch“ eine Plattform für die Diskussion von relevanten Zukunftsthemen bieten zu können. (Schluss)
„Heimische Herkunft und Qualität brauchen verlässliche Absatzmärkte. Mit dem Branchentreff bringen wir Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel zusammen, um Chancen im internationalen Wettbewerb auszuloten und gemeinsame Lösungsansätze zu diskutieren“, betont ÖFK-Geschäftsführer Andreas Moser.
„Als Dienstleister und Schnittstelle zwischen den verschiedenen Stufen der Produktion freut es uns besonders, dass wir mit der Themenwahl für unseren dritten Branchentreff einen zentralen Entwicklungsschwerpunkt der Unternehmen aufgegriffen und damit erneut zahlreiche Gäste erreicht haben“, resümiert Stefan Mader, ebenfalls Geschäftsführer der ÖFK.
Hochkarätige Vorträge aus Wissenschaft und allen Wertschöpfungsstufen
Franz Sinabell vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) ordnete Zölle, Handelsströme und die Wettbewerbsbedingungen der heimischen Agrar- und Lebensmittelwirtschaft ein. Werner Habermann von der ARGE Rind beleuchtete die Folgen internationaler Handelsabkommen, im Speziellen Mercosur, für den Rindfleischmarkt. Rainer Will vom Handelsverband Österreich zeigte aus Sicht des Handels, welche Rolle Herkunft, Kennzeichnung und veränderte Konsumgewohnheiten für die Vermarktung spielen. Kontroversiell wurde die Rolle von Aktionen im Lebensmittelhandel diskutiert. Durch die Bank waren sich die Teilnehmenden hingegen einig, dass die konstruktive Zusammenarbeit innerhalb der Kette ein zentraler Erfolgsfaktor für Wertschöpfung ist, politisch motivierte Preisdebatten am „Point of sale“ hingegen für alle Partner der Wertschöpfungsstufen schädlich sind.
Wie rasch sich Marktbedingungen im Betriebsalltag bemerkbar machen, erläuterte Josef Grünanger, Geschäftsführer der Rudolf Großfurtner GmbH. Er beschrieb die Auswirkungen kurzfristiger Angebotsschwankungen auf Schlachtbetriebe und Absatzmärkte. Die Konzentration auf verschiedene Märkte kann aus seiner Sicht helfen, Risiken zu streuen.
Knud Buhl vom Danish Bacon and Meat Council richtete den Blick auf die internationale Schweinewirtschaft. Seine Präsentation verdeutlichte: Eine wachsende weltweite Fleischnachfrage bedeutet nicht automatisch bessere Absatzchancen für europäische Betriebe, wirkt aber insgesamt langfristig hoffentlich stabilisierend. Entscheidend bleiben Kosten und der Zugang zu den jeweiligen Märkten.
ÖFK-Geschäftsführer Stefan Mader zeigte anhand von Schlacht- und Klassifizierungsdaten, wie sich das Tierangebot angesichts der dramatischen Dürresituation 2026 entwickelt hat. Außerdem stellte er KI-Anwendungen und Entwicklungsprojekte der gemeinsam mit der SLA gegründeten FOODFAIR GmbH vor – von der automatisierten Schlachtnummernerkennung bis zum Pilotprojekt zur Rinderklassifizierung.
ÖFK-Beiratsvorsitzender Otto Auer würdigte in seinem Statement die Arbeit und das Engagement der österreichischen Fleischbranche. Gerade angesichts der zunehmenden internationalen Verflechtungen, des steigenden Wettbewerbsdrucks und sich verändernder Rahmenbedingungen sei es entscheidend, entlang der gesamten Wertschöpfungskette gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen zu arbeiten. Dabei hob er die Bedeutung des Austauschs innerhalb der Branche hervor. Demnach wird die ÖFK auch künftig neben ihren Kernaufgaben die Vernetzung der Branche mittels entsprechender Angebote vorantreiben und freut sich, innerhalb der Wertschöpfungskette „Fleisch“ eine Plattform für die Diskussion von relevanten Zukunftsthemen bieten zu können. (Schluss)
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