Totschnig warnt: Dürre und Krisen setzen Höfe massiv unter Druck
Trotz eines rechnerischen Zuwachses stagniert das reale Einkommen 2025 auf dem Niveau von 2010: Agrarspitze fordert Entlastung angesichts hoher Kosten und Ernteverluste.
Der Grüne Bericht gibt einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche Situation der österreichischen Land- und Forstwirtschaft. Der Bericht ist durch das Landwirtschaftsgesetz vorgeschrieben und jährlich im September dem Nationalrat zu übermitteln. Der aktuelle Bericht bildet die Einkommenssituation des Jahres 2025 ab. Im Durchschnitt sind die bäuerlichen Einkommen gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dieser Durchschnittswert bildet die wirtschaftliche Situation der einzelnen Betriebszweige jedoch nur eingeschränkt ab: Während einige Bereiche Einkommenszuwächse verzeichneten, waren andere mit Rückgängen konfrontiert.
Mit Beginn des Jahres 2026 hat sich die Lage zusätzlich verschärft. Geopolitische Krisen, volatile Märkte, weiterhin hohe Produktionskosten und vor allem die Dürrekatastrophe setzen die Land- und Forstwirtschaft unter erheblichen wirtschaftlichen Druck. Für 2026 zeichnet sich daher eine deutlich rückläufige Einkommensentwicklung ab.
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: „Globale Krisen, Marktschwankungen und der Klimawandel setzen unsere Betriebe massiv unter Druck. Der Durchschnittswert allein ist nicht aussagekräftig, denn im Schweinebereich gab es beispielsweise 2025 ein Minus und im Rinderbereich gab es seuchenbedingt ein Plus. Dazu kommt, dass 2026 eine historische Dürre zu erheblichen Ertragseinbußen führt und die Bäuerinnen und Bauern massiv belastet. Die Aufgabe der Agrarpolitik ist es deshalb, budgetäre Stabilität zu schaffen, Schwankungen so gut wie möglich abzufedern und eine flächendeckende heimische Lebensmittelproduktion für die Zukunft zu sichern“.
Einkommensentwicklung je nach Betriebszweig unterschiedlich
Im Jahr 2025 wurde im Durchschnitt ein Einkommen von rund 47.100 Euro je Betrieb erzielt. Das entspricht einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bezogen auf eine Arbeitskraft lagen die Einkünfte bei rund 34.800 Euro. Der durchschnittliche Bruttolohn lag 2025 bei 16,08 € pro Stunde. Hinter diesen Durchschnittswerten stehen jedoch teils deutlich unterschiedliche Entwicklungen nach Betriebsform und Produktionsschwerpunkt.
Zum Einkommensanstieg trugen mehrere Faktoren bei. Seuchenbedingt kam es in der tierischen Produktion zu höheren Erzeugerpreisen und Produktionsausweitungen in der Milch- und Rinderhaltung. Im pflanzlichen Bereich kam es zu höheren Erntemengen bei Getreide und Ölfrüchten. Zusätzlich spielt ein verstärkter Holzeinschlag sowie höhere Zahlungen im Agrarumweltprogramm ÖPUL ein Rolle. Auch zusätzliche Erträge aus Direktvermarktung und Urlaub am Bauernhof stärkten die Einkommen.
Dämpfend wirkten hingegen gesunkene Erzeugerpreise für Mastschweine und Ferkel sowie höhere Aufwendungen für Futter- und Düngemittel.
Durchschnittswerte täuschen die langjährige Entwicklung
Je nach Produktionsschwerpunkt, Betriebsstruktur und Region verlief die Einkommensentwicklung 2025 unterschiedlich. Auch der langfristige Vergleich relativiert die Entwicklung. Inflationsbereinigt liegen die bäuerlichen Einkommen weiterhin ungefähr auf dem Niveau des Jahres 2010.
2026: Dürre und hohe Kosten setzen Betriebe massiv unter Druck
Wie schnell sich die wirtschaftliche Situation ändern kann, zeigt das Jahr 2026. Geopolitische Krisen, volatile Märkte und die Folgen des Klimawandels belasten die heimische Landwirtschaft zunehmend. Besonders gravierend sind die Folgen der anhaltenden Trockenheit. Im Grünland fehlt im Durchschnitt rund ein Drittel der Erträge. Zahlreiche Betriebe mussten bereits auf ihre Winterfutterreserven zurückgreifen. Gleichzeitig bleiben die Produktionskosten auf hohem Niveau. Damit trifft weniger Ertrag auf hohe Kosten. Für zahlreiche bäuerliche Betriebe bedeutet das einen erheblichen wirtschaftlichen Druck. Für das Jahr 2026 ist daher mit einer spürbar rückläufigen Einkommensentwicklung in der Land- und Forstwirtschaft zu rechnen.
Kurzfristig entlasten, langfristig Stabilität und Planbarkeit schaffen
Die Agrarpolitik setzt deshalb auf kurzfristige Entlastung ebenso wie auf langfristige Absicherung. Mit dem Dürre-Hilfspaket werden jene Betriebe unterstützt, die von der aktuellen Trockenheit besonders stark betroffen sind. Die Agrardieselvergütung sorgt für Entlastung angesichts hoher Betriebsmittelkosten. Über die Investitionsförderung werden Modernisierung, Effizienzsteigerung und die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe gestärkt.
Langfristig entscheidend ist die Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2028. Österreich setzt sich dafür ein, bewährte Instrumente ausreichend zu finanzieren und weiterzuentwickeln.
Zum Grünen Bericht: https://gruenerbericht.at/cm4/ (Schluss)
Mit Beginn des Jahres 2026 hat sich die Lage zusätzlich verschärft. Geopolitische Krisen, volatile Märkte, weiterhin hohe Produktionskosten und vor allem die Dürrekatastrophe setzen die Land- und Forstwirtschaft unter erheblichen wirtschaftlichen Druck. Für 2026 zeichnet sich daher eine deutlich rückläufige Einkommensentwicklung ab.
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: „Globale Krisen, Marktschwankungen und der Klimawandel setzen unsere Betriebe massiv unter Druck. Der Durchschnittswert allein ist nicht aussagekräftig, denn im Schweinebereich gab es beispielsweise 2025 ein Minus und im Rinderbereich gab es seuchenbedingt ein Plus. Dazu kommt, dass 2026 eine historische Dürre zu erheblichen Ertragseinbußen führt und die Bäuerinnen und Bauern massiv belastet. Die Aufgabe der Agrarpolitik ist es deshalb, budgetäre Stabilität zu schaffen, Schwankungen so gut wie möglich abzufedern und eine flächendeckende heimische Lebensmittelproduktion für die Zukunft zu sichern“.
Einkommensentwicklung je nach Betriebszweig unterschiedlich
Im Jahr 2025 wurde im Durchschnitt ein Einkommen von rund 47.100 Euro je Betrieb erzielt. Das entspricht einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bezogen auf eine Arbeitskraft lagen die Einkünfte bei rund 34.800 Euro. Der durchschnittliche Bruttolohn lag 2025 bei 16,08 € pro Stunde. Hinter diesen Durchschnittswerten stehen jedoch teils deutlich unterschiedliche Entwicklungen nach Betriebsform und Produktionsschwerpunkt.
Zum Einkommensanstieg trugen mehrere Faktoren bei. Seuchenbedingt kam es in der tierischen Produktion zu höheren Erzeugerpreisen und Produktionsausweitungen in der Milch- und Rinderhaltung. Im pflanzlichen Bereich kam es zu höheren Erntemengen bei Getreide und Ölfrüchten. Zusätzlich spielt ein verstärkter Holzeinschlag sowie höhere Zahlungen im Agrarumweltprogramm ÖPUL ein Rolle. Auch zusätzliche Erträge aus Direktvermarktung und Urlaub am Bauernhof stärkten die Einkommen.
Dämpfend wirkten hingegen gesunkene Erzeugerpreise für Mastschweine und Ferkel sowie höhere Aufwendungen für Futter- und Düngemittel.
Durchschnittswerte täuschen die langjährige Entwicklung
Je nach Produktionsschwerpunkt, Betriebsstruktur und Region verlief die Einkommensentwicklung 2025 unterschiedlich. Auch der langfristige Vergleich relativiert die Entwicklung. Inflationsbereinigt liegen die bäuerlichen Einkommen weiterhin ungefähr auf dem Niveau des Jahres 2010.
2026: Dürre und hohe Kosten setzen Betriebe massiv unter Druck
Wie schnell sich die wirtschaftliche Situation ändern kann, zeigt das Jahr 2026. Geopolitische Krisen, volatile Märkte und die Folgen des Klimawandels belasten die heimische Landwirtschaft zunehmend. Besonders gravierend sind die Folgen der anhaltenden Trockenheit. Im Grünland fehlt im Durchschnitt rund ein Drittel der Erträge. Zahlreiche Betriebe mussten bereits auf ihre Winterfutterreserven zurückgreifen. Gleichzeitig bleiben die Produktionskosten auf hohem Niveau. Damit trifft weniger Ertrag auf hohe Kosten. Für zahlreiche bäuerliche Betriebe bedeutet das einen erheblichen wirtschaftlichen Druck. Für das Jahr 2026 ist daher mit einer spürbar rückläufigen Einkommensentwicklung in der Land- und Forstwirtschaft zu rechnen.
Kurzfristig entlasten, langfristig Stabilität und Planbarkeit schaffen
Die Agrarpolitik setzt deshalb auf kurzfristige Entlastung ebenso wie auf langfristige Absicherung. Mit dem Dürre-Hilfspaket werden jene Betriebe unterstützt, die von der aktuellen Trockenheit besonders stark betroffen sind. Die Agrardieselvergütung sorgt für Entlastung angesichts hoher Betriebsmittelkosten. Über die Investitionsförderung werden Modernisierung, Effizienzsteigerung und die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe gestärkt.
Langfristig entscheidend ist die Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2028. Österreich setzt sich dafür ein, bewährte Instrumente ausreichend zu finanzieren und weiterzuentwickeln.
Zum Grünen Bericht: https://gruenerbericht.at/cm4/ (Schluss)
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