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Wien, 10. August 2026 (aiz.info)

Tomaten Lieblingsgemüse: Landwirtschaft passt sich Herausforderungen durch Hitze an

Zum Tag des Paradeisers verweist AMA-Marketing auf verdoppelte Erntemengen und den verstärkten Umstieg auf Glashäuser als Schutz vor Hitzeextremen.

Zum Tag des Paradeisers am 8. August hat die AMA-Marketing das beliebteste Gemüse der Österreicherinnen und Österreicher in den Mittelpunkt gerückt. Die diesjährige Saison ist von anhaltender Hitze und Trockenheit geprägt. Welche Auswirkungen das auf die Ernte haben wird, lässt sich laut Branche derzeit noch nicht abschließend beurteilen.

Trotz zunehmend herausfordernder Witterungsbedingungen hat sich die Produktion des beliebtesten Fruchtgemüses in den vergangenen zwei Jahrzehnten stets entwickelt: 2025 wurden mit rund 57.500 Tonnen mehr als doppelt so viele Tomaten geerntet wie noch vor 20 Jahren. Gleichzeitig setzen immer mehr Betriebe auf geschützten Anbau, der eine hohe Qualität und eine lange Erntesaison ermöglicht.

„Hitze und Trockenheit stellen den Tomatenanbau zunehmend vor Herausforderungen. Viele Betriebe setzen deshalb verstärkt auf geschützten Anbau in Glashäusern, wo unter anderem Beschattungssysteme eingesetzt werden, um die Pflanzen vor extremer Sonneneinstrahlung und Hitzestress zu schützen“, sagte Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing, „Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen trägt jede unserer Kaufentscheidungen für regionale Lebensmittel zur Versorgungssicherheit bei.“

Tomaten sind gefragt

Auf rund 192 Hektar – das entspricht knapp 270 Fußballfeldern – werden in Österreich Tomaten angebaut. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen im Burgenland, in Wien, Niederösterreich und der Steiermark. Auch bei den Konsumentinnen und Konsumenten erfreuen sich Tomaten großer Beliebtheit: Im Wirtschaftsjahr 2024/25 wurden durchschnittlich mehr als 25 Kilogramm pro Kopf konsumiert. „Die Nachfrage nach Tomaten zeigt, welchen Stellenwert regionale Lebensmittel haben. Konsumentinnen und Konsumenten haben die Sicherheit, dass Paradeiser mit dem rot-weiß-roten Gütesiegel aus Österreich kommen und darüber hinaus nach klar definierten Standards produziert wurden“, so Mutenthaler-Sipek.

Vom Freiland ins Glashaus

Während Tomaten früher überwiegend im Freiland angebaut wurden, erfolgt die Produktion heute fast ausschließlich in Glashäusern oder Folientunneln. Immer mehr Betriebe setzen auf diese Form des geschützten Anbaus, um besser auf Wetterextreme reagieren zu können. In den Glashäusern kommen unter anderem Beschattungssysteme zum Einsatz, die die Pflanzen während Hitzeperioden entlasten. Der geschützte Anbau trägt außerdem dazu bei, Witterungseinflüsse und Krankheiten besser zu kontrollieren und die Erntesaison zu verlängern. Entsprechend ist die Freilandfläche von 59 Hektar im Jahr 1995 auf rund 14 Hektar im Jahr 2025 zurückgegangen. Bio-Tomaten werden hingegen grundsätzlich bodengebunden – im Freiland oder in Gewächshäusern mit natürlichem Boden – kultiviert.

Qualität mit dem AMA-Gütesiegel

Tomaten mit dem AMA-Gütesiegel werden nach den AMAG.A.P.-Richtlinien erzeugt. Diese verbinden wirtschaftliche und ökologische Anforderungen und regeln unter anderem Sortenwahl, Düngung, Pflanzenschutz und Anbautechnik. Nur Tomaten der Handelsklassen I oder Extra dürfen das AMA-Gütesiegel tragen.

Im Jahr 2025 wirtschaften 83 Tomatenbetriebe nach den AMAG.A.P.-Richtlinien. Sie bewirtschaften rund 142 Hektar Anbaufläche, nahezu vollständig im geschützten Anbau. Davon sind 20 Betriebe Bio-Betriebe, die auf rund 22 Hektar Bio-Tomaten produzieren. Laufende Kontrollen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Anbau bis zum Verkauf, sichern die Einhaltung der Qualitätskriterien. (Schluss)
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