Studie: Hohe Wertschätzung für Kärntner Landwirtschaft
LK intensiviert mit Kampagne den Dialog mit der Gesellschaft
Die Landwirtschaftskammer Kärnten hat letzten Herbst eine Befragung zum Bild der Landwirtschaft in der Kärntner Bevölkerung in Auftrag gegeben. "Die nun vorliegenden Ergebnisse zeigen unmissverständlich: Bäuerinnen und Bauern haben eine sehr hohe Bedeutung für die Gesellschaft und genießen auch sehr hohe Wertschätzung. Auf uns will und kann sich die Kärntner Bevölkerung verlassen", bringt LK-Präsident Siegfried Huber die Befragungsergebnisse auf den Punkt. Nur die Berufsgruppe der Ärztinnen und Ärzte wird als noch wichtiger für Zukunft unserer Gesellschaft angesehen.
Repräsentative Befragung der Kärntner Bevölkerung
Die Befragung wurde von KeyQUEST Marktforschung durchgeführt. Geschäftsführer und Inhaber Mag. Johannes Mayr: "Das wichtigste Ergebnis der Studie: Die Kärntner Bevölkerung hat von ihren Bäuerinnen und Bauern ein sehr positives Bild und tritt ihnen mit viel Wertschätzung entgegen. Besonders positiv wahrgenommen wird - neben der Landschaftspflege - vor allem die krisensichere Versorgung mit qualitativ hochwertigen, regionalen Lebensmitteln."
Und auch über zukünftige Bedeutung der Landwirtschaft sind sich die Kärntner einig: So wird der Beruf Landwirt/in im Ranking der Zukunftsberufe knapp hinter Ärzten/innen am zweiten Platz gesehen. "In Summe zeichnet die Studie ein sehr, sehr positives Bild von der heimischen Landwirtschaft. Trotzdem gibt es Punkte, die als Arbeitsauftrag für die Agrarpolitik gesehen werden können: So haben zwei Drittel der Kärntner Bevölkerung nur wenig oder gar keinen Bezug mehr zur Landwirtschaft. Damit sinkt auch das Interesse an und Verständnis für landwirtschaftliche Themen", erklärt Johannes Mayr. Außerdem sei bemerkenswert, dass auch die mediale Berichterstattung über Landwirtschaft tendenziell als zu negativ wahrgenommen werde, so der Markforscher.
Bewusstsein schlägt sich im Kaufverhalten zu wenig nieder
"Die Studie zeigt, dass es in der Kärntner Bevölkerung ein starkes Bewusstsein für die Bedeutung und die Leistung der Bäuerinnen und Bauern gibt. Das bewerte ich als äußerst positiv, weil es ein Zeichen der Wertschätzung ist. Was die Landwirtschaft aber belastet, ist, dass dieses Bewusstsein im Alltag nicht immer gelebt wird", betont Agrarreferent LHStv. Martin Gruber. Im allgemeinen Kaufverhalten entscheide am Ende zu oft der Preis anstatt Qualität und Herkunft. In den öffentlichen Diskussionen zur Landwirtschaft würden Bauern oft zu Sündenböcken gemacht, Erwartungshaltungen zu Tierwohl, Renaturierung und Co. geweckt, für die es im Gegenzug keine faire finanzielle Abgeltung gebe. "Dass Bauern für die Kärntner laut Umfrage die zweitwichtigste Berufsgruppe sind, ist ein phänomenaler Wert. Diese positive Grundeinstellung muss aber auch bei den Landwirten ankommen und im Alltag sichtbar werden, damit der Beruf Bauer eine Zukunft hat", so Gruber.
Menschen dort erreichen, wo sie Informationen konsumieren
"Die Studie zeigt ganz klar: Das Interesse der Bevölkerung an Landwirtschaft ist deutlich größer, als viele Bäuerinnen und Bauern glauben. Vor allem junge Menschen erreichen wir heute dort, wo sie Informationen konsumieren - auf Social Media", betont Markus Lukas, Obmann der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich (NTÖ), die eine Studie auf österreichischer Ebene beauftragt hat, die die Basis für diese Kärntner Umfrage bildete. Mit der Initiative "StadtLandTier" setzt die NTÖ deshalb bewusst auf authentische Kommunikation direkt aus den Betrieben. "Wenn Bäuerinnen und Bauern selbst zeigen, wie Tierhaltung in Österreich funktioniert, entsteht Verständnis. Keine Hochglanzwerbung, sondern ehrliche Einblicke in den Alltag im Stall - regional, persönlich und glaubwürdig."
LK startet Kampagne "Auf uns ist Verlass!"
"Viele Menschen haben heute keinen Bezug mehr zur Landwirtschaft. Die Umfrage zeigt deutlich: Je geringer dieser Bezug, desto negativer ist das Bild von der Landwirtschaft. Um dem entgegenzuwirken, wollen wir künftig noch stärker den Dialog mit der Gesellschaft suchen“, leitet Präsident Siegfried Huber aus den Ergebnissen der Befragung als Auftrag für die Landwirtschaftskammer ab. Ein erstes Ergebnis daraus ist die Kampagne "Auf uns ist Verlass!", die die Leistungen der Kärntner Bäuerinnen und Bauern für die Gesellschaft in den Mittelpunkt rücken soll. Die Kampagne wird im Zeitraum von Juni bis Oktober mit Printeinschaltungen, Radiospots, Plakaten, einer Social Media-Kampagne und einigem mehr umgesetzt.
"Unsere Botschaften sind klar: Wenn‘s um Tierwohl, um Versorgungssicherheit, um einen reich gedeckten Mittagstisch oder um gepflegte Kulturlandschaften geht: Auf unsere Bäuerinnen und Bauern können sich die Kärntnerinnen und Kärntner zu 100 Prozent verlassen", betont Präsident Siegfried Huber abschließend. (Schluss)
Repräsentative Befragung der Kärntner Bevölkerung
Die Befragung wurde von KeyQUEST Marktforschung durchgeführt. Geschäftsführer und Inhaber Mag. Johannes Mayr: "Das wichtigste Ergebnis der Studie: Die Kärntner Bevölkerung hat von ihren Bäuerinnen und Bauern ein sehr positives Bild und tritt ihnen mit viel Wertschätzung entgegen. Besonders positiv wahrgenommen wird - neben der Landschaftspflege - vor allem die krisensichere Versorgung mit qualitativ hochwertigen, regionalen Lebensmitteln."
Und auch über zukünftige Bedeutung der Landwirtschaft sind sich die Kärntner einig: So wird der Beruf Landwirt/in im Ranking der Zukunftsberufe knapp hinter Ärzten/innen am zweiten Platz gesehen. "In Summe zeichnet die Studie ein sehr, sehr positives Bild von der heimischen Landwirtschaft. Trotzdem gibt es Punkte, die als Arbeitsauftrag für die Agrarpolitik gesehen werden können: So haben zwei Drittel der Kärntner Bevölkerung nur wenig oder gar keinen Bezug mehr zur Landwirtschaft. Damit sinkt auch das Interesse an und Verständnis für landwirtschaftliche Themen", erklärt Johannes Mayr. Außerdem sei bemerkenswert, dass auch die mediale Berichterstattung über Landwirtschaft tendenziell als zu negativ wahrgenommen werde, so der Markforscher.
Bewusstsein schlägt sich im Kaufverhalten zu wenig nieder
"Die Studie zeigt, dass es in der Kärntner Bevölkerung ein starkes Bewusstsein für die Bedeutung und die Leistung der Bäuerinnen und Bauern gibt. Das bewerte ich als äußerst positiv, weil es ein Zeichen der Wertschätzung ist. Was die Landwirtschaft aber belastet, ist, dass dieses Bewusstsein im Alltag nicht immer gelebt wird", betont Agrarreferent LHStv. Martin Gruber. Im allgemeinen Kaufverhalten entscheide am Ende zu oft der Preis anstatt Qualität und Herkunft. In den öffentlichen Diskussionen zur Landwirtschaft würden Bauern oft zu Sündenböcken gemacht, Erwartungshaltungen zu Tierwohl, Renaturierung und Co. geweckt, für die es im Gegenzug keine faire finanzielle Abgeltung gebe. "Dass Bauern für die Kärntner laut Umfrage die zweitwichtigste Berufsgruppe sind, ist ein phänomenaler Wert. Diese positive Grundeinstellung muss aber auch bei den Landwirten ankommen und im Alltag sichtbar werden, damit der Beruf Bauer eine Zukunft hat", so Gruber.
Menschen dort erreichen, wo sie Informationen konsumieren
"Die Studie zeigt ganz klar: Das Interesse der Bevölkerung an Landwirtschaft ist deutlich größer, als viele Bäuerinnen und Bauern glauben. Vor allem junge Menschen erreichen wir heute dort, wo sie Informationen konsumieren - auf Social Media", betont Markus Lukas, Obmann der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich (NTÖ), die eine Studie auf österreichischer Ebene beauftragt hat, die die Basis für diese Kärntner Umfrage bildete. Mit der Initiative "StadtLandTier" setzt die NTÖ deshalb bewusst auf authentische Kommunikation direkt aus den Betrieben. "Wenn Bäuerinnen und Bauern selbst zeigen, wie Tierhaltung in Österreich funktioniert, entsteht Verständnis. Keine Hochglanzwerbung, sondern ehrliche Einblicke in den Alltag im Stall - regional, persönlich und glaubwürdig."
LK startet Kampagne "Auf uns ist Verlass!"
"Viele Menschen haben heute keinen Bezug mehr zur Landwirtschaft. Die Umfrage zeigt deutlich: Je geringer dieser Bezug, desto negativer ist das Bild von der Landwirtschaft. Um dem entgegenzuwirken, wollen wir künftig noch stärker den Dialog mit der Gesellschaft suchen“, leitet Präsident Siegfried Huber aus den Ergebnissen der Befragung als Auftrag für die Landwirtschaftskammer ab. Ein erstes Ergebnis daraus ist die Kampagne "Auf uns ist Verlass!", die die Leistungen der Kärntner Bäuerinnen und Bauern für die Gesellschaft in den Mittelpunkt rücken soll. Die Kampagne wird im Zeitraum von Juni bis Oktober mit Printeinschaltungen, Radiospots, Plakaten, einer Social Media-Kampagne und einigem mehr umgesetzt.
"Unsere Botschaften sind klar: Wenn‘s um Tierwohl, um Versorgungssicherheit, um einen reich gedeckten Mittagstisch oder um gepflegte Kulturlandschaften geht: Auf unsere Bäuerinnen und Bauern können sich die Kärntnerinnen und Kärntner zu 100 Prozent verlassen", betont Präsident Siegfried Huber abschließend. (Schluss)
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