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Linz, 11. März 2026 (aiz.info)

Steigende Betriebsmittelkosten: LK OÖ-Vollversammlung fordert Entlastungspaket

Wiedereinführung der Mineralölsteuer-Rückvergütung sowie CO₂-Abgabenausgleich für Agrardiesel vorgeschlagen

Die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich hat sich in ihrer Sitzung am Mittwoch intensiv mit den stark steigenden Betriebsmittelkosten in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt. In einer Resolution fordert die LK OÖ-Vollversammlung insbesondere die Wiedereinführung der Mineralölsteuer-Rückvergütung sowie einen CO₂-Abgabenausgleich für Agrardiesel. „Zudem sind insbesondere bei Tierhaltungsbetrieben weitere Entlastungsschritte bei den Stromkosten notwendig. Gerade energieintensive Produktionsbereiche sind von den aktuellen Preissteigerungen besonders betroffen. Eine Mineralölsteuer-rückvergütung für Agrardiesel wäre eine rasch wirksame Maßnahme, um die Betriebe spürbar zu entlasten“, so LK OÖ-Präsident Franz Waldenberger.

Iran-Konflikt bringt starke Kostensteigerung bei Stickstoffdünger

Darüber hinaus fordert die Vollversammlung den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft auf, sich auf EU-Ebene weiterhin konsequent für Zollentlastungen sowie eine vorübergehende Aussetzung des seit Jahresbeginn geltenden CO₂-Grenzausgleichs bei Düngemittelimporten aus Drittstaaten einzusetzen. Ziel müsse es sein, die stark steigenden Kosten bei Düngemitteln zu dämpfen und die Versorgung der Landwirtschaft sicherzustellen. „Eine sichere und leistbare Versorgung mit Betriebsmitteln ist eine Grundvoraussetzung für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Lebensmittelproduktion. Die Betriebsmittelkosten in der Land- und Forstwirtschaft sind stark von den Energiepreisen getrieben. Daher braucht es dringend ein gezieltes und rasch wirksames Entlastungspaket für die Land- und Forstwirtschaft“, appelliert Kammerpräsident Waldenberger. 

Geopolitische Eskalation hat Betriebsmittelpreissituation weiter verschärft

Auslöser für die aktuelle Zuspitzung ist neben den bereits in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Energie- und Betriebsmittelpreisen auch die jüngste geopolitische Eskalation im Nahen Osten. Der Krieg rund um den Iran hat die internationalen Energie- und Rohstoffmärkte massiv unter Druck gesetzt. Öl- und Gaspreise sind zuletzt deutlich gestiegen und wirken sich in weiterer Folge auch auf die Preise für Diesel, Strom und Düngemittel aus. 

„Unsere bäuerlichen Familienbetriebe stehen massiv unter Druck. Die Preise für Energie, Treibstoffe und Düngemittel steigen erneut stark an. Diese Entwicklung trifft die Landwirtschaft unmittelbar und gefährdet die wirtschaftliche Stabilität vieler Betriebe“, betont LK-OÖ-Präsident Franz Waldenberger. (Schluss)
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