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Korneuburg, 8. Jänner 2026 (aiz.info)

RWA: Agrarpolitik zwischen Versorgungssicherheit und betrieblicher Realität

Aktuelle Ausgabe von "Unser Land" beleuchtet agrarpolitische Rahmenbedingungen und ordnet die aktuelle Lage am Düngemittelmarkt ein

Die Landwirtschaft steht zunehmend im Spannungsfeld zwischen globalen Marktverwerfungen, klimatischen Veränderungen und wachsenden regulatorischen Anforderungen. Die aktuelle Ausgabe 1–2/25 des RWA-Magazins „Unser Land“ greift diese Entwicklungen auf und ordnet sie aus agrarpolitischer und genossenschaftlicher Perspektive ein. Im Mittelpunkt stehen ein Interview mit Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig sowie ein praxisnaher Einblick in die Arbeit der Funktionärin des Lagerhaus Hollabrunn-Horn, Anna Dommaier. 

Im Gespräch mit Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig werden die zentralen agrarpolitischen Prioritäten vor dem Hintergrund internationaler Verwerfungen und nationaler Verantwortung eingeordnet. Thematisiert werden Fragen der Versorgungssicherheit, der wirtschaftlichen Stabilität landwirtschaftlicher Betriebe sowie die Bedeutung praktikabler politischer Vorgaben. Der agrarpolitische Ausblick macht deutlich, dass politische Zielsetzungen zunehmend darauf ausgerichtet sein müssen, Stabilität zu schaffen und gleichzeitig betriebliche Anpassungsfähigkeit zu ermöglichen. 

Getreideernte: 1,5 Millionen Tonnen im Jahr 2025 

Ergänzt wird die politische Analyse durch ein Interview mit der Funktionärin Anna Dommaier, die die Situation am heimischen Getreidemarkt aus Sicht der Praxis beschreibt. Ausgangspunkt ist die Zahl des Monats, wonach die österreichische Getreideernte aktuell rund 1,5 Millionen Tonnen umfasst. Diese Menge bildet eine wesentliche Grundlage für die inländische Versorgung, steht jedoch unter dem Einfluss internationaler Marktbewegungen, witterungsbedingter Ertragsschwankungen und logistischer Herausforderungen. Dommaier ordnet ein, welche Bedeutung stabile Absatzstrukturen, funktionierende Lager- und Vermarktungssysteme sowie transparente Marktinformationen für landwirtschaftliche Betriebe haben. Sie macht deutlich, dass Getreideproduktion und Vermarktung heute stärker denn je von externen Faktoren geprägt sind und regionale Strukturen eine zentrale Rolle spielen, um Versorgungssicherheit und Wertschöpfung im Inland zu sichern. 

Ganzheitlicher Blick auf betriebliche Realitäten gefragt 

Die gesamteuropäische und genossenschaftliche Einordnung wird im Heft durch fachliche Beiträge ergänzt, die konkrete Entscheidungsfelder auf Betriebsebene aufgreifen. Dazu zählen neben der Analyse zur aktuellen Getreidemarktsituation auch Informationen zur Entwicklung bei Düngemitteln sowie Beiträge zu Saatgut, Pflanzenbau und Fütterung. Service- und Technikthemen zeigen zudem, wie Betriebe in der laufenden Saison organisatorisch und logistisch unterstützt werden können. (Schluss)
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