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Wien, 25. Februar 2026 (aiz.info)

Rinderzucht Austria: Rückblick auf das Vermarktungsjahr 2025

Durchschnittspreise nachwievor auf hohem Niveau

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 124 Versteigerungen durchgeführt (2014: 118) und damit um sechs mehr als im Vorjahr. Die Bilanz für die heimischen Züchter:innen fällt durchaus erfreulich aus: Über alle Rassen und Kategorien (ohne weibliche Zuchtkälber) hinweg stiegen die Durchschnittspreise um 269 Euro bzw. um 11%. Bereits im 24-er Jahr stiegen die Preise um 130 Euro. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag somit bei 2.728 Euro (2024: 2.459 Euro), was einem Gesamtumsatz von 45 Mio. Euro entsprach (alle Angaben netto).

Insgesamt wurden 22.575 Tiere aufgetrieben, von denen wurden 97,0% bzw. 21.894 Stück verkauft. Dies entspricht einem Rückgang von 3.871 Tieren gegenüber dem Vorjahr. Die höchsten Durchschnittspreise wurden bei den Stieren erzielt: 534 verkaufte Tiere erreichten einen Durchschnittspreis von  3.338 Euro (2024: 2.821 Euro), 7.066 Erstlingskühe wurden zu durchschnittlich 2.973 Euro (2024: 2.498 Euro) verkauft. 5.670 versteigerte trächtige Zuchtkalbinnen erzielten einem Durchschnittspreis von 2.609 Euro (2024: 2.566 Euro).

Die zahlenmäßig stärkste Kategorie stellten im Jahr 2025 die Erstlingskühe mit 7.066 verkauften Tieren bzw. einem Vermarktungsanteil von 32,3%. Es folgten die trächtigen Zuchtkalbinnen mit insgesamt 5.670 verkauften Tieren (25,9%) sowie die Mehrkalbskühe mit 2.065 verkauften Tieren, das sind 9,4% aller verkauften Tiere. 
 
Zuchtviehexport: Wertschöpfung für die heimische Rinderwirtschaft

Der Zuchtrinderexport nimmt in der Zuchtviehvermarktung eine zentrale Rolle ein. Von insgesamt rund 31.000 vermarkteten Tieren aus Versteigerungen und Ab-Hof wurden 71,5% bzw. 21.843 Stück ins Ausland verkauft. Den mengenmäßig höchsten Exportanteil stellte die Rasse Fleckvieh mit rund 17.130 exportierten Tieren, das sind 78,4% aller exportierten Tiere, während Holstein mit 81,7% bei 1.866 exportierten Tieren den höchsten prozentuellen Exportanteil aufwies.

Auf Basis der durchschnittlichen Preise aus Ab-Hof-Vermarktung und Versteigerungen ergab sich allein durch den Export eine zusätzliche Wertschöpfung von rund 47 Mio. Euro für die heimischen Rinderbauern im Jahr 2025. Insgesamt wurden über die Zuchtviehvermarktung - bestehend aus Versteigerungen und Ab-Hof-Verkäufen 30.539 Tiere verkauft und ein Gesamtumsatz von 65 Mio. Euro erzielt. Der Großteil der Vermarktung entfiel dabei auf die 124 Zuchtrinderversteigerungen mit 21.894 vermarkteten Tieren (71,7%), während 8.645 Tiere (28,3%) direkt ab Hof vermarktet wurden.
 
Preisunterschiede zwischen Rassen und Kategorien

Die höchsten Durchschnittspreise bei Stieren erzielten Grauviehstiere mit 4.697 Euro bei 26 verkauften Tieren, gefolgt von Fleckviehstieren mit 3.345 Euro bei 444 verkauften Stieren und den Pinzgauern mit 2.928 Euro (49 Tiere).

Bei den Erstlingskühen erzielten die Holsteins mit einem Durchschnittspreis von 3.141 bei 1.081 verkauften Tieren den höchsten Preis, ebenso bei den Mehrkalbskühen. Hier wurden 347 Kühe zu einem Durschnittspreis von 3.004 Euro verkauft. 

Trächtige Kalbinnen erzielten beim Fleckvieh durchschnittlich 2.646 Euro bei verkauften 4.918 Stk. den höchsten Preis, in der Kategorie Jungkalbinnen die Rasse Grauvieh mit 1.347 Euro bei sechs verkauften Tieren. 
 
Kuh4You: Österreichweit das passende Tier finden

Seit März 2021 können über die Versteigerungsplattform www.kuh4you.at Rinder österreichweit online versteigert werden. Interessenten haben damit die Möglichkeit, bequem von zu Hause aus für Tiere mitzubieten. Darüber hinaus können Tiere im Rahmen eines Treuhandkaufs auch auf physischen Versteigerungen ohne persönliche Anwesenheit erworben werden.

Für Biobetriebe steht auf der Plattform ein besonderes Service zur Verfügung: Seit Jänner 2022 ist die von der EU vorgeschriebene Bio-Tier-Verfügbarkeitsdatenbank integriert, wodurch sich Interessenten einen umfassenden Überblick über das Angebot an Biotieren verschaffen können. Dieses Online-Angebot wurde im Zuge der Digitalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft entwickelt. (Schluss)
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