RINDERZUCHT AUSTRIA: Erfolgreiches Jahr 2025 trotz Herausforderungen
Generalversammlung beleuchtet Tierseuchen, Politik und Digitalisierung als prägende Themen der Rinderwirtschaft
Die Generalversammlung der RINDERZUCHT AUSTRIA stand im Zeichen eines insgesamt sehr intensiven und zugleich erfolgreichen Jahres. Die Preisentwicklung in der Rinderwirtschaft befindet sich weiterhin auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Gleichzeitig war das Jahr von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Neben Tierseuchen bestimmten insbesondere politische Diskussionen rund um die Gemeinsame Agrarpolitik, steigende Betriebsmittelkosten sowie internationale Handelsfragen das Umfeld.
Zusammenarbeit und Interessenvertretung
„Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die enge Zusammenarbeit mit zentralen Institutionen und Partnern. Besonders hervorzuheben sind die intensiven Kontakte zum Gesundheits- und Landwirtschaftsministerium, die von gegenseitigem Vertrauen und regelmäßiger Abstimmung geprägt sind. Auch der Austausch mit Dachorganisationen auf Bundesebene sowie mit Forschungseinrichtungen und Projektpartnern wurde kontinuierlich gepflegt“, so Obmann Thomas Schweigl in seinem Bericht.
Dabei wurde betont, dass nicht alle Entwicklungen unmittelbar beeinflusst werden können. In jenen Bereichen, in denen Gestaltungsspielraum besteht, setzt die RINDERZUCHT AUSTRIA jedoch gezielt Maßnahmen zur Weiterentwicklung. Ein besonderer Dank galt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Geschäftsführung für die engagierte und konstruktive Zusammenarbeit.
Tiergesundheit und Krisenmanagement
Das Jahr 2025 war in besonderem Maße durch Tierseuchen geprägt. „Die Maul- und Klauenseuche trat zunächst in Deutschland auf, etwas später in Ungarn und in der Slowakei. Auch die Lumpy Skin Disease mit Ausbrüchen in Italien und Frankreich sowie die Blauzungenkrankheit stellten große Herausforderungen dar. All diese Entwicklungen erforderten intensive Abstimmungen in diversen Krisenstäben sowie zahlreiche Sitzungen zur Krisenintervention. Besonders die Vieh- und Milchwirtschaft war von den Auswirkungen betroffen“, berichtet Geschäftsführer Martin Stegfellner.
Organisation und personelle Veränderungen
Im April 2025 kam es zu einem Wechsel in der Führung, als Sebastian Auernig die Funktion des Obmannes an Thomas Schweigl übergab. Nun übernahm im Zuge durchgeführter Ergänzungswahlen bei der diesjährigen Generalversammlung Johannes Tanzler die Funktion des Obmann-Stellvertreters von Matthias Bischof. Tanzler bringt ebenfalls viel praktische Erfahrung in die Gremien ein und steht für eine innovationsorientierte Weiterentwicklung der Branche. Auch bei der Österreichischen Jungzüchtervereinigung kam es zu einer personellen Veränderung, wobei Julia Klammer die Leitung des ÖJV übernahm und dadurch nun in den Vorstand der RINDERZUCHT AUSTRIA gewählt wurde.
Projekte, Innovation und Digitalisierung
Die RINDERZUCHT AUSTRIA arbeitet derzeit an einer Vielzahl von Projekten, die unterschiedliche Schwerpunkte abdecken. Das über die Forschungsförderungsgesellschaft geförderte FFG-Projekt „ENSURE“ konnte erfolgreich eingereicht werden und stellt ein bedeutendes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft dar. Das Nachhaltigkeitsprojekt NEU.rind wurde erfolgreich abgeschlossen und befindet sich bereits in der praktischen Umsetzung mit rund 250 Milchlieferanten, wobei weiteres Interesse aus der Molkereiwirtschaft erkennbar ist.
Parallel dazu werden mit Projekten wie breed4green neue Ansätze zur Bewertung von Methanausstoß und Futtereffizienz in der Zucht verfolgt. Im digitalen Bereich schreitet die Weiterentwicklung der Systeme kontinuierlich voran. Die Umstellung von RDV-Classic auf RDVNG erfordert umfangreiche Programmierarbeiten, insbesondere im Bereich der Datensicherheit. Neue Module sowie Weiterentwicklungen im Herdenmanagement bieten zusätzliche Funktionen und erleichtern den betrieblichen Alltag.
Auch die Integration von Daten aus Melkrobotern und die Weiterentwicklung genomischer Zuchtwertschätzung zeigen die zunehmende Bedeutung von Digitalisierung und Innovation in der Branche.
Volkswirtschaftliche Bedeutung der Rinderhaltung
Die im Rahmen der Generalversammlung von Herwig Schneider vom IWI-Institut präsentierte Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Nutztierhaltung verdeutlichte die zentrale Rolle der Rinderwirtschaft in Österreich. Mit einem Produktionswert von 7,2 Milliarden Euro und einer erheblichen Wertschöpfung trägt sie maßgeblich zur Stabilität der Wirtschaft bei. Zudem sichert die Rinderbranche 60.000 Arbeitsplätze im Ländlichen Raum und generiert bedeutende Steuereinnahmen. Gleichzeitig stehen die Betriebe unter wachsendem wirtschaftlichen Druck, da steigende Kosten nicht vollständig über den Markt abgegolten werden können.
Herausforderungen und gesellschaftliche Wahrnehmung
„Neben wirtschaftlichen und strukturellen Themen spielt auch die gesellschaftliche Wahrnehmung eine zunehmend wichtige Rolle. Fragen rund um Tiertransporte sowie eine teilweise einseitige Berichterstattung beeinflussen das Bild der Branche in der Öffentlichkeit. Auch die Diskussionen im Bereich der Tiergesundheit gestalten sich komplex. Insbesondere der Austritt der Tierärztekammer aus der Tiergesundheit Österreich zeigt bestehende Spannungsfelder und verdeutlicht den Bedarf an Weiterentwicklung und Dialog“, so LK OÖ-Präsident Franz Waldenberger in seinem Statement.
Ehrungen und Würdigungen
Im Rahmen der Generalversammlung wurden verdiente Persönlichkeiten für ihr Engagement ausgezeichnet. Besonders hervorgehoben wurde Walter Steinberger, der als prägende Persönlichkeit die Fleischrinderzucht in Österreich maßgeblich weiterentwickelt hat. Darüber hinaus wurde die gute Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen betont, die einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der gesamten Rinderwirtschaft leisten. (Schluss)
Zusammenarbeit und Interessenvertretung
„Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die enge Zusammenarbeit mit zentralen Institutionen und Partnern. Besonders hervorzuheben sind die intensiven Kontakte zum Gesundheits- und Landwirtschaftsministerium, die von gegenseitigem Vertrauen und regelmäßiger Abstimmung geprägt sind. Auch der Austausch mit Dachorganisationen auf Bundesebene sowie mit Forschungseinrichtungen und Projektpartnern wurde kontinuierlich gepflegt“, so Obmann Thomas Schweigl in seinem Bericht.
Dabei wurde betont, dass nicht alle Entwicklungen unmittelbar beeinflusst werden können. In jenen Bereichen, in denen Gestaltungsspielraum besteht, setzt die RINDERZUCHT AUSTRIA jedoch gezielt Maßnahmen zur Weiterentwicklung. Ein besonderer Dank galt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Geschäftsführung für die engagierte und konstruktive Zusammenarbeit.
Tiergesundheit und Krisenmanagement
Das Jahr 2025 war in besonderem Maße durch Tierseuchen geprägt. „Die Maul- und Klauenseuche trat zunächst in Deutschland auf, etwas später in Ungarn und in der Slowakei. Auch die Lumpy Skin Disease mit Ausbrüchen in Italien und Frankreich sowie die Blauzungenkrankheit stellten große Herausforderungen dar. All diese Entwicklungen erforderten intensive Abstimmungen in diversen Krisenstäben sowie zahlreiche Sitzungen zur Krisenintervention. Besonders die Vieh- und Milchwirtschaft war von den Auswirkungen betroffen“, berichtet Geschäftsführer Martin Stegfellner.
Organisation und personelle Veränderungen
Im April 2025 kam es zu einem Wechsel in der Führung, als Sebastian Auernig die Funktion des Obmannes an Thomas Schweigl übergab. Nun übernahm im Zuge durchgeführter Ergänzungswahlen bei der diesjährigen Generalversammlung Johannes Tanzler die Funktion des Obmann-Stellvertreters von Matthias Bischof. Tanzler bringt ebenfalls viel praktische Erfahrung in die Gremien ein und steht für eine innovationsorientierte Weiterentwicklung der Branche. Auch bei der Österreichischen Jungzüchtervereinigung kam es zu einer personellen Veränderung, wobei Julia Klammer die Leitung des ÖJV übernahm und dadurch nun in den Vorstand der RINDERZUCHT AUSTRIA gewählt wurde.
Projekte, Innovation und Digitalisierung
Die RINDERZUCHT AUSTRIA arbeitet derzeit an einer Vielzahl von Projekten, die unterschiedliche Schwerpunkte abdecken. Das über die Forschungsförderungsgesellschaft geförderte FFG-Projekt „ENSURE“ konnte erfolgreich eingereicht werden und stellt ein bedeutendes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft dar. Das Nachhaltigkeitsprojekt NEU.rind wurde erfolgreich abgeschlossen und befindet sich bereits in der praktischen Umsetzung mit rund 250 Milchlieferanten, wobei weiteres Interesse aus der Molkereiwirtschaft erkennbar ist.
Parallel dazu werden mit Projekten wie breed4green neue Ansätze zur Bewertung von Methanausstoß und Futtereffizienz in der Zucht verfolgt. Im digitalen Bereich schreitet die Weiterentwicklung der Systeme kontinuierlich voran. Die Umstellung von RDV-Classic auf RDVNG erfordert umfangreiche Programmierarbeiten, insbesondere im Bereich der Datensicherheit. Neue Module sowie Weiterentwicklungen im Herdenmanagement bieten zusätzliche Funktionen und erleichtern den betrieblichen Alltag.
Auch die Integration von Daten aus Melkrobotern und die Weiterentwicklung genomischer Zuchtwertschätzung zeigen die zunehmende Bedeutung von Digitalisierung und Innovation in der Branche.
Volkswirtschaftliche Bedeutung der Rinderhaltung
Die im Rahmen der Generalversammlung von Herwig Schneider vom IWI-Institut präsentierte Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Nutztierhaltung verdeutlichte die zentrale Rolle der Rinderwirtschaft in Österreich. Mit einem Produktionswert von 7,2 Milliarden Euro und einer erheblichen Wertschöpfung trägt sie maßgeblich zur Stabilität der Wirtschaft bei. Zudem sichert die Rinderbranche 60.000 Arbeitsplätze im Ländlichen Raum und generiert bedeutende Steuereinnahmen. Gleichzeitig stehen die Betriebe unter wachsendem wirtschaftlichen Druck, da steigende Kosten nicht vollständig über den Markt abgegolten werden können.
Herausforderungen und gesellschaftliche Wahrnehmung
„Neben wirtschaftlichen und strukturellen Themen spielt auch die gesellschaftliche Wahrnehmung eine zunehmend wichtige Rolle. Fragen rund um Tiertransporte sowie eine teilweise einseitige Berichterstattung beeinflussen das Bild der Branche in der Öffentlichkeit. Auch die Diskussionen im Bereich der Tiergesundheit gestalten sich komplex. Insbesondere der Austritt der Tierärztekammer aus der Tiergesundheit Österreich zeigt bestehende Spannungsfelder und verdeutlicht den Bedarf an Weiterentwicklung und Dialog“, so LK OÖ-Präsident Franz Waldenberger in seinem Statement.
Ehrungen und Würdigungen
Im Rahmen der Generalversammlung wurden verdiente Persönlichkeiten für ihr Engagement ausgezeichnet. Besonders hervorgehoben wurde Walter Steinberger, der als prägende Persönlichkeit die Fleischrinderzucht in Österreich maßgeblich weiterentwickelt hat. Darüber hinaus wurde die gute Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen betont, die einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der gesamten Rinderwirtschaft leisten. (Schluss)
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