Zum Content springen
Neue Suche

Absender

Empfänger

Wien, 2. Juli 2026 (aiz.info)

Petschar fordert bei Herkunftskennzeichnung mehr Mut und mehr Tempo

Transparenz und heimische Qualitätsproduktion stärken

„Mehr Mut und mehr Tempo“ fordert der Präsident des Milchverbandes Österreich Helmut Petschar bei der Herkunftskennzeichnung. „Die Konsumenten sollten endlich ein Recht auf eine gesicherte Information zur Herkunft Ihrer Produkte haben. Dies ist wichtig, weil die Herkunft die Summe der Herstellungsbedingungen eines Landes darstellt und dem Konsumenten beim Einkauf damit die Information gibt, welche Herstellungsbedingungen hinter dem Produkt stehen“, erklärte dazu Petschar.

Die österreichische Milchwirtschaft setzt seit Jahren auf hohe Standards im Bereich Qualität und Nachhaltigkeit, wie diese von den Österreichern gewünscht werden: Gentechnikfreiheit, höchste Standards im Bereich Tierwohl und in der Fütterung, Verbot des Einsatzes bedenklicher Futtermittel, wie Palmölprodukte oder Soja aus Übersee, die EU-weit höchste Bioquote, regionale Spezialitäten oder Heumilchprodukte sowie die hohen Standards des österreichischen Lebensmittelcodex ergeben insgesamt sehr vorbildliche und streng kontrollierte Standards. Daraus ergeben sich auch die EU-weit besten Klimaschutzwerte, wie dies in einer Studie des Joint Research Centers der EU bestätigt wurde.

Um diese hohen Standards zu unterstützen und abzusichern, ist eine möglichst umfassende und verpflichtende Herkunftskennzeichnung dringend notwendig, damit werden die Leistungen der Bauern und Verarbeiter sichtbar. Der Konsument soll auch erfahren, wenn Standards anderer Herstellungsländer zum Einsatz gekommen sind. „Nur wenn der Konsument gesicherte Informationen über die Herkunft der Produkte erhält, kann er beim Einkauf auch fundierte Entscheidungen treffen“, so Petschar.

Gerade in der Gastronomie ist eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Milchprodukte und Fleisch hoch angebracht und dringend notwendig, schließlich sichert die Bewirtschaftung des Grünlandes, der Wiesen und Almen mit Rindern deren Bestand und damit unsere schöne und gepflegte Landschaft, die wichtigste Voraussetzung des ländlichen Tourismus im Sommer und im Winter. Die Gäste sollten neben dem Genuss der Landschaft auch die die Möglichkeit zum gesicherten Genuss regionaler Produkte erhalten, so Petschar. Einen weiteren Schwerpunkt sieht Petschar in der Verarbeitung, dort landet auch ein großer Teil der Milchprodukte und auch bei verarbeiteten Produkten werden dem Konsumenten sehr oft Informationen über die Herkunft der Rohstoffe vorenthalten. (Schluss)
2.589 Anschläge
  • Empfehlen
  • Drucken
  • PDF downloaden
  • RTF downloaden