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Wien, 9. Juli 2026 (aiz.info)

PEK-Obmann Schmuckenschlager: Richtige Entscheidung für Europa getroffen

Heimisch produziertes Soja ist und bleibt nachhaltig

„Wirtschaftliche Stabilität gepaart mit Versorgungssicherheit und Klimaschutz sind für die notwendige Transformation des Transportsektors unumgänglich. Dafür bedarf es einer breiten und verlässlich zur Verfügung stehenden Rohstoffbasis. Die nun ermöglichte weitere Nutzung von europäischem Sojaöl als Rohstoff für biogene Kraftstoffe unterstützt diese genannten Bereiche maßgeblich und nachhaltig. Für den Standort Europa und die Wertschöpfung der heimischen Landwirtschaft und nachgelagerter Verarbeitungsbetriebe ist das die einzig richtige Entscheidung“, freut sich Johannes Schmuckenschlager, Obmann der Plattform Erneuerbare Kraftstoffe (PEK) anlässlich der gestrigen Ablehnung des delegierten Rechtsakts zur Einstufung von Soja als Rohstoff mit hohem ILUC-Risiko mit absoluter Mehrheit im Plenum des Europäischen Parlaments.

„Während geopolitische Risiken praktisch täglich zunehmen und globale Lieferketten und Rohstoffströme aus dem Tritt bringen, wollte die EK massive regulatorische Einschränkungen für bestimmte heimische Rohstoffe mit großem Potential im Ackerbau und in der Produktion erneuerbarer Kraftstoffe einführen. Besonders im Mittelpunkt stand dabei Soja, das im Rahmen eines delegierten Rechtsakts aus der EU-Erneuerbaren Richtlinie (RED) basierend auf globalen und pauschalen Betrachtungen als sogenannter „High ILUC Risk“-Rohstoff eingestuft werden sollte. Dadurch wäre die wirtschaftliche Verwertung von Sojaöl nicht mehr möglich und in weiterer Folge die propagierte Stärkung der innereuropäischen Eiweißproduktion abgesagt gewesen“, so Schmuckenschlager weiter.

Sojabohnen als unverzichtbarer Teil des Agrarsystems mit weiterem Potential

Als Hülsenfrucht und Leguminose bindet Soja Stickstoff im Boden, wodurch der Düngemitteleinsatz deutlich verringert und gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit verbessert wird. Zudem ist die Pflanze eine dringend notwendige Blattfruchtalternative und daher ein fester Bestandteil nachhaltiger Fruchtfolgesysteme. Österreich ist beispielsweise mittlerweile der drittgrößte Sojaproduzent in der EU und aufgrund der zunehmenden Extremwetterlagen im Sommer besteht noch einiges Ausbaupotential beim Sojaanbau.

„Nachhaltige Biokraftstoffe aus Rohstoffen „Made in Europe“ tragen wesentlich zur Steigerung der Versorgungssicherheit sowie der zur Klimazielerreichung notwendigen Defossilisierung des Transportsektors bei und können mit richtig gesetzten politischen Anreizen noch mehr bewirken. Der nächste logische und notwendige Schritt ist daher die dynamische Anhebung der Limitierungen für erntebasierte Biokraftstoffe im Rahmen der Überarbeitung der Erneuerbaren-Richtlinie“, fordert Schmuckenschlager abschließend. (Schluss) APA OTS 2026-07-09/10:26
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