OÖ Bauernbund: Wasserversorgung für Höfe sichern
Trockene Brunnen bringen Tierhalter in Bedrängnis: Bauernbund fordert vor LK OÖ-Vollversammlung Landesförderung für Tiefbrunnen in Einzellagen nach Vorbild anderer Bundesländer.
Das laufende Jahr stellt die heimische Landwirtschaft vor enorme wirtschaftliche Herausforderungen. Die extreme Dürre mit schlechten Ernten und zu wenig Grundfutter bringt viele bäuerliche Familienbetriebe an ihre Grenzen. Dazu kommt oft noch die angespannte Lage hinsichtlich der Wasserversorgung bei tierhaltenden Betrieben. Der OÖ Bauernbund fordert daher im Zuge der morgigen Vollversammlung der Landwirtschaftskammer OÖ: die Umsetzung von Fördermöglichkeiten zur Sicherstellung der Wasserversorgung auf landwirtschaftlichen Betrieben in Einzellagen, die Einführung der Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie und die Sicherstellung einer stabilen Agrarfinanzierung im mehrjährigen EU-Finanzrahmen.
Oberösterreich ist heuer von einer noch nie dagewesenen Trockenheit betroffen. In vielen Landesteilen, insbesondere im Mühlviertel und im Innviertel, sind bestehende Quellen und Brunnen trockengefallen. Betroffene landwirtschaftliche Betriebe können die Wasserversorgung nur mehr über neue Tiefbrunnen sicherstellen.
In OÖ gibt es bisher keine Förderung für private Hausbrunnen in Einzellagen. Die bestehenden Förderungen für Wassergenossenschaften oder für die Errichtung einer Anschlussleitung an eine öffentliche Wasserversorgungsanlage können aufgrund der Einzellagen vielfach nicht abgerufen werden.
„Über eine Förderungsrichtlinie für die kommunale Siedlungswasserwirtschaft des BMLUK gibt es die Möglichkeit, die Errichtung von Brunnen in Einzellagen zu fördern. Diese Fördermöglichkeit wird in den benachbarten Bundesländern Niederösterreich, Steiermark und Salzburg bereits umgesetzt. Trotz strenger Förderungsvoraussetzungen könnten damit auch in Oberösterreich viele bäuerliche Betriebe bei anstehenden kostenintensiven Investitionen zur Sicherstellung der betrieblichen Wasserversorgung gezielt und wirksam unterstützt werden. Wir fordern daher den für die Wasserversorgung zuständigen Landesrat Stefan Kaineder auf, die Umsetzung dieser Fördermöglichkeit auch für Oberösterreich zu prüfen und zu ermöglichen“, so OÖ Bauernbund-Fraktionsobfrau LK OÖ-Vizepräsidentin Rosemarie Ferstl.
Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie umsetzen
Der OÖ Bauernbund begrüßt die bereits mehrfach geforderten aktuellen Bestrebungen, die Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel in der Gastronomie weiterzuentwickeln und flächendeckend einzuführen. Aufbauend auf bewährten Modellen wie „Gut zu wissen“ soll gemeinsam mit Landwirtschaft, Gastronomie, Verarbeitern, Lebensmittelhandel, Gemeinschaftsverpflegung und Gastro-Großhandel eine einheitliche Herkunftskennzeichnung geschaffen werden. Ziel ist es ein verständliches, transparentes und unbürokratisches System, das breite Akzeptanz findet und in der Praxis funktioniert, einzuführen.
Künftig sollen Gäste klar erkennen können, woher Fleisch, Milch und Eier auf ihren Tellern stammen. Mehr Transparenz stärkt das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten und ermöglicht bewusste Kaufentscheidungen. Gleichzeitig schafft eine einheitliche Herkunftskennzeichnung faire Wettbewerbsbedingungen für die heimische Landwirtschaft und macht die Leistungen der österreichischen Bäuerinnen und Bauern sichtbar.
„Viele Wirte setzen jetzt schon auf eine freiwillige Kennzeichnung. In Oberösterreich gibt es beispielsweise 170 Genusslandwirte. Die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln sorgt dafür, dass mehr Wertschöpfung in den Regionen bleibt. Jeder zusätzliche Anteil heimischer Produkte in der Gastronomie sichert Arbeitsplätze, unterstützt bäuerliche Familienbetriebe und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt einer flächendeckenden Landwirtschaft in Österreich. Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz wird daher aufgefordert eine flächendeckende und einheitliche Herkunftskennzeichnung für Fleisch, Milch und Eier in der Gastronomie rasch umzusetzen“, betont Ferstl. (Schluss)
Oberösterreich ist heuer von einer noch nie dagewesenen Trockenheit betroffen. In vielen Landesteilen, insbesondere im Mühlviertel und im Innviertel, sind bestehende Quellen und Brunnen trockengefallen. Betroffene landwirtschaftliche Betriebe können die Wasserversorgung nur mehr über neue Tiefbrunnen sicherstellen.
In OÖ gibt es bisher keine Förderung für private Hausbrunnen in Einzellagen. Die bestehenden Förderungen für Wassergenossenschaften oder für die Errichtung einer Anschlussleitung an eine öffentliche Wasserversorgungsanlage können aufgrund der Einzellagen vielfach nicht abgerufen werden.
„Über eine Förderungsrichtlinie für die kommunale Siedlungswasserwirtschaft des BMLUK gibt es die Möglichkeit, die Errichtung von Brunnen in Einzellagen zu fördern. Diese Fördermöglichkeit wird in den benachbarten Bundesländern Niederösterreich, Steiermark und Salzburg bereits umgesetzt. Trotz strenger Förderungsvoraussetzungen könnten damit auch in Oberösterreich viele bäuerliche Betriebe bei anstehenden kostenintensiven Investitionen zur Sicherstellung der betrieblichen Wasserversorgung gezielt und wirksam unterstützt werden. Wir fordern daher den für die Wasserversorgung zuständigen Landesrat Stefan Kaineder auf, die Umsetzung dieser Fördermöglichkeit auch für Oberösterreich zu prüfen und zu ermöglichen“, so OÖ Bauernbund-Fraktionsobfrau LK OÖ-Vizepräsidentin Rosemarie Ferstl.
Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie umsetzen
Der OÖ Bauernbund begrüßt die bereits mehrfach geforderten aktuellen Bestrebungen, die Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel in der Gastronomie weiterzuentwickeln und flächendeckend einzuführen. Aufbauend auf bewährten Modellen wie „Gut zu wissen“ soll gemeinsam mit Landwirtschaft, Gastronomie, Verarbeitern, Lebensmittelhandel, Gemeinschaftsverpflegung und Gastro-Großhandel eine einheitliche Herkunftskennzeichnung geschaffen werden. Ziel ist es ein verständliches, transparentes und unbürokratisches System, das breite Akzeptanz findet und in der Praxis funktioniert, einzuführen.
Künftig sollen Gäste klar erkennen können, woher Fleisch, Milch und Eier auf ihren Tellern stammen. Mehr Transparenz stärkt das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten und ermöglicht bewusste Kaufentscheidungen. Gleichzeitig schafft eine einheitliche Herkunftskennzeichnung faire Wettbewerbsbedingungen für die heimische Landwirtschaft und macht die Leistungen der österreichischen Bäuerinnen und Bauern sichtbar.
„Viele Wirte setzen jetzt schon auf eine freiwillige Kennzeichnung. In Oberösterreich gibt es beispielsweise 170 Genusslandwirte. Die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln sorgt dafür, dass mehr Wertschöpfung in den Regionen bleibt. Jeder zusätzliche Anteil heimischer Produkte in der Gastronomie sichert Arbeitsplätze, unterstützt bäuerliche Familienbetriebe und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt einer flächendeckenden Landwirtschaft in Österreich. Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz wird daher aufgefordert eine flächendeckende und einheitliche Herkunftskennzeichnung für Fleisch, Milch und Eier in der Gastronomie rasch umzusetzen“, betont Ferstl. (Schluss)
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