Langer-Weninger: Start der Erdäpfelsaison mit KI-Knollen-Kontrolle
Neue Ära in der Qualitätskontrolle
Mit dem Start der oberösterreichischen Erdäpfelsaison beginnt im Eferdinger Land nicht nur die Ernte der ersten heimischen Heurigen, sondern auch eine neue Ära in der Qualitätskontrolle. Bei den Eferdinger Landl-Erdäpfelbauern kommt erstmals eine über das EU-Programm LEADER geförderte optische Sortieranlage zum Einsatz, die mithilfe von Kameras und künstlicher Intelligenz jede einzelne Knolle prüft. Die Kombination aus frischen regionalen Erdäpfeln und moderner Sortiertechnik soll die Qualität weiter verbessern, Lebensmittelverluste reduzieren und die regionale Versorgung langfristig absichern.
Eine oberösterreichische Spezialität
Die ersten Heurigen gelten als besondere Spezialität, die nur kurz im Handel erhältlich sind. Im Gegensatz zu lagerfähigen Späterdäpfeln werden Heurige früh geerntet und direkt vom Feld vermarktet. Typisch für Heurige ist die dünne, schuppige Schale, die mitgegessen werden kann. Viele Konsumenten schätzen den leicht nussigen Geschmack sowie die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten in der Küche.
"Heurige sind eine oberösterreichische Spezialität und steht für Frische, Regionalität und Genuss aus Oberösterreich", erklärt Landesrätin Michaela Langer-Weninger. Besonders im Sommer seien Erdäpfelsalat, Petersilerdäpfel oder gekochte Heurige mit Butter und Kräutern beliebte Klassiker. Auch in der modernen Küche gewinnen heimische Erdäpfel zunehmend an Bedeutung - sei es als leichte Hauptspeise oder als Grillbeilage.
Die heurigen Erdäpfel kommen in Oberösterreich vorwiegend aus dem Eferdinger Becken, das aufgrund seiner fruchtbaren Böden und des günstigen Klimas ideale Bedingungen für den Früherdäpfelanbau bietet. "Die kurzen Transportwege ermöglichen es, die frisch geernteten Knollen innerhalb kürzester Zeit in die Regale des Handels zu bringen. Dadurch bleiben Geschmack, Frische und Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten", so die Landesrätin.
Herausforderndes Jahr liegt hinter den Erdäpfelbauern
Der österreichische Erdäpfelmarkt war in den vergangenen Monaten von einem hohen Angebot und entsprechend angespannten Marktverhältnissen geprägt. Nach einer guten Ernte 2025 befanden sich bis weit ins Frühjahr 2026 große Mengen an lagerfähigen Erdäpfeln in den Kühlhäusern. "Wir in Oberösterreich konnten die Erdäpfel vollständig vermarkten. Natürlich hätten wir uns bessere Marktpreise gewünscht. Jedoch im Fokus stand, alle Erdäpfel über die Lebensmittelkette zu vermarkten. Dies ist uns gelungen. Gleichzeitig zeigt sich einmal mehr, wie wichtig regionale Vermarktungsstrukturen und eine starke Kunden-Nachfrage nach heimischen Erdäpfeln sind", betont Manfred Schauer, geschäftsführender Obmann der Erzeugergemeinschaft Eferdinger Landl-Erdäpfel. In anderen europäischen Ländern war die Situation dramatischer. Dort mussten erhebliche Mengen als Tierfutter oder für Biogasanlagen verwertet werden.
Das schwierige Vermarktungsjahr 2025 hat deutliche Spuren hinterlassen: Aufgrund der unbefriedigenden Marktsituation und des anhaltenden Preisdrucks wurde die österreichische Erdäpfelanbaufläche im Jahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr um rund 11 Prozent reduziert.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Nachfrage nach regionalen Erdäpfeln auf einem stabilen Niveau. „Die Österreicherinnen und Österreicher konsumieren jährlich rund 58 Kilogramm Erdäpfel pro Kopf. Damit zählen Erdäpfel weiterhin zu den wichtigsten heimischen Grundnahrungsmitteln und sind aus der österreichischen Küche nicht wegzudenken“, so Schauer.
Einzigartige Sortiertechnik erstmals in Oberösterreich
Die Erdäpfelproduktion steht vor vielfältigen Herausforderungen. Steigende Anforderungen des Handels, ein zunehmender Mangel an Arbeitskräften sowie Effizienz in Produktion und Vermarktung erfordern laufende Weiterentwicklungen. Vor diesem Hintergrund haben die Eferdinger Landl-Erdäpfelbauern auf dem Standort des Logistikpartners Geißlmayr in eine neue optische Sortiertechnik investiert. Die Anlage ermöglicht eine präzisere Qualitätskontrolle der Erdäpfel und trägt dazu bei, Lebensmittelverluste zu reduzieren, Arbeitsabläufe zu optimieren und die regionale Vermarktung langfristig abzusichern. Die Technik arbeitet mit hochauflösenden Kameras, Sensoren und künstlicher Intelligenz, um jede einzelne Knolle präzise zu überprüfen. Dabei werden Größe, Form, Farbe sowie äußere Schäden oder Qualitätsmängel automatisch erkannt. Beschädigte oder nicht marktfähige Erdäpfel werden sofort aussortiert.
"Smart Farming bedeutet, moderne Technik dort einzusetzen, wo sie unseren Bäuerinnen und Bauern konkret hilft. Die neue optische Sortiertechnik der Eferdinger Landl-Erdäpfelbauern zeigt eindrucksvoll, wie Kameras, Sensoren und künstliche Intelligenz Qualität sichern, Arbeitsabläufe erleichtern und Lebensmittelverluste reduzieren können", betont Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.
Das Projekt wird über das EU-Programm LEADER gefördert: "Mit der finanziellen Unterstützung dieser modernen Technik stärken wir die regionale Lebensmittelproduktion im Eferdinger Land und sichern gleichzeitig Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft. Der neue optische Sortierer ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Innovation und Regionalität erfolgreich miteinander verbunden werden können", betont der Obmann des Regionalentwicklungsverbandes Eferdinger Land (REGEF), Bgm. Mario Hermüller. "Seit Gründung des REGEF im Jahr 2002 werden landwirtschaftliche und landwirtschaftlichkeits-nahe Projekte über LEADER gefördert. Unter dem Motto 'Eferdinger Land - da steckt Genuss drin', werden darüber hinaus auch viele Aktivitäten gesetzt und gefördert, um den Konsumentinnen und Konsumenten die Wichtigkeit des Kaufs von regionalen Produkten näherzubringen und den Zugang einfach zu machen. Die Produzentinnen und Produzenten im Eferdinger Land können bekannterweise fast den gesamten Lebensmittelkorb füllen. Rund 60% der bisher seit 2002 geförderten LEADER-Projekte haben einen direkten oder indirekten Bezug zu Landwirtschaft und regional produzierten Lebensmitteln."
Die Investition sei ein wichtiger Schritt, um langfristig die heimische Versorgung mit regionalen Erdäpfeln abzusichern. Denn Wetterextreme, steigende Produktionskosten und zunehmender Wettbewerbsdruck stellen die Landwirtschaft vor neue Aufgaben.
Die oberösterreichischen Erdäpfelbauern blicken trotz der Herausforderungen zuversichtlich auf die neue Saison. Mit Investitionen in moderne Technologien steigern sie Effizienz und Qualität entlang der gesamten Produktionskette. Gleichzeitig setzen sie auf Konsumentinnen und Konsumenten, die mit ihrer bewussten Kaufentscheidung für regionale Lebensmittel die heimische Landwirtschaft stärken. (Schluss)
Eine oberösterreichische Spezialität
Die ersten Heurigen gelten als besondere Spezialität, die nur kurz im Handel erhältlich sind. Im Gegensatz zu lagerfähigen Späterdäpfeln werden Heurige früh geerntet und direkt vom Feld vermarktet. Typisch für Heurige ist die dünne, schuppige Schale, die mitgegessen werden kann. Viele Konsumenten schätzen den leicht nussigen Geschmack sowie die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten in der Küche.
"Heurige sind eine oberösterreichische Spezialität und steht für Frische, Regionalität und Genuss aus Oberösterreich", erklärt Landesrätin Michaela Langer-Weninger. Besonders im Sommer seien Erdäpfelsalat, Petersilerdäpfel oder gekochte Heurige mit Butter und Kräutern beliebte Klassiker. Auch in der modernen Küche gewinnen heimische Erdäpfel zunehmend an Bedeutung - sei es als leichte Hauptspeise oder als Grillbeilage.
Die heurigen Erdäpfel kommen in Oberösterreich vorwiegend aus dem Eferdinger Becken, das aufgrund seiner fruchtbaren Böden und des günstigen Klimas ideale Bedingungen für den Früherdäpfelanbau bietet. "Die kurzen Transportwege ermöglichen es, die frisch geernteten Knollen innerhalb kürzester Zeit in die Regale des Handels zu bringen. Dadurch bleiben Geschmack, Frische und Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten", so die Landesrätin.
Herausforderndes Jahr liegt hinter den Erdäpfelbauern
Der österreichische Erdäpfelmarkt war in den vergangenen Monaten von einem hohen Angebot und entsprechend angespannten Marktverhältnissen geprägt. Nach einer guten Ernte 2025 befanden sich bis weit ins Frühjahr 2026 große Mengen an lagerfähigen Erdäpfeln in den Kühlhäusern. "Wir in Oberösterreich konnten die Erdäpfel vollständig vermarkten. Natürlich hätten wir uns bessere Marktpreise gewünscht. Jedoch im Fokus stand, alle Erdäpfel über die Lebensmittelkette zu vermarkten. Dies ist uns gelungen. Gleichzeitig zeigt sich einmal mehr, wie wichtig regionale Vermarktungsstrukturen und eine starke Kunden-Nachfrage nach heimischen Erdäpfeln sind", betont Manfred Schauer, geschäftsführender Obmann der Erzeugergemeinschaft Eferdinger Landl-Erdäpfel. In anderen europäischen Ländern war die Situation dramatischer. Dort mussten erhebliche Mengen als Tierfutter oder für Biogasanlagen verwertet werden.
Das schwierige Vermarktungsjahr 2025 hat deutliche Spuren hinterlassen: Aufgrund der unbefriedigenden Marktsituation und des anhaltenden Preisdrucks wurde die österreichische Erdäpfelanbaufläche im Jahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr um rund 11 Prozent reduziert.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Nachfrage nach regionalen Erdäpfeln auf einem stabilen Niveau. „Die Österreicherinnen und Österreicher konsumieren jährlich rund 58 Kilogramm Erdäpfel pro Kopf. Damit zählen Erdäpfel weiterhin zu den wichtigsten heimischen Grundnahrungsmitteln und sind aus der österreichischen Küche nicht wegzudenken“, so Schauer.
Einzigartige Sortiertechnik erstmals in Oberösterreich
Die Erdäpfelproduktion steht vor vielfältigen Herausforderungen. Steigende Anforderungen des Handels, ein zunehmender Mangel an Arbeitskräften sowie Effizienz in Produktion und Vermarktung erfordern laufende Weiterentwicklungen. Vor diesem Hintergrund haben die Eferdinger Landl-Erdäpfelbauern auf dem Standort des Logistikpartners Geißlmayr in eine neue optische Sortiertechnik investiert. Die Anlage ermöglicht eine präzisere Qualitätskontrolle der Erdäpfel und trägt dazu bei, Lebensmittelverluste zu reduzieren, Arbeitsabläufe zu optimieren und die regionale Vermarktung langfristig abzusichern. Die Technik arbeitet mit hochauflösenden Kameras, Sensoren und künstlicher Intelligenz, um jede einzelne Knolle präzise zu überprüfen. Dabei werden Größe, Form, Farbe sowie äußere Schäden oder Qualitätsmängel automatisch erkannt. Beschädigte oder nicht marktfähige Erdäpfel werden sofort aussortiert.
"Smart Farming bedeutet, moderne Technik dort einzusetzen, wo sie unseren Bäuerinnen und Bauern konkret hilft. Die neue optische Sortiertechnik der Eferdinger Landl-Erdäpfelbauern zeigt eindrucksvoll, wie Kameras, Sensoren und künstliche Intelligenz Qualität sichern, Arbeitsabläufe erleichtern und Lebensmittelverluste reduzieren können", betont Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.
Das Projekt wird über das EU-Programm LEADER gefördert: "Mit der finanziellen Unterstützung dieser modernen Technik stärken wir die regionale Lebensmittelproduktion im Eferdinger Land und sichern gleichzeitig Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft. Der neue optische Sortierer ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Innovation und Regionalität erfolgreich miteinander verbunden werden können", betont der Obmann des Regionalentwicklungsverbandes Eferdinger Land (REGEF), Bgm. Mario Hermüller. "Seit Gründung des REGEF im Jahr 2002 werden landwirtschaftliche und landwirtschaftlichkeits-nahe Projekte über LEADER gefördert. Unter dem Motto 'Eferdinger Land - da steckt Genuss drin', werden darüber hinaus auch viele Aktivitäten gesetzt und gefördert, um den Konsumentinnen und Konsumenten die Wichtigkeit des Kaufs von regionalen Produkten näherzubringen und den Zugang einfach zu machen. Die Produzentinnen und Produzenten im Eferdinger Land können bekannterweise fast den gesamten Lebensmittelkorb füllen. Rund 60% der bisher seit 2002 geförderten LEADER-Projekte haben einen direkten oder indirekten Bezug zu Landwirtschaft und regional produzierten Lebensmitteln."
Die Investition sei ein wichtiger Schritt, um langfristig die heimische Versorgung mit regionalen Erdäpfeln abzusichern. Denn Wetterextreme, steigende Produktionskosten und zunehmender Wettbewerbsdruck stellen die Landwirtschaft vor neue Aufgaben.
Die oberösterreichischen Erdäpfelbauern blicken trotz der Herausforderungen zuversichtlich auf die neue Saison. Mit Investitionen in moderne Technologien steigern sie Effizienz und Qualität entlang der gesamten Produktionskette. Gleichzeitig setzen sie auf Konsumentinnen und Konsumenten, die mit ihrer bewussten Kaufentscheidung für regionale Lebensmittel die heimische Landwirtschaft stärken. (Schluss)
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