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Wien, 19. Juni 2026 (aiz.info)

BIO AUSTRIA gibt Preisempfehlungen für Futtergetreide "von Bauer zu Bauer"

Stabilität und Fairness im Mittelpunkt der Diskussion

Wien, 19. Juni 2026 (aiz.info). - Alljährlich vor der Getreideernte erhebt der Vorstand von BIO AUSTRIA im Auftrag seiner Mitgliedsbetriebe gemeinsam mit VertreterInnen von Ackerbäuerinnen und Ackerbauern sowie Bäuerinnen und Bauern aus dem Veredelungsbereich angemessene Preisbänder für den Futtergetreidehandel. Diese sollen maßgeblicher Anhaltspunkt für den Handel von Futtergetreide von BIO AUSTRIA Bauer zu BIO AUSTRIA Bauer und von BIO AUSTRIA Bäuerin zu BIO AUSTRIA Bäuerin sein. Es handelt sich dabei um eine rechtlich unverbindliche Orientierungshilfe zur leichteren Einschätzung des Marktes.

Aktuell werden für unten angeführte Bio-Ackerfrüchte folgende rechtlich unverbindliche Richtpreise als angemessen im Vertriebsweg zwischen BIO AUSTRIA Bauern und Bäuerinnen erkannt.

Bio-Futterweizen: 320 bis 350 Euro
Bio-Futtergerste: 330 bis 360 Euro
Bio-Futtertritikale: 310 bis 340 Euro
Bio-Futterroggen: 280 bis 310 Euro
Bio-Futterhafer: 300 bis 330 Euro
Bio-Futtererbse: 550 bis 580 Euro
Bio-Platterbse: 550 bis 580 Euro
Bio-Ackerbohne: 550 bis 580 Euro

Diesen Richtpreisen liegen folgende Annahmen zugrunde: Preise in Euro/t von Bauer zu Bauer/Bäuerin zu Bäuerin, Ware entspricht dem BIO AUSTRIA-Standard, ohne Berücksichtigung von Transportkosten, gerechnet für 25 t, exkl. USt., ohne Aspiration, ab Hof, feldfallend mit 2% Besatz, 14% Feuchte, alles darüber hinaus wird in Abzug gebracht.

Trotz gestiegener Kosten entlang der gesamten Produktionskette sowie Trockenschäden in weiten Teilen Österreichs setzt die Horn und Korn-Marktplattform nach einer sorgfältigen Analyse der Gesamtsituation ein klares Zeichen für Stabilität. Gerade in dieser herausfordernden Zeit hält sie an den bewährten Preisempfehlungen des Vorjahres fest.

"Der Horn und Korn-Preis ist eine Preisempfehlung für direkte Geschäfte zwischen BIO AUSTRIA Betrieben. Er ist das Ergebnis einer Plattform, bei der Getreide-Produzent:innen sowie Tierhalter:innen aller Kategorien an einem Tisch sitzen und ist der Versuch Preisfairness für beide Seiten sicherzustellen. Aufgrund der Preisfindung vor der Ernte deckt dieser naturgemäß nicht alle Marktrealitäten ab. Die Preisbänder spiegeln Kontinuität in aktuell unsicheren Zeiten. Wir sehen es als unseren Auftrag, regionale Gegebenheiten zu berücksichtigen und eine faire Teilung der Wertschöpfung zwischen Ackerbauund Veredlungsbetrieben zu ermöglichen", betonte BIO AUSTRIA Obfrau Barbara Riegler nach den Gesprächen, die am 18. Juni in Linz stattgefunden haben.

BIO AUSTRIA weist darauf hin, dass die BIO AUSTRIA Ware das Premiumprodukt am Markt darstellt und Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern, die nicht nach BIO AUSTRIA-Richtlinien produzieren, aufgrund der weniger strengen Auflagen, wie etwa geringere Beschränkungen im Bereich des Zukaufs von Stickstoff-Dünger, einen Kostenvorteil von rund 30 Euro/Tonne haben. Diese Tatsache soll beim Handel von Bio-Bauer zu Bio-Bauer und Bio-Bäuerin zu Bio-Bäuerin in Bezug auf die genannten Preisempfehlungen berücksichtigt werden. Eine weitere Differenzierung besteht naturgemäß bei Ware von Umstellungsbetrieben.

Abschließend verweist BIO AUSTRIA darauf, dass verkaufende Bio-Betriebe, sollten sie keinem Bio-Verband angehören, vor dem Handel mit der Ware die Zulassung derselben bei BIO AUSTRIA zu beantragen haben. (Schluss)
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