Hitze und Dürre setzen Italiens Landwirtschaft unter Druck
Betroffen sind alle wichtigen Agrarprodukte - Bauernverband sieht Milliardenschäden
Extremwetter und steigende Produktionskosten belasten die italienische Landwirtschaft zunehmend. Betroffen sind nach Angaben des Bauernverbandes Confagricoltura nahezu alle wichtigen Agrarprodukte - von Reis und Hartweizen über Milch und Olivenöl bis hin zu Wein und Tomaten. Der Bauernverband CIA-Agricoltori Italiani beziffert die Schäden für die Landwirtschaft im Jahr 2026, wie die APA berichtet, auf rund 1,5 Milliarden Euro.
Neben Ernteausfällen schlagen demnach auch verlorene Arbeitsstunden infolge der hohen Temperaturen zu Buche. Gleichzeitig seien die Betriebskosten um 4,5 Prozent gestiegen. Besonders betroffen ist der Reisanbau.
Italien ist Europas größter Reisproduzent, doch die anhaltende Trockenheit setzt den wasserintensiven Kulturen zu. Nach Angaben von Confagricoltura gingen bereits mehr als 18.000 Hektar Anbaufläche verloren - rund zehn Prozent der Gesamtfläche. Gleichzeitig steigen die Kosten für Bewässerung und Pflanzenschutz. Branchenvertreter warnen, dass bis zu einem Viertel der Ernte ausfallen könnte, falls es bis Mitte August nicht ausreichend regnet.
Produktion von Hartweizen schwer belastet
Auch beim Hartweizen, der wichtigsten Grundlage für die Pasta-Produktion, verschlechtert sich die Lage. Der Selbstversorgungsgrad Italiens sank nach Verbandsangaben von 78 Prozent im Jahr 2012 auf zuletzt 56,5 Prozent. Während die Einfuhren in den vergangenen zwei Jahren um 17 Prozent zunahmen, stiegen die Produktionskosten gegenüber 2025 um 10,5 Prozent. Gleichzeitig verringerte sich die Ernte wegen ungünstiger Witterungsbedingungen um neun Prozent.
Unter Druck stehen zudem Mais-, Soja-, Obst- und Gemüseanbau. Im Weinbau hat die Hitze die Weinlese vielerorts vorgezogen. Gleichzeitig belasten hohe Lagerbestände den Markt. Nach Angaben der Branche investieren viele Betriebe verstärkt in technische Anpassungen an den Klimawandel, wodurch die Produktionskosten weiter steigen. Hinzu kommen höhere Versicherungsprämien und Ernteverluste durch Unwetter. Im Milchsektor wirkt sich die Hitze dagegen teilweise preisstabilisierend aus. Zwar sinkt die Milchleistung der Kühe nach Branchenangaben um mindestens zehn Prozent, das geringere Angebot stütze jedoch die Preise.
Zusätzliche Belastungen ergeben sich durch internationale Entwicklungen. Die von den USA eingeführten Zölle haben den italienischen Agrarexport geschwächt und zu einem Rückgang der Bestellungen geführt, erklärte Confagricoltura. Besonders stark betroffen sei der Weinexport in die Vereinigten Staaten. Außerdem haben die zeitweise Schließung der Straße von Hormuz und die dadurch gestiegenen Energiepreise Dünger und Dieselkraftstoff deutlich verteuert. Nach Angaben des Verbandes stiegen die Preise für Harnstoffdünger zwischen März und Juni um durchschnittlich 65 Prozent, Agrardiesel verteuerte sich um 35 Prozent. (Schluss)
Neben Ernteausfällen schlagen demnach auch verlorene Arbeitsstunden infolge der hohen Temperaturen zu Buche. Gleichzeitig seien die Betriebskosten um 4,5 Prozent gestiegen. Besonders betroffen ist der Reisanbau.
Italien ist Europas größter Reisproduzent, doch die anhaltende Trockenheit setzt den wasserintensiven Kulturen zu. Nach Angaben von Confagricoltura gingen bereits mehr als 18.000 Hektar Anbaufläche verloren - rund zehn Prozent der Gesamtfläche. Gleichzeitig steigen die Kosten für Bewässerung und Pflanzenschutz. Branchenvertreter warnen, dass bis zu einem Viertel der Ernte ausfallen könnte, falls es bis Mitte August nicht ausreichend regnet.
Produktion von Hartweizen schwer belastet
Auch beim Hartweizen, der wichtigsten Grundlage für die Pasta-Produktion, verschlechtert sich die Lage. Der Selbstversorgungsgrad Italiens sank nach Verbandsangaben von 78 Prozent im Jahr 2012 auf zuletzt 56,5 Prozent. Während die Einfuhren in den vergangenen zwei Jahren um 17 Prozent zunahmen, stiegen die Produktionskosten gegenüber 2025 um 10,5 Prozent. Gleichzeitig verringerte sich die Ernte wegen ungünstiger Witterungsbedingungen um neun Prozent.
Unter Druck stehen zudem Mais-, Soja-, Obst- und Gemüseanbau. Im Weinbau hat die Hitze die Weinlese vielerorts vorgezogen. Gleichzeitig belasten hohe Lagerbestände den Markt. Nach Angaben der Branche investieren viele Betriebe verstärkt in technische Anpassungen an den Klimawandel, wodurch die Produktionskosten weiter steigen. Hinzu kommen höhere Versicherungsprämien und Ernteverluste durch Unwetter. Im Milchsektor wirkt sich die Hitze dagegen teilweise preisstabilisierend aus. Zwar sinkt die Milchleistung der Kühe nach Branchenangaben um mindestens zehn Prozent, das geringere Angebot stütze jedoch die Preise.
Zusätzliche Belastungen ergeben sich durch internationale Entwicklungen. Die von den USA eingeführten Zölle haben den italienischen Agrarexport geschwächt und zu einem Rückgang der Bestellungen geführt, erklärte Confagricoltura. Besonders stark betroffen sei der Weinexport in die Vereinigten Staaten. Außerdem haben die zeitweise Schließung der Straße von Hormuz und die dadurch gestiegenen Energiepreise Dünger und Dieselkraftstoff deutlich verteuert. Nach Angaben des Verbandes stiegen die Preise für Harnstoffdünger zwischen März und Juni um durchschnittlich 65 Prozent, Agrardiesel verteuerte sich um 35 Prozent. (Schluss)
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