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Auckland, 8. Oktober 2026 (aiz.info)

GlobalDairyTrade: Handel mit Milchprodukten erholt sich wieder

GDT-Index legt um 1,6% zu - Starker Preissprung bei Magermilchpulver fängt Verluste bei Käse und Butter auf.

Nachdem Ende September schwächere Tendenzen im internationalen Handel mit Milchprodukten vorgeherrscht hatten, zeigt sich bei der jüngsten Auktion der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade (GDT) eine gewisse Erholung. Für eine Mischtonne (Erlöse aus Milchfett, Milchpulver und Käse) verbesserte sich der Kurs um 60 US-Dollar bzw. 1,6 Prozent auf 3.928 US-Dollar je Tonne. Der Rückgang vom letzten Event konnte somit wieder ausgeglichen werden, und es wurde ein nahezu identisches Niveau wie im Vorjahresmonat erreicht, wie der Verband der Milcherzeuger Bayern laut MBI berichtet.
 
Deutlich auseinander ging der Handel innerhalb der einzelnen Milchprodukte. Während die Erlöse für Käse deutlich verloren und Butter sich allenfalls knapp behaupten konnte, machten die Kurse für Magermilchpulver einen deutlichen Sprung nach oben. Das Handelsvolumen verlor um 1,8 Prozent auf 41.692 t gegenüber der letzten Auktion, bewegte sich jedoch weiterhin auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. 
 
Die Ergebnisse der ersten Auktion im Oktober wurden von überwiegend schwächeren Kursentwicklungen geprägt. Den stärksten Verlust mussten die Kurse im Handel mit Käse hinnehmen. Auf den spürbaren Anstieg der letzten Auktion folgte bei Cheddar wieder ein Rückgang von 150 USD oder 3,7 Prozent auf 3.925 USD/t. Die Verkaufserlöse für Mozzarella verloren um 159 USD bzw. 4,0 Prozent und beendeten den Handel bei 3.833 USD. Für Butterschmalz (wasserfreies Milchfett) tendierten die Kurse um 56 USD (minus 1,0 Prozent) schwächer. Die Kurse für Butter hatten mit durchschnittlich 4.740 USD das vorausgegangene Ergebnis knapp um 20 USD (minus 0,4 Prozent) verfehlt.

Zur positiven Gesamtentwicklung der GDT-Auktion hatten ausschließlich die höheren Erlöse im Pulverhandel beigetragen. Vollmilchpulver, das mengenmäßig gut 50 Prozent des Handelsvolumens einnahm, erlöste im Mittel 3.605 USD und damit um 1,1 Prozent oder 40 USD mehr als Ende Oktober. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Erlöse weiterhin um rund 2,5 Prozent unterschritten.
 
Anders hingegen fällt die Entwicklung im Handel mit Magermilchpulver aus, getrieben von einer hohen internationalen Nachfrage. Beim aktuellen Event kam es zu einem weiteren Preisauftrieb von 4,3 Prozent bzw. 158 USD und erreichte mit 3.847 USD/t ein neues Jahreshoch. Das entspricht zugleich den höchsten Verkaufserlösen seit Juli 2022. Die Eiweißverwertung bleibt somit Taktgeber für den internationalen als auch nationalen Handel mit Milchprodukten. (Schluss)
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