Fünf Jahre voller Einsatz für Kärntens Bauernfamilien
Leistungsbilanz 2022 bis 2026 der LK Kärnten zeigt konkrete Erfolge für bäuerliche Betriebe und Höchststand bei Kundenzufriedenheit. Steigender Druck auf Kärntner Höfen: LK legt 5-Punkte-Forderungspaket vor.
„Auf uns ist Verlass!“ lautet das Motto des Leistungsberichts der Landwirtschaftskammer Kärnten für die Jahre 2022 bis 2026. Dass sich die bäuerlichen Betriebe auf ihre LK verlassen können, zeigt der Bericht eindrucksvoll. Im Mittelpunkt stehen die vier strategischen Leitlinien der LK: Schutz von Hof und Eigentum, eine starke Stimme für Bäuerinnen und Bauern, bestes Wissen für die Praxis und Unterstützung für die bäuerliche Familie.
LK Kärnten-Präsident Siegfried Huber: „Die Bilanz zeigt, wie wichtig eine starke Landwirtschaftskammer in Zeiten von Klimawandel, Marktverwerfungen, schwindendem Respekt vor fremdem Eigentum und zunehmender EU-Bürokratie ist.“ Der Leistungsbericht belege, wie die Interessenvertretung in Kärnten, Wien und Brüssel wirke und welche Leistungen direkt auf den Höfen ankommen, erklärt Huber und ergänzt: „Vieles wäre aber ohne die Unterstützung des Landes Kärnten, insbesondere des Agrarreferats, nicht realisierbar gewesen.“ Außerdem betont Huber die gute Zusammenarbeit aller Fraktionen in Vorstand und Vollversammlung: „Die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren war unsere Stärke. Der überwiegende Anteil der Beschlüsse war einstimmig. Ich bedanke mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand und in der Vollversammlung für ihren Einsatz für die Kärntner Landwirtschaft und die gute Zusammenarbeit!“
Kammeramtsdirektor Bernhard Rebernig präsentierte die Bilanz im Detail und betonte: „Unser Job ist es, ein starker und verlässlicher Partner an der Seite der Kärntner Bauernfamilien zu sein. Das ist uns in den letzten Jahren gelungen. Mit unserem Bildungs- und Beratungsangebot, unseren Services, aber auch einer kantigen Interessenvertretung etwa beim Thema Wolf oder dem Schutz der Kärntner Erbhöfe. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sehr gute Arbeit geleistet.“
Schutz von Hof und Eigentum
Der Schutz des bäuerlichen Eigentums ist die Kernkompetenz der LK – zahlreiche Verbesserungen für die Betriebe konnten erreicht werden:
Bei der Umsetzung des Kärntner Wolfsmanagements war die LK in enger Abstimmung mit den fachlich zuständigen Stellen im Land und hat durch konsequente Lobby-Arbeit dazu beigetragen, dass das Alm- und Weideschutzgesetz einstimmig im Landtag beschlossen werden konnte. Durch die Einladung hoher EU-Spitzenbeamter nach Kärnten, die hier erstmals eine Alm besucht haben, hat auch die LK Kärnten bei der Absenkung des Schutzstatus von Wölfen einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet.
Bei der Hofübergabe konnte durch ein gemeinsam mit der Notariatskammer beauftragtes Gutachten Rechtssicherheit geschaffen werden. Hofübernehmer werden vor unleistbaren Zahlungen an weichende Erben und damit Erbhöfe vor Zerschlagung geschützt.
Bei Entschädigungszahlungen konnten zahlreiche Verbesserungen ausverhandelt werden. Sowohl die Entgelte für die Nutzung von Forststraßen für Mountainbiker als auch die Entschädigungen für Breitbandausbau konnten angehoben werden.
Bei der Lagerung von Siloballen konnte durch konsequente Interessenvertretung eine Bewilligungspflicht vermieden und eine praxistaugliche Lösung gefunden werden.
Dem Tierärztemangel hat die LK mit zahlreichen Initiativen entgegengewirkt. So wurden mehr als 100 Jugendliche auf den Aufnahme-Test für das Nutztier-Veterinärstudium vorbereitet und zuletzt konnten gemeinsam mit dem Agrarreferat des Landes erstmals drei ausländische Tierärzte für das Drau-, Lesach- und Liesertal gefunden werden.
Starke Stimme für die Bäuerinnen und Bauern
Mit Kampagnen und fundierter Öffentlichkeitsarbeit brachte die LK bäuerliche Anliegen in die öffentliche Diskussion. Die Petition „Laborfleisch? Nein, danke!“ erreichte mehr als 43.000 Unterstützerinnen und Unterstützer aus Kärnten. Und zeigte Wirkung: Das Regierungsprogramm des Bundes enthält ein klares Nein zur Zulassung von Laborfleisch in Österreich; auf EU-Ebene dürfen geschützte Begriffe wie Fleisch, Steak oder Filet nicht für Produkte aus Zellkulturen verwendet werden.
Die Kampagne „Mach nicht Mi(s)t“ warb für mehr Respekt vor bäuerlichem Eigentum. Mit zahlreichen Medienkooperationen und der jährlichen Radiowoche wurde das Bewusstsein für den Mehrwert einer regionalen Landwirtschaft in der Bevölkerung gestärkt.
Wissen und Beratung für die Praxis
In den letzten fünf Jahren führte die LK Kärnten mehr als 2.000 Bildungsveranstaltungen mit 65.627 Teilnehmenden durch, davon bereits knapp ein Drittel online. Die LKBeratungskräfte leisteten mehr als 121.300 Stunden jährlich mit einem Marktwert von rund 14,5 Mio. Euro; pro Jahr wurden über 6.800 Betriebe individuell beraten. Die Kundenzufriedenheit (Weiterempfehlungsrate) stieg dabei von 73 auf 84 und erreicht neuerlich einen Höchststand, der auch im Vergleich mit den Landeskammern anderer Bundesländer im Spitzenfeld liegt. Bei der Einreichung der Anträge für die Ausgleichszahlungen für die Gemeinsame Agrarpolitik GAP vertrauen 95% der Betriebe auf die Expertise der LK in den acht Außenstellen der Landwirtschaftskammer. Mit ihrer neuen App lk.on legt die LK dieser Tage als erste Kammer in Österreich ein Tool vor, mit dem den Mitgliedern noch mehr Leistung geboten wird: von individualisierten Bildungs- und Beratungsanfragen bis hin zum Tierärzte-Notdienst am Handy.
Verlässliche Hilfe für bäuerliche Familien
Die LK begleitet bäuerliche Familien über Generationen und hilft in Notsituationen. Die Landjugend Kärnten zählt rund 3.470 Mitglieder und absolvierte seit 2022 mehr als 81.000 Bildungsstunden. Jährlich begleitet die LK rund 550 Hofübergaben.
Die Bäuerinnenarbeit wurde 2023 im Landwirtschaftskammergesetz verankert und mit einem speziellen Bildungs- und Beratungsangebot wurden die Bäuerinnen in ihrem Wirken am Hof, in der Familie und in der Gesellschaft unterstützt.
Bei Not- oder Krisenfällen am Hof unterstützte die LK in über 500 Fällen mit Zivildienern am Hof oder Leistungen wie der sozialen Betriebshilfe. Rund 700 Beratungen durch LKPsychologen runden das Angebot für die Bauernfamilien ab.
Betriebe unter Druck: LK legt 5-Punkte-Forderungspaket vor
LK Kärnten-Präsident Siegfried Huber sieht in der Bilanz den Beweis, dass es auch in Zukunft eine starke Landwirtschaftskammer für Kärntens bäuerliche Betriebe braucht. „Die Lage auf den Höfen ist ernst. Die Betriebe stehen unter enormem Druck. Einerseits wirtschaftlich wegen der Dürre, den hohen Betriebsmittelkosten und den unfairen Wettbewerbsbedingungen, die Lebensmittelimporte zu Standards zulassen, die in der EU verboten sind. Andererseits emotional, weil die Betriebe auf Grund der steigenden Bürokratie und völlig überzogenen Naturschutzvorgaben genervt sind. Da braucht es eine starke Interessenvertretung, die notwendige Maßnahmen klar formuliert und von der Politik einfordert“, unterstreicht Huber.
Angesichts der aktuellen Situation fordert die LK Kärnten von EU, Bund und Land konkrete Maßnahmen ein, um die bäuerlichen Betriebe zu entlasten.
1. Stopp der Brüsseler Bürokratie-Lawine
Mehr nationale Entscheidungsfreiheit statt ständig neuer EU-Regeln
2. Nein zu Lebensmittelimporten zu Dumping-Standards
Lebensmittelimporte nur nach EU-weit geltenden Standards erlauben
3. Inflationsanpassung der Ausgleichszahlungen Faire Abgeltung für bäuerliche Leistungen
4. Rasche Entlastung bei Treibstoffpreisen
Aussetzen der CO2-Abgabe und/oder Kürzung der Mehrwertsteuer auf Diesel
5. Wiederherstellungs-VO in Kärnten mit Hausverstand Naturschutz auf Augenhöhe: Einbindung, Freiwilligkeit, Abgeltung
„Wenn sich die Situation nicht ändert, fürchte ich einen stark steigenden Strukturwandel bei den Kärntner Betrieben. Das müssen wir mit aller Kraft verhindern. Denn was dann folgt, ist Agrarindustrie. Und die hat hier in Kärnten keinen Platz. Unser Leitmodell ist der bäuerliche Familienbetrieb – und den müssen wir stärken“, betont Huber abschließend. (Schluss)
LK Kärnten-Präsident Siegfried Huber: „Die Bilanz zeigt, wie wichtig eine starke Landwirtschaftskammer in Zeiten von Klimawandel, Marktverwerfungen, schwindendem Respekt vor fremdem Eigentum und zunehmender EU-Bürokratie ist.“ Der Leistungsbericht belege, wie die Interessenvertretung in Kärnten, Wien und Brüssel wirke und welche Leistungen direkt auf den Höfen ankommen, erklärt Huber und ergänzt: „Vieles wäre aber ohne die Unterstützung des Landes Kärnten, insbesondere des Agrarreferats, nicht realisierbar gewesen.“ Außerdem betont Huber die gute Zusammenarbeit aller Fraktionen in Vorstand und Vollversammlung: „Die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren war unsere Stärke. Der überwiegende Anteil der Beschlüsse war einstimmig. Ich bedanke mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand und in der Vollversammlung für ihren Einsatz für die Kärntner Landwirtschaft und die gute Zusammenarbeit!“
Kammeramtsdirektor Bernhard Rebernig präsentierte die Bilanz im Detail und betonte: „Unser Job ist es, ein starker und verlässlicher Partner an der Seite der Kärntner Bauernfamilien zu sein. Das ist uns in den letzten Jahren gelungen. Mit unserem Bildungs- und Beratungsangebot, unseren Services, aber auch einer kantigen Interessenvertretung etwa beim Thema Wolf oder dem Schutz der Kärntner Erbhöfe. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sehr gute Arbeit geleistet.“
Schutz von Hof und Eigentum
Der Schutz des bäuerlichen Eigentums ist die Kernkompetenz der LK – zahlreiche Verbesserungen für die Betriebe konnten erreicht werden:
Bei der Umsetzung des Kärntner Wolfsmanagements war die LK in enger Abstimmung mit den fachlich zuständigen Stellen im Land und hat durch konsequente Lobby-Arbeit dazu beigetragen, dass das Alm- und Weideschutzgesetz einstimmig im Landtag beschlossen werden konnte. Durch die Einladung hoher EU-Spitzenbeamter nach Kärnten, die hier erstmals eine Alm besucht haben, hat auch die LK Kärnten bei der Absenkung des Schutzstatus von Wölfen einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet.
Bei der Hofübergabe konnte durch ein gemeinsam mit der Notariatskammer beauftragtes Gutachten Rechtssicherheit geschaffen werden. Hofübernehmer werden vor unleistbaren Zahlungen an weichende Erben und damit Erbhöfe vor Zerschlagung geschützt.
Bei Entschädigungszahlungen konnten zahlreiche Verbesserungen ausverhandelt werden. Sowohl die Entgelte für die Nutzung von Forststraßen für Mountainbiker als auch die Entschädigungen für Breitbandausbau konnten angehoben werden.
Bei der Lagerung von Siloballen konnte durch konsequente Interessenvertretung eine Bewilligungspflicht vermieden und eine praxistaugliche Lösung gefunden werden.
Dem Tierärztemangel hat die LK mit zahlreichen Initiativen entgegengewirkt. So wurden mehr als 100 Jugendliche auf den Aufnahme-Test für das Nutztier-Veterinärstudium vorbereitet und zuletzt konnten gemeinsam mit dem Agrarreferat des Landes erstmals drei ausländische Tierärzte für das Drau-, Lesach- und Liesertal gefunden werden.
Starke Stimme für die Bäuerinnen und Bauern
Mit Kampagnen und fundierter Öffentlichkeitsarbeit brachte die LK bäuerliche Anliegen in die öffentliche Diskussion. Die Petition „Laborfleisch? Nein, danke!“ erreichte mehr als 43.000 Unterstützerinnen und Unterstützer aus Kärnten. Und zeigte Wirkung: Das Regierungsprogramm des Bundes enthält ein klares Nein zur Zulassung von Laborfleisch in Österreich; auf EU-Ebene dürfen geschützte Begriffe wie Fleisch, Steak oder Filet nicht für Produkte aus Zellkulturen verwendet werden.
Die Kampagne „Mach nicht Mi(s)t“ warb für mehr Respekt vor bäuerlichem Eigentum. Mit zahlreichen Medienkooperationen und der jährlichen Radiowoche wurde das Bewusstsein für den Mehrwert einer regionalen Landwirtschaft in der Bevölkerung gestärkt.
Wissen und Beratung für die Praxis
In den letzten fünf Jahren führte die LK Kärnten mehr als 2.000 Bildungsveranstaltungen mit 65.627 Teilnehmenden durch, davon bereits knapp ein Drittel online. Die LKBeratungskräfte leisteten mehr als 121.300 Stunden jährlich mit einem Marktwert von rund 14,5 Mio. Euro; pro Jahr wurden über 6.800 Betriebe individuell beraten. Die Kundenzufriedenheit (Weiterempfehlungsrate) stieg dabei von 73 auf 84 und erreicht neuerlich einen Höchststand, der auch im Vergleich mit den Landeskammern anderer Bundesländer im Spitzenfeld liegt. Bei der Einreichung der Anträge für die Ausgleichszahlungen für die Gemeinsame Agrarpolitik GAP vertrauen 95% der Betriebe auf die Expertise der LK in den acht Außenstellen der Landwirtschaftskammer. Mit ihrer neuen App lk.on legt die LK dieser Tage als erste Kammer in Österreich ein Tool vor, mit dem den Mitgliedern noch mehr Leistung geboten wird: von individualisierten Bildungs- und Beratungsanfragen bis hin zum Tierärzte-Notdienst am Handy.
Verlässliche Hilfe für bäuerliche Familien
Die LK begleitet bäuerliche Familien über Generationen und hilft in Notsituationen. Die Landjugend Kärnten zählt rund 3.470 Mitglieder und absolvierte seit 2022 mehr als 81.000 Bildungsstunden. Jährlich begleitet die LK rund 550 Hofübergaben.
Die Bäuerinnenarbeit wurde 2023 im Landwirtschaftskammergesetz verankert und mit einem speziellen Bildungs- und Beratungsangebot wurden die Bäuerinnen in ihrem Wirken am Hof, in der Familie und in der Gesellschaft unterstützt.
Bei Not- oder Krisenfällen am Hof unterstützte die LK in über 500 Fällen mit Zivildienern am Hof oder Leistungen wie der sozialen Betriebshilfe. Rund 700 Beratungen durch LKPsychologen runden das Angebot für die Bauernfamilien ab.
Betriebe unter Druck: LK legt 5-Punkte-Forderungspaket vor
LK Kärnten-Präsident Siegfried Huber sieht in der Bilanz den Beweis, dass es auch in Zukunft eine starke Landwirtschaftskammer für Kärntens bäuerliche Betriebe braucht. „Die Lage auf den Höfen ist ernst. Die Betriebe stehen unter enormem Druck. Einerseits wirtschaftlich wegen der Dürre, den hohen Betriebsmittelkosten und den unfairen Wettbewerbsbedingungen, die Lebensmittelimporte zu Standards zulassen, die in der EU verboten sind. Andererseits emotional, weil die Betriebe auf Grund der steigenden Bürokratie und völlig überzogenen Naturschutzvorgaben genervt sind. Da braucht es eine starke Interessenvertretung, die notwendige Maßnahmen klar formuliert und von der Politik einfordert“, unterstreicht Huber.
Angesichts der aktuellen Situation fordert die LK Kärnten von EU, Bund und Land konkrete Maßnahmen ein, um die bäuerlichen Betriebe zu entlasten.
1. Stopp der Brüsseler Bürokratie-Lawine
Mehr nationale Entscheidungsfreiheit statt ständig neuer EU-Regeln
2. Nein zu Lebensmittelimporten zu Dumping-Standards
Lebensmittelimporte nur nach EU-weit geltenden Standards erlauben
3. Inflationsanpassung der Ausgleichszahlungen Faire Abgeltung für bäuerliche Leistungen
4. Rasche Entlastung bei Treibstoffpreisen
Aussetzen der CO2-Abgabe und/oder Kürzung der Mehrwertsteuer auf Diesel
5. Wiederherstellungs-VO in Kärnten mit Hausverstand Naturschutz auf Augenhöhe: Einbindung, Freiwilligkeit, Abgeltung
„Wenn sich die Situation nicht ändert, fürchte ich einen stark steigenden Strukturwandel bei den Kärntner Betrieben. Das müssen wir mit aller Kraft verhindern. Denn was dann folgt, ist Agrarindustrie. Und die hat hier in Kärnten keinen Platz. Unser Leitmodell ist der bäuerliche Familienbetrieb – und den müssen wir stärken“, betont Huber abschließend. (Schluss)
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