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Linz, 8. April 2026 (aiz.info)

Forschung: Die Pflanzengesundheit durch den Einsatz hochwertiger Nährstoffe stärken

Projekt am Campus Wels der FH Oberösterreich

Eine optimierte Nährstoffversorgung kann die natürliche Abwehrkraft von Pflanzen stärken und somit den Bedarf an chemischem Pflanzenschutz reduzieren – so lautet die Hypothese, die Molekularbiologin Nicole Ollinger durch ihre Forschung am Campus Wels der FH Oberösterreich belegen will. Anhand von Kresse, Radieschen und Bohnen untersucht sie den Einfluss von verschiedenen Düngervarianten unter kontrollierbaren Laborbedingungen. Die Landwirtschaft kann von ihrer Forschung profitieren, da sie den Landwirt*innen nachhaltige und wirtschaftlich tragbare Alternativen zum Einsatz von Pestiziden eröffnet.
 
Ziel des Projekts „PI-Vital“ ist es konkret, die Wirksamkeit verschiedener Pflanzenwuchshilfsmittel auf das Wachstum und die Vitalität von Nutzpflanzen zu untersuchen. Warum wurden Radieschen, Bohnen und Kresse als Untersuchungsobjekte ausgewählt? „Es handelt sich bei diesen drei Pflanzen um Arten mit raschem Wachstum, schneller Keimung und gut beurteilbaren Samen- und Wuchsmerkmalen“, sagt Nicole Ollinger, die als Wissenschaftlerin in der Agrar-Forschungsgruppe Din-FARM unter FH-Prof. Claudia Probst an der FH Oberösterreich tätig ist. 

Durch den gezielten Einsatz unterschiedlicher Düngervarianten will sie positive Effekte auf Pflanzenentwicklung, Widerstandsfähigkeit und Vitalität erfassen und bewerten. Da auch Pflanzen über ein eigenes Immunsystem verfügen, kann dieses durch bestimmte Nährstoffe und Umweltfaktoren gezielt aktiviert und gestärkt werden.

Konkret umfasst PI-Vital folgende Schritte:
Verschiedene Pflanzenwuchshilfsmittel werden hinsichtlich ihrer Wirkung vergleichend analysiert

Ein praxisnahes Bewertungsmodell zur Effizienz von Düngervarianten wird ausgearbeitet

Der Landwirtschaft werden konkrete Handlungsempfehlungen zur Vitalitätsförderung und gleichzeitiger nachhaltiger Reduktion von Pflanzenschutzmittel zur Verfügung gestellt. 
 
Das Projekt liefert somit wichtige Impulse, um die Klima- und Umweltsituation zu verbessern. Die Pflanzenproduktion wird ressourcenschonender und nachhaltiger, die Ergebnisse werden perspektivisch in der Landwirtschaft, im Gartenbau sowie in der urbanen Begrünung Anwendung finden.
 
Innovation stärkt ländlichen Raum

Das Projekt wird im Rahmen des 5. Calls des Zukunftsfonds des Landes Oberösterreich gefördert. Erste Feldversuche – insbesondere im Gemüse- und Zierpflanzenbau – haben bereits signifikante Unterschiede im Erscheinungsbild und in der Qualität der Pflanzen gezeigt, die nun wissenschaftlich vertieft untersucht werden.

„Mit dem Zukunftsfonds investieren wir gezielt in Forschung, die unseren Betrieben konkrete Perspektiven eröffnet. Wenn wir es schaffen, durch gezielte Vitalitätsförderung den Pflanzenschutzmitteleinsatz nachhaltig zu reduzieren, dann stärken wir nicht nur die Umwelt, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer regionalen Gemüse- und Pflanzenproduzenten. Genau solche praxisnahen Innovationsprojekte stärken unsere bäuerlichen Betriebe und damit auch den ländlichen Raum“, betont Oberösterreichs Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.
 
Verbindung von Lehre und Forschung: Bonus für Studierende

Ebenso essenziell ist der Beitrag für die Ausbildung der Studierenden in den Bereichen Agrartechnologie und -management sowie Lebensmitteltechnik und Ernährung am Campus Wels. Sie können im Rahmen ihres Studiums aktiv am Projekt mitwirken, während die wissenschaftlichen Erkenntnisse daraus laufend in die Ausbildung der Studierenden einfließen. Da die Bereiche Landwirtschaft und Lebensmittel an der FH Oberösterreich generell sehr viel Angewandte Forschung betreiben, werden die Studierenden stets praxisnahe und auf dem Stand der Wissenschaft ausgebildet. 

Gefördert wird das Projekt durch das Agrarressort des Landes Oberösterreich für die Dauer von zwei Jahre. (Schluss)
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