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Brüssel, 10. Juni 2026 (aiz.info)

EU-Milchanlieferung im Juni 2% über Vorjahr

Abstand zur Vorjahreslinie verringert sich

Die Milchanlieferung in den 27 Mitgliedsstaaten der EU hat auch zur Jahresmitte über der erzeugten Milchmenge des vergangenen Jahres gelegen. Für Juni hat das Amt für Statistik der Europäischen Union (Eurostat) ein Milchaufkommen von insgesamt 12,9 Milliarden Kilogramm Milch ausgewiesen, wie der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) laut MBI mitteilte. Zum Vorjahresmonat stand somit 2,0 Prozent mehr Milch zur Verarbeitung bereit. Wenngleich das Rohmilchaufkommen umfangreicher ausgefallen war, reduzierte sich im zweiten Quartal der Abstand zur Vorjahreslinie zunehmend, wie der Verband weiter erläuterte.
 
Im ersten Quartal dieses Jahres wurde die Milchmenge demnach um durchschnittlich 4,6 Prozent übertroffen, für das zweite Quartal errechnete sich noch eine Steigerungsrate von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das erste Halbjahr 2026 summierte sich das Milchaufkommen mit 77,6 Mrd kg zu einem Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach Erreichen der saisonalen Milchspitze im Mai sind die Anlieferungsmengen tendenziell wieder rückläufig.
 
Für Deutschland wurde den weiteren Angaben nach im Juni ein um 5,8 Prozent höheres Milchaufkommen ermittelt, was sich für die ersten sechs Monate zu einem Anstieg von durchschnittlich 6,5 Prozent addierte. In Frankreich, dem zweitgrößten Milcherzeuger in der EU, hat im Mai eine Kehrtwende in der Milcherfassung eingesetzt und es wurde erstmals wieder die Vorjahreslinie unterschritten. Diese Entwicklung setzte sich im Juni fort und es wurde zum Vorjahresmonat um 1,2 Prozent weniger erfasst. Der Vorsprung für das erste Halbjahr schrumpfte laut VMB dadurch auf 2,6 Prozent gegenüber 2025.
 
Weniger Milch wurde demnach auch in Irland im Juni erfasst (minus 3,2 Prozent). Bereits seit April bewegte sich dort das Milchaufkommen unter der Vorjahreslinie, so dass sich für die ersten sechs Monate eine um 1,3 Prozent geringere Milchmenge zum Vorjahr errechnet. In den Niederlanden und in Polen wurde im Juni jeweils um 3,3 Prozent mehr Milch erzeugt als vor einem Jahr. Auf bisheriger Jahressicht summierte sich für die Niederlande eine um 4,7 Prozent und für Polen um 3,3 Prozent höhere Milcherzeugung als im ersten Halbjahr 2025.
 
Das Milchaufkommen in Italien bewegte sich im Juni 1,9 Prozent über der Vorjahreslinie und kam so im ersten Halbjahr auf ein Plus von 3,1 Prozent, wie es weiter hieß. Die österreichische Milcherzeugung hatte relativ betrachtet im Juni mit die höchste Zuwachsrate verzeichnet. Das Milchaufkommen aus dem Vorjahresmonat wurde um 7,4 Prozent übertroffen, was für das erste Halbjahr ein um 7,9 Prozent größeres Angebot bedeutete. (Schluss)
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