EU-Kommission erwartet 2026 weniger Rindfleisch
Schweinefleischerzeugung soll stabil bleiben
Die Rindfleischproduktion in der Europäischen Union ist im Jahr 2025 (minus 4,1 Prozent) und in den Monaten Januar und Februar 2026 (minus 4 Prozent) zurückgegangen. Die Produktion sei in den meisten EU-Ländern gesunken, und zwar bei einer geringeren Anzahl geschlachteter Tiere (minus 6,2 Prozent), aber höheren Schlachtkörpergewichten, schreibt die EU-Kommission in ihrem aktuellen „Short Term Outlook for EU agricultural markets in 2026“ laut MBI. Der strukturelle Rückgang des Kuhbestands führe zu einem erwarteten Rückgang der Rindfleischproduktion in der EU um 2,2 Prozent im Jahr 2026, der 2027 noch weiter zunehmen könnte.
Die Rindfleischpreise sind Anfang 2026 gesunken, sollten aber in diesem Jahr aufgrund anhaltender Versorgungsengpässe auf hohem Niveau bleiben. Das deute darauf hin, dass einige Verbraucher sich vom teuren Rindfleisch abgewandt haben. Zudem dürften Angebotsengpässe und hohe Preise 2026 zu einem Rückgang der Rindfleischausfuhren (minus 12 Prozent) und der Ausfuhren lebender Rinder (minus 18 Prozent) führen. Die EU-Rindfleischexporte nach Großbritannien werden voraussichtlich zurückgehen, da das australische Angebot auf dem britischen Markt zunimmt. Nach einem starken Rückgang der Exporte von lebenden Rindern im Jahr 2025 (minus 37 Prozent) im Zusammenhang mit der Türkei wird für 2026 ein weiterer Rückgang erwartet, bedingt durch geringere Verfügbarkeit und rückläufige Exporte in den Nahen Osten aufgrund geopolitischer Spannungen.
Die Importe dürften indes um 12 Prozent steigen, angetrieben durch Zuströme aus Südamerika nach Inkrafttreten des Mercosur-Abkommens. Sollte die EU jedoch ab September brasilianische Importe aufgrund der Nichteinhaltung von Vorschriften zu antimikrobiellen Mitteln in der Tierproduktion aussetzen, könnten die Rindfleisch- und Geflügelimporte zurückgehen, heißt es in dem Outlook.
Die Schweinefleischproduktion in der EU wird 2026 nach zwei Jahren steigender Produktion voraussichtlich relativ stabil bleiben (plus 0,3 Prozent), was dem im Dezember 2025 verzeichneten Anstieg des Sauenbestands (plus 0,6 Prozent) entspricht.
Auch EU-Produktion von Geflügelfleisch soll steigen
Bis Februar dieses Jahres stieg die Produktion um 0,2 Prozent, wobei laut dem Bericht in mehreren wichtigen Erzeugerländern (Dänemark, Spanien, Polen und Frankreich) Zuwächse zu verzeichnen waren.
Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Spanien Ende 2025 führte zu einem Rückgang der Schweinefleischpreise, hatte jedoch zu Beginn des Jahres 2026 keinen Rückgang der EU-Schweinefleischexporte zur Folge (plus 3 Prozent im Zeitraum Januar bis April). Für das Jahr 2026 prognostiziert die EUKommission allerdings einen leichten Rückgang der EU-Schweinefleischexporte (minus 0,5 Prozent). Chinas Antidumpingzölle, die steigende inländische Produktion und die brasilianische Konkurrenz in Asien werden demnach das Exportwachstum nach Korea und Vietnam Anfang 2026 wahrscheinlich übersteigen.
Der Verbrauch wird voraussichtlich leicht steigen (plus 0,4 Prozent), gestützt durch niedrigere Preise, eine größere Verfügbarkeit auf dem EUMarkt und die Erwartung, dass einige preissensible Verbraucher auf günstigere Produkte umsteigen werden.
Die Geflügelproduktion in der EU wird 2026 voraussichtlich um 1,4 Prozent steigen, wobei die Nachfrage weiter zunimmt (plus 2,1 Prozent im Jahr 2026) und die Margen durch hohe Geflügelpreise gestützt werden.
Im Januar und Februar 2026 stieg die Produktion um 3,5 Prozent, doch die Prognosen bleiben vorsichtig, da Spannungen im Nahen Osten möglicherweise zu Produktionsausfällen und höheren Frachtkosten führen könnten. Die geopolitischen Spannungen scheinen sich bereits auf die EU-Exporte auszuwirken, die im Jahr 2026 voraussichtlich um 2 Prozent zurückgehen werden, nachdem die Geflügelexporte bis April dieses Jahres um 1 Prozent gesunken waren. Die Preise und die starke Nachfrage in der EU treiben die EU-Importe aus verschiedenen Teilen der Welt an (plus 7 Prozent in den ersten vier Monaten des Jahres 2026), darunter aus Brasilien, Thailand und der Ukraine, wie es weiter hieß. Die gesamten EU-Importe werden voraussichtlich um 4 Prozent steigen, was die EU-Kommission auf die Umsetzung des Mercosur-Abkommens in diesem Jahr sowie auf die starke Nachfrage aus dem Gastronomiesektor und der Industrie zurückführt. (Schluss)
Die Rindfleischpreise sind Anfang 2026 gesunken, sollten aber in diesem Jahr aufgrund anhaltender Versorgungsengpässe auf hohem Niveau bleiben. Das deute darauf hin, dass einige Verbraucher sich vom teuren Rindfleisch abgewandt haben. Zudem dürften Angebotsengpässe und hohe Preise 2026 zu einem Rückgang der Rindfleischausfuhren (minus 12 Prozent) und der Ausfuhren lebender Rinder (minus 18 Prozent) führen. Die EU-Rindfleischexporte nach Großbritannien werden voraussichtlich zurückgehen, da das australische Angebot auf dem britischen Markt zunimmt. Nach einem starken Rückgang der Exporte von lebenden Rindern im Jahr 2025 (minus 37 Prozent) im Zusammenhang mit der Türkei wird für 2026 ein weiterer Rückgang erwartet, bedingt durch geringere Verfügbarkeit und rückläufige Exporte in den Nahen Osten aufgrund geopolitischer Spannungen.
Die Importe dürften indes um 12 Prozent steigen, angetrieben durch Zuströme aus Südamerika nach Inkrafttreten des Mercosur-Abkommens. Sollte die EU jedoch ab September brasilianische Importe aufgrund der Nichteinhaltung von Vorschriften zu antimikrobiellen Mitteln in der Tierproduktion aussetzen, könnten die Rindfleisch- und Geflügelimporte zurückgehen, heißt es in dem Outlook.
Die Schweinefleischproduktion in der EU wird 2026 nach zwei Jahren steigender Produktion voraussichtlich relativ stabil bleiben (plus 0,3 Prozent), was dem im Dezember 2025 verzeichneten Anstieg des Sauenbestands (plus 0,6 Prozent) entspricht.
Auch EU-Produktion von Geflügelfleisch soll steigen
Bis Februar dieses Jahres stieg die Produktion um 0,2 Prozent, wobei laut dem Bericht in mehreren wichtigen Erzeugerländern (Dänemark, Spanien, Polen und Frankreich) Zuwächse zu verzeichnen waren.
Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Spanien Ende 2025 führte zu einem Rückgang der Schweinefleischpreise, hatte jedoch zu Beginn des Jahres 2026 keinen Rückgang der EU-Schweinefleischexporte zur Folge (plus 3 Prozent im Zeitraum Januar bis April). Für das Jahr 2026 prognostiziert die EUKommission allerdings einen leichten Rückgang der EU-Schweinefleischexporte (minus 0,5 Prozent). Chinas Antidumpingzölle, die steigende inländische Produktion und die brasilianische Konkurrenz in Asien werden demnach das Exportwachstum nach Korea und Vietnam Anfang 2026 wahrscheinlich übersteigen.
Der Verbrauch wird voraussichtlich leicht steigen (plus 0,4 Prozent), gestützt durch niedrigere Preise, eine größere Verfügbarkeit auf dem EUMarkt und die Erwartung, dass einige preissensible Verbraucher auf günstigere Produkte umsteigen werden.
Die Geflügelproduktion in der EU wird 2026 voraussichtlich um 1,4 Prozent steigen, wobei die Nachfrage weiter zunimmt (plus 2,1 Prozent im Jahr 2026) und die Margen durch hohe Geflügelpreise gestützt werden.
Im Januar und Februar 2026 stieg die Produktion um 3,5 Prozent, doch die Prognosen bleiben vorsichtig, da Spannungen im Nahen Osten möglicherweise zu Produktionsausfällen und höheren Frachtkosten führen könnten. Die geopolitischen Spannungen scheinen sich bereits auf die EU-Exporte auszuwirken, die im Jahr 2026 voraussichtlich um 2 Prozent zurückgehen werden, nachdem die Geflügelexporte bis April dieses Jahres um 1 Prozent gesunken waren. Die Preise und die starke Nachfrage in der EU treiben die EU-Importe aus verschiedenen Teilen der Welt an (plus 7 Prozent in den ersten vier Monaten des Jahres 2026), darunter aus Brasilien, Thailand und der Ukraine, wie es weiter hieß. Die gesamten EU-Importe werden voraussichtlich um 4 Prozent steigen, was die EU-Kommission auf die Umsetzung des Mercosur-Abkommens in diesem Jahr sowie auf die starke Nachfrage aus dem Gastronomiesektor und der Industrie zurückführt. (Schluss)
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