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Wien, 5. August 2026 (aiz.info)

Essiggurken: ÖBOG drängt auf Stärkung der heimischen Produktion

Offener Brief an die Wirtschaftskammer Österreich

Auf den hohen Anteil an ausländischen Essiggurken in den heimischen Supermarktregalen hat in der Vorwoche der Verein Wirtschaften am Land hingewiesen. Vom Handel hieß es, dass Importe notwendig sind, um die Nachfrage zu decken. Der Österreichische Branchenverband für Obst und Gemüse (ÖGOB) hat sich daraufhin in einem offenen Brief an die Wirtschaftskammer gewandt. 

Darin betont der Verband, dass die Abhängigkeit von Importen kein Naturgesetz sei, sondern die Folge wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Der Anteil heimischer Einlegegurken im Lebensmittelhandel sei seit dem EU-Beitritt von über 80 auf rund 50% gesunken. Laut ÖBOG seien die Voraussetzungen für einen Ausbau der heimischen Produktion weiterhin vorhanden, allerdings brauche es dafür faire und langfristige Rahmenbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Importe könnten zwar kurzfristige Versorgungslücken schließen, dürften jedoch nicht zum Dauerzustand werden.  

Zudem fordert der Verband mehr Transparenz bei der Herkunftskennzeichnung und lädt Handel, Wirtschaftskammer und Verarbeiter zu einem gemeinsamen Dialog über die Stärkung der heimischen Essiggurkenproduktion ein. (Schluss)
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