Deutsche Streuobsternte: Ertrag hängt vom Regen der nächsten Wochen ab
Der Fruchtsaft-Verband rechnet trotz regionaler Trockenheit vorerst mit rund 450.000 t Äpfeln - Alterung und Klimawandel belasten die Bestände jedoch nachhaltig
In Deutschland hängt die Streuobsternte in diesem Jahr nach Angaben des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) maßgeblich von den Niederschlägen in den nächsten Wochen ab. „Die Zahl der Äpfel an den Bäumen ist ausreichend, die Früchte sind derzeit jedoch noch sehr klein“, erklärte VdF-Geschäftsführer Klaus Heitlinger laut MBI. Entscheidend für die weitere Entwicklung der Ernte werden nach Einschätzung des Verbands die kommenden zwei Wochen sein.
Derzeit rechnet der Verband mit einer Streuobsternte von rund 450.000 t, in etwa das Niveau des Vorjahres. Regional sind dabei aber deutliche Unterschiede möglich. Lokale Regenfälle in den kommenden Wochen könnten dazu führen, „dass sich die tatsächlichen Erträge vor Ort erheblich von der bundesweiten Prognose unterscheiden“.
In Teilen Deutschlands hatte es zuletzt kaum Niederschläge gegeben. Zudem unterliegt die Streuobsternte auch durch die sogenannte Alternanz jährlichen Schwankungen: Dieses im Obstbau bekannte Phänomen eines Wechsels zwischen stärkeren und schwächeren Ertragsjahren sei durch den Spätfrost im Jahr 2017 zusätzlich verstärkt worden, erklärte der VdF.
Auch unabhängig von den jährlichen Schwankungen sei das Ertragspotenzial vieler Streuobstbestände in Deutschland in den vergangenen Jahren zurückgegangen, führte der Verband weiter aus. Während für 2018 noch eine Ernte von mehr als 1 Million Tonnen prognostiziert worden war, hätten „insbesondere die trockenen Sommer der Jahre 2019 bis 2023 den Bäumen zugesetzt“. Viele Streuobstbäume litten unter unzureichender Wasserversorgung; hinzu komme das hohe Alter zahlreicher Bestände.
Der Verband hob die Bedeutung von Streuobstwiesen als Ökosysteme hervor, die mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten Lebensraum böten. Die deutschen Fruchtsafthersteller setzten sich angesichts der Folgen des Klimawandels und der Überalterung vieler Bestände für den Erhalt und die Förderung des Streuobstanbaus ein. Zu den Maßnahmen gehören demnach unter anderem Pflanzaktionen. (Schluss)
Derzeit rechnet der Verband mit einer Streuobsternte von rund 450.000 t, in etwa das Niveau des Vorjahres. Regional sind dabei aber deutliche Unterschiede möglich. Lokale Regenfälle in den kommenden Wochen könnten dazu führen, „dass sich die tatsächlichen Erträge vor Ort erheblich von der bundesweiten Prognose unterscheiden“.
In Teilen Deutschlands hatte es zuletzt kaum Niederschläge gegeben. Zudem unterliegt die Streuobsternte auch durch die sogenannte Alternanz jährlichen Schwankungen: Dieses im Obstbau bekannte Phänomen eines Wechsels zwischen stärkeren und schwächeren Ertragsjahren sei durch den Spätfrost im Jahr 2017 zusätzlich verstärkt worden, erklärte der VdF.
Auch unabhängig von den jährlichen Schwankungen sei das Ertragspotenzial vieler Streuobstbestände in Deutschland in den vergangenen Jahren zurückgegangen, führte der Verband weiter aus. Während für 2018 noch eine Ernte von mehr als 1 Million Tonnen prognostiziert worden war, hätten „insbesondere die trockenen Sommer der Jahre 2019 bis 2023 den Bäumen zugesetzt“. Viele Streuobstbäume litten unter unzureichender Wasserversorgung; hinzu komme das hohe Alter zahlreicher Bestände.
Der Verband hob die Bedeutung von Streuobstwiesen als Ökosysteme hervor, die mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten Lebensraum böten. Die deutschen Fruchtsafthersteller setzten sich angesichts der Folgen des Klimawandels und der Überalterung vieler Bestände für den Erhalt und die Förderung des Streuobstanbaus ein. Zu den Maßnahmen gehören demnach unter anderem Pflanzaktionen. (Schluss)
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