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Peking, 20. Juli 2026 (aiz.info)

China baut Geflügelproduktion weiter aus

Importe gehen zurück

China wird seine Geflügelfleischproduktion in den Jahren 2026 und 2027 voraussichtlich weiter steigern. Diese Prognose gibt der Auslandsdienst FAS des US-Agrarministeriums in einem aktuellen Bericht laut MBI ab. Treiber sind demnach vor allem Investitionen großer, vertikal integrierter Unternehmen in die Mastgeflügelproduktion sowie eine anhaltend hohe Produktivität.
 
Für 2027 prognostiziert der FAS eine chinesische Geflügelfleischproduktion von 19,0 Millionen Tonnen nach schätzungsweise 18,7 Millionen Tonnen im Jahr 2026. Die Erzeugung wächst damit schneller als der Verbrauch. Zwar steigt die Nachfrage nach Geflügelfleisch weiter, jedoch fällt das Wachstum aufgrund der schwachen Konjunktur und einer vorsichtigen Konsumstimmung moderat aus. Vor allem preisgünstige Teilstücke und verarbeitete Produkte bleiben gefragt.
 
Die steigende Eigenversorgung führt dazu, dass China seine Geflügelfleischimporte weiter reduziert. Für 2027 erwartet der FAS Einfuhren von 350.000 t, nachdem die Prognose für 2026 bereits auf 400.000 t gesenkt wurde. Ursächlich sind das größere inländische Angebot sowie wettbewerbsfähige Inlandspreise. Brasilien bleibt trotz zeitweiliger Handelsbeschränkungen der wichtigste Lieferant, daneben gewinnen Russland und Thailand an Bedeutung.
 
Gleichzeitig entwickeln sich die chinesischen Geflügelfleischexporte dynamisch. Nach einem kräftigen Anstieg im ersten Halbjahr 2026 hoben die Marktbeobachter ihre Exportprognose für 2026 an und erwartet für 2027 weitere Zuwächse auf 1,15 Mio t. Wichtige Absatzmärkte sind Japan, Hongkong, Malaysia und Zentralasien. Wettbewerbsfähige Preise und die Ausweitung der Exportzulassungen stärken die Position chinesischer Anbieter auf dem Weltmarkt.
 
Bei den Handelsbeziehungen mit den USA gab es nach dem Gipfeltreffen beider Staaten im Mai 2026 Fortschritte. China öffnete seinen Markt wieder für Geflügelprodukte aus 17 US-Bundesstaaten, die nicht von der Aviären Influenza betroffen sind. Der FAS erwartet kurzfristig jedoch nur begrenzte Auswirkungen auf die US-Ausfuhren nach China, da brasilianische und inländische Anbieter den Markt weiterhin dominieren. (Schluss)
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