Belastete Rindfleischimporte aus Brasilien
LK OÖ sieht sich bestätigt und fordert strengere Kontrollen
Medienberichten zu Folge soll brasilianisches Rindfleisch, das mit dem in der EU verbotenen Wachstumshormon Estradiol belastet gewesen sein soll, in die EU eingeführt und in Verkehr gebracht worden sein. Das Aufdecken dieser Importe sorgen für große Empörung und bestätigt eindrücklich die langjährige Kritik der Landwirtschaftskammer am fixierten EU-Mercosur-Abkommen. Mehrere Berichte belegen, dass Lieferungen aus Brasilien mit dem in der EU verbotenen Wachstumshormon Estradiol belastet waren - insgesamt über 62 Tonnen, die in mindestens zehn EU-Staaten gelangten.
Obwohl Österreich selbst laut Behörden nicht betroffen ist, sieht die Landwirtschaftskammer OÖ akuten Handlungsbedarf. "Diese Aktion zeigt erneut, wie fahrlässig es ist, Handelsliberalisierungen ohne konsequente Importkontrollen zuzulassen. Seit Jahren warnen wir davor, dass durch das Mercosur-Abkommen billiges Fleisch aus Ländern mit deutlich niedrigeren Produktions- und Kontrollstandards auf den europäischen Markt drängt", betontLK Präsident Franz Waldenberger.
Versagen der Kontrollmechanismen muss Konsequenzen haben
Bereits ab Herbst 2025 hatten EU-Behörden Unregelmäßigkeiten bei Kontrollen von importiertem Rindfleisch festgestellt, dennoch wurde das Mercosur-Abkommen politisch weiter vorangetrieben. Für die Landwirtschaftskammer ist klar: Die bestehenden Kontrollsysteme reichen nicht aus, um europäische Verbraucher zu schützen. Während Betriebe innerhalb der EU streng reguliert werden, können Rindfleischproduzenten in Brasilien weiterhin Mittel und Methoden einsetzen, die in der EU und in Österreich seit vielen Jahren verboten sind.
Unfaire Konkurrenz durch unterschiedliche Standards
Die Unterschiede zwischen heimischen Standards und den Produktionsbedingungen in Mercosur-Staaten sind seit Langem bekannt. Brasilien erlaubt beispielsweise weiterhin eine Vielzahl von Pestiziden, die in der EU verboten sind. "Wie sollen österreichische Bauernfamilien mit solchen Bedingungen konkurrieren?", hinterfragt der Präsident.
Mercosur-Abkommen als Gefahr für Landwirtschaft und Konsumentenschutz
Laut Mercosur-Abkommen sollen jährlich bis zu 99.000 Tonnen zusätzliches Rindfleisch aus den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay zollbegünstigt in die EU gelangen. Kritiker warnen, dass dies vor allem bei Edelteilen den Preisdruck auf Betriebe massiv verschärfen wird.
Lebensmittelsicherheit ist nicht verhandelbar
"Sicherheit, Qualität und Fairness dürfen nicht dem globalen Preiskampf geopfert werden. Einmal mehr wird damit unterstrichen, wie wichtig die Herkunftskennzeichnung ist. Darüber hinaus ist es ein eindeutiges Signal an den Konsumenten, beim Einkauf entsprechend aufmerksam auf die Angaben auf den Produkten zu achten. Das AMA Gütesiegel ist Garant für österreichische Qualität", appelliert Präsident Waldenberger abschließend an die Konsumentinnen und Konsumenten, beim Einkauf die Augen offen zu halten. (Schluss)
Obwohl Österreich selbst laut Behörden nicht betroffen ist, sieht die Landwirtschaftskammer OÖ akuten Handlungsbedarf. "Diese Aktion zeigt erneut, wie fahrlässig es ist, Handelsliberalisierungen ohne konsequente Importkontrollen zuzulassen. Seit Jahren warnen wir davor, dass durch das Mercosur-Abkommen billiges Fleisch aus Ländern mit deutlich niedrigeren Produktions- und Kontrollstandards auf den europäischen Markt drängt", betontLK Präsident Franz Waldenberger.
Versagen der Kontrollmechanismen muss Konsequenzen haben
Bereits ab Herbst 2025 hatten EU-Behörden Unregelmäßigkeiten bei Kontrollen von importiertem Rindfleisch festgestellt, dennoch wurde das Mercosur-Abkommen politisch weiter vorangetrieben. Für die Landwirtschaftskammer ist klar: Die bestehenden Kontrollsysteme reichen nicht aus, um europäische Verbraucher zu schützen. Während Betriebe innerhalb der EU streng reguliert werden, können Rindfleischproduzenten in Brasilien weiterhin Mittel und Methoden einsetzen, die in der EU und in Österreich seit vielen Jahren verboten sind.
Unfaire Konkurrenz durch unterschiedliche Standards
Die Unterschiede zwischen heimischen Standards und den Produktionsbedingungen in Mercosur-Staaten sind seit Langem bekannt. Brasilien erlaubt beispielsweise weiterhin eine Vielzahl von Pestiziden, die in der EU verboten sind. "Wie sollen österreichische Bauernfamilien mit solchen Bedingungen konkurrieren?", hinterfragt der Präsident.
Mercosur-Abkommen als Gefahr für Landwirtschaft und Konsumentenschutz
Laut Mercosur-Abkommen sollen jährlich bis zu 99.000 Tonnen zusätzliches Rindfleisch aus den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay zollbegünstigt in die EU gelangen. Kritiker warnen, dass dies vor allem bei Edelteilen den Preisdruck auf Betriebe massiv verschärfen wird.
Lebensmittelsicherheit ist nicht verhandelbar
"Sicherheit, Qualität und Fairness dürfen nicht dem globalen Preiskampf geopfert werden. Einmal mehr wird damit unterstrichen, wie wichtig die Herkunftskennzeichnung ist. Darüber hinaus ist es ein eindeutiges Signal an den Konsumenten, beim Einkauf entsprechend aufmerksam auf die Angaben auf den Produkten zu achten. Das AMA Gütesiegel ist Garant für österreichische Qualität", appelliert Präsident Waldenberger abschließend an die Konsumentinnen und Konsumenten, beim Einkauf die Augen offen zu halten. (Schluss)
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