Zum Content springen
Neue Suche

Absender

Empfänger

Raggl: "Unsere Stärke wächst aus den Orten" - Geisler: "Gewählt zu werden ist Ehre, aber auch Verantwortung und Auftrag"Innsbruck, 8. Oktober 2026 (aiz.info)

Bauernbund-Urwahlen: 16.000 Mitglieder stellen die Weichen für die Zukunft

Raggl: "Unsere Stärke wächst aus den Orten" - Geisler: "Gewählt zu werden ist Ehre, aber auch Verantwortung und Auftrag"

Von 9. bis 11. Oktober wählen rund 16.000 Mitglieder des Tiroler Bauernbundes in 315 Ortsgruppen ihre Ortsbauernräte neu. Die Urwahlen bilden das Fundament für die personelle Neuaufstellung der bäuerlichen Interessenvertretung in den kommenden sechs Jahren. Bauernbunddirektor Peter Raggl sieht darin ein starkes Zeichen gelebter Demokratie und bäuerlichen Zusammenhalts.

„Unsere Stärke wächst aus den Orten. Am Wochenende entscheiden unsere Mitglieder unmittelbar, wem sie ihr Vertrauen schenken und wer ihre Anliegen in den kommenden sechs Jahren vertreten soll. Dass sich rund 16.000 Mitglieder in 315 Ortsgruppen an dieser personellen Weichenstellung beteiligen können, zeigt, wie tief der Tiroler Bauernbund in den Gemeinden verwurzelt ist. Darauf dürfen wir stolz sein“, betont Raggl. Die Urwahlen sind zugleich die Grundlage für die nachfolgenden Gebiets- und Bezirkswahlen sowie die Neuwahl auf Landesebene. Auch mit Blick auf die Landwirtschaftskammerwahl 2027 und die Gemeinderatswahl 2028 kommt ihnen besondere Bedeutung zu.

Vertrauen der Mitglieder entscheidet

Das Besondere am Urwahlsystem: Es treten keine vorgegebenen Listen gegeneinander an. Jedes Mitglied schreibt jene Personen auf den Stimmzettel, die es für besonders geeignet und vertrauenswürdig hält. Je nach Größe der Ortsgruppe werden vier, sechs oder acht Ortsbauernräte gewählt.

„Bei uns entscheidet die Basis. Wer vor Ort Rückhalt genießt, sich für seine Berufskollegen einsetzt und Verantwortung übernehmen will, bekommt das Vertrauen der Mitglieder. Dieses unmittelbare Wahlverfahren ist eine besondere Stärke unseres Bauernbundes“, erklärt Raggl. Die Neuwahlen verbinden dabei Erfahrung mit Erneuerung: Bewährte Funktionäre und neue Kräfte sollen gemeinsam die bäuerlichen Anliegen voranbringen.

Die gewählten Ortsbauernräte wählen bis 14. Oktober aus ihrer Mitte den Ortsbauernobmann und seinen Stellvertreter. Ergänzt wird das Gremium durch Vertreter der weiteren bäuerlichen Organisationen und des Forum Land, sofern diese dem Bauernbund angehören.

Starke Ortsgruppen sichern starke Vertretung

Für Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler ist die Geschlossenheit des Bauernstandes entscheidend: „Solidarität, Austausch und Zusammenhalt machen uns stark. Der Bauernbund verbindet die Bauernfamilien in den Orten mit der Interessenvertretung auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene. Funktionierende Ortsgruppen sind das Fundament dafür, dass bäuerliche Anliegen gehört und durchgesetzt werden.“

Gerade auf Gemeindeebene fallen viele Entscheidungen, die den Alltag und die Entwicklungsmöglichkeiten der bäuerlichen Betriebe unmittelbar beeinflussen. Ortsbauernobmänner und Ortsbauernräte halten den Kontakt zu den Mitgliedern, greifen ihre Anliegen auf und bringen sie in die politische Arbeit ein.

„Unsere Funktionäre wissen, wo der Schuh drückt. Sie kennen die Betriebe, die Familien und die Herausforderungen vor Ort. Diese Nähe zur Basis lässt sich durch nichts ersetzen. Sie macht uns zu einer starken und glaubwürdigen Interessenvertretung“, unterstreicht Raggl.

Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen

Die Bereitschaft, neben Betrieb, Beruf und Familie ehrenamtlich Verantwortung zu übernehmen, ist keine Selbstverständlichkeit. Geisler richtet deshalb einen ausdrücklichen Dank an alle, die sich dieser Aufgabe stellen: „Bäuerliche Interessen müssen wir selbst vertreten – niemand nimmt uns diese Aufgabe ab. Gewählt zu werden ist daher Ehre und Anerkennung, aber auch Verantwortung und Auftrag. Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die das Vertrauen ihrer Berufskollegen annehmen und sich für unsere Bauernfamilien einsetzen.“

Raggl ruft alle Mitglieder auf, ihre Stimme zu nutzen: „Jede Stimme stärkt unseren gemeinsamen Rückhalt. Wer an der Urwahl teilnimmt, gestaltet die Zukunft unserer Interessenvertretung mit. Gehen wir geschlossen und mit Selbstvertrauen in diese Wahlen – für starke Bauern und einen starken Bund.“ (Schluss)
4.310 Anschläge
  • Empfehlen
  • Drucken
  • PDF downloaden
  • RTF downloaden