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Wien, 1. Oktober 2026 (aiz.info)

Bauernbund: Totschnig bringt Antrag für Sikawild-Ausnahme auf den Weg

Wichtiger Schritt für 203 heimische Betriebe.

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig setzt einen weiteren Schritt für die heimischen Sikawildhalter: Am 30. September hat er bei der Europäischen Kommission den österreichischen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung für die Sikawildhaltung eingereicht. Dieser umfasst 203 heimische Betriebe. Ziel ist, die weitere Haltung auf diesen Betrieben rechtssicher zu ermöglichen.

„Für die betroffenen Bauernfamilien geht es um ein wichtiges wirtschaftliches Standbein und um die Sicherung ihrer Existenz. Mit dem eingereichten Antrag ist ein weiterer konkreter Schritt gesetzt, um die Sikawildhaltung in Österreich auch künftig zu ermöglichen. Norbert Totschnig setzt sich gemeinsam mit den Haltern und ihren Interessenvertretungen für eine rechtlich tragfähige Lösung ein“, betont Bauernbund-Präsident Georg Strasser.

Aussendungen allein helfen keinem Betrieb

Bauernbund-Direktorin Corinna Weisl weist die wiederholten Untätigkeitsvorwürfe der FPÖ entschieden zurück: „Der Minister hat gemeinsam mit den Betroffenen die notwendigen Unterlagen und Nachweise erarbeitet und den Antrag nun eingereicht. Das ist konkrete Arbeit für unsere Bäuerinnen und Bauern.“

Österreich hatte sich bereits 2025 gegen die Aufnahme des Sikawilds in die europäische Liste invasiver gebietsfremder Arten ausgesprochen. Die Aufnahme wurde dennoch mehrheitlich beschlossen. Daraufhin bereitete das Landwirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Verband der Wildtierhalter und der Landwirtschaftskammer Österreich sowie den ebenfalls für invasive Arten zuständigen Bundesländern den Ausnahmeantrag vor.

„Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen Rechtssicherheit. Mit noch so vielen polemischen Aussendungen ist keinem einzigen Betrieb geholfen. Wer sich für die Landwirtschaft einsetzen will, muss an Lösungen arbeiten. Genau das macht Bundesminister Norbert Totschnig“, so Weisl.

Entscheidung liegt bei der EU-Kommission

Die Europäische Kommission prüft nun den österreichischen Antrag. Laut Landwirtschaftsministerium wird eine abschließende Entscheidung aus heutiger Sicht bis Ende des Jahres erwartet. Ziel ist, den betroffenen Betrieben die weitere Haltung von Sikawild rechtssicher zu ermöglichen. (Schluss) APA OTS 2026-10-01/11:26
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